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7.10: Induced-Fit-Theorie
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7.10: Induced-Fit-Theorie

Die meisten chemischen Reaktionen in den Zellen erfordern Enzyme. Das sind biologische Katalysatoren, welche die Reaktion beschleunigen, ohne verbraucht oder dauerhaft verändert zu werden. Ihre Funktion ist es, die Aktivierungsenergie zu reduzieren, welche für die Umsetzung der Reaktanten bzw. Edukte in Produkte benötigt wird. Enzyme sind in der Regel Proteine. Sie funktionieren, indem sie sich an bestimmte Substrate binden, wenn ein Eduktmolekül sie aktiviert.

Spezifität

Bestimmte Enzyme weisen eine Substratspezifität auf. Das heißt, dass sie nur an bestimmte Substrate binden können. Diese wird hauptsächlich durch die Form und die chemischen Eigenschaften ihres aktiven Zentrums bestimmt. Das aktive Zentrum ist die Region des Enzyms, an die das Substrat bindet.

Nach dem Induced-Fit-Modell der Enzymaktivität verändert diese Bindung die Konformation oder Form von Enzym und Substrat. Dadurch wird das Substrat näher an den höheren Energieübergangszustand gebracht, der für die Reaktion benötigt wird. Ein Beispiel ist die Schwächung von Bindungen im Substrat. So kann es leichter reagieren. Enzyme können eine Reaktion auch beschleunigen, indem sie innerhalb des aktiven Zentrums Bedingungen schaffen, die für den Ablauf der Reaktion günstiger sind als die, der umgebenden Zellumgebung.

Wenn die Reaktionsprodukte einmal gebildet sind, werden die Enzyme aus dem aktiven Zentrum freigesetzt und können wieder zur Katalyse von weiteren Reaktionen verwendet werden.


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