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1.6: Korrelation und Ursachen
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PROTOKOLLE

1.6: Korrelation und Ursachen

Überblick

Statistische Tests können ermitteln, ob zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen jeweils eine Beziehung bzw. Korrelation besteht. Eine indirekte Beziehung der Variablen bedeutet eine Korrelation, während eine direkte Beziehung eine Kausalität widerspiegelt. Wird festgestellt, dass kein Zusammenhang zwischen den Variablen besteht, so ist die Korrelation ein bloßer Zufall.

Korrelation versus Kausalität

Wenn die abhängige Variable ansteigt oder absinkt, während sich der Wert der unabhängigen Variable erhöht, besteht eine positive bzw. negative Korrelation zwischen den beiden Variablen. Ist dieser Zusammenhang jedoch nur indirekt festzustellen, so ist er auf eine Korrelation zurückzuführen. Ein direkter Zusammenhang würde jedoch eine Ursache bzw. Kausalität bedeuten.

Ein Forscher möchte beispielsweise die Ursache für den Verlust von Schwänzen in fünf verschiedenen Gecko-Populationen ermitteln. Stellt er eine negative Beziehung zwischen der Anzahl der Geckos ohne Schwanz und der Anzahl von parasitären Zecken bei Krähen fest, deutet dieses Ergebnis wahrscheinlich auf eine negative Korrelation hin. Es weist auch darauf hin, dass der Krähenparasit wahrscheinlich nichts mit der Ursache für den Schwanzverlust der Geckos zu tun hat bzw. diesen selbst verursacht.

Wenn jedoch die Krähen in der Nähe der einzelnen Gecko-Populationen gezählt worden wären, hätte man vielleicht eine positive Korrelation zwischen der Anzahl der Krähen und der Anzahl der schwanzlosen Geckos feststellen können. Wenn nach der Untersuchung des Inhalts der Mägen der Krähen’ die fehlenden Geckoschwänze gefunden worden wären, hätte die Anzahl der Krähen direkt die Anzahl der Schwänze bestimmt, die die Geckos verloren haben. Dies deutet auf eine Ursache hin. Wenn die Geckoschwänze nicht in den Mägen der Krähen gefunden worden wären, hätte die Ursache rein zufällig sein können.

Wichtig ist, dass in diesem Beispiel eine negative Korrelation zwischen der Anzahl der Krähen und der Anzahl der parasitären Krähen-Zecken besteht. Tatsächlich wird die Anzahl der Krähenparasiten mit zunehmender Anzahl der Krähen wahrscheinlich zunehmen. Hier besteht also eine positive Korrelation. In diesem Szenario wäre die Anzahl der Krähenzecken auch positiv mit der Anzahl der schwanzlosen Eidechsen korreliert. Im Gegensatz zu der Beziehung zwischen den Populationen von Krähen und schwanzlosen Eidechsen ist die Anzahl der Zecken und der schwanzlosen Eidechsen jedoch nicht ursächlich bzw. kausal miteinander verbunden.


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