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4.6: Zellkern
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The Nucleus
 
PROTOKOLLE

4.6: Zellkern

Der Zellkern ist ein membrangebundenes Organell, welcher die genetischen Anweisungen in Form von chromosomaler DNA in einer eukaryotischen Zelle enthält. Diese unterscheidet sich von der DNA in Mitochondrien oder Chloroplasten, welche für diese Organellen spezifische Funktionen ausführt. Wie z.B. rote Blutkörperchen, haben einige Zellen keinen Zellkern. Dagegen haben andere Zellen gleich mehrere Zellkerne, wie zum Beispiel die Skelettmuskelzellen. Die meisten eukaryotischen Zellen besitzen jedoch einen einzigen Zellkern bzw. Nukleus.

Die DNA im Zellkern ist um Proteine wie z.B. Histone gewickelt. Dadurch entsteht ein DNA-Proteinkomplex, das Chromatin. Wenn Zellen sich nicht teilen, befinden sie sich in der Interphase des Zellzyklus, und das Chromatin diffus organisiert ist. Dies ermöglicht einen einfachen Zugang zur DNA während der Transkription, wenn die Boten-RNA (mRNA) anhand des DNA-Codes synthetisiert wird. Steht eine eukaryotische Zelle kurz vor der Teilung, kondensiert sich das Chromatin eng in unterschiedliche, lineare Chromosomen. Der Mensch hat insgesamt 46 Chromosomen.

Das Chromatin ist besonders in einer Region des Zellkerns konzentriert, die als Nukleolus bezeichnet wird. Der Nukleolus ist wichtig für die Produktion von Ribosomen, welche die mRNA in Proteine übersetzen. Im Nukleolus wird die ribosomale RNA synthetisiert und mit Proteinen zu ribosomalen Untereinheiten kombiniert, welche später im Zytoplasma der Zelle die funktionierenden Ribosomen bilden.

Das Innere des Zellkerns ist mit einer gelartigen Substanz, dem Karyoplasma, gefüllt. Die Kernhülle ist eine Doppelmembran bestehend aus zwei Lipid-Doppelschichtengenannt und umgibt den Zellkern. Kleine durch Proteine geformte Öffnungen, sogenannte Poren, punktieren die Zellkernhülle. Sie steuern, welche Substanzen in den Kern ein- und austreten können. Die Poren erlauben es beispielsweise der mRNA, den Kern zu verlassen. So kann sie zu den Ribosomen reisen, um die Proteintranslation zu steuern.


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