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12.17: Polygene Eigenschaften
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PROTOKOLLE

12.17: Polygene Eigenschaften

Wenn mehr als ein Gen für einen bestimmten Phänotyp verantwortlich ist, gilt das Merkmal als polygen. Bei der menschlichen Körpergröße handelt es sich beispielsweise um ein polygenes Merkmal. Studien haben Hunderte von Loci aufgedeckt, welche die Körpergröße beeinflussen können. Es wird sogar angenommen, dass es noch viele mehr gibt. Aufgrund der hohen Anzahl der beteiligten Gene sowie Umwelt -und Ernährungsfaktoren variiert die Körpergröße innerhalb einer bestimmten Population erheblich. Die Verteilung der Höhe bildet eine glockenförmige Kurve dar. Es gibt innerhalb einer Bevölkerung nur relativ wenige Individuen, welche eine minimale oder maximale Körpergröße erreichen. Die Mehrheit der Bevölkerung befindet sich im mittleren Höhenbereich. Die meisten polygenen Merkmale bilden glockenförmige Kurven. Dazu gehören beispielsweise Gewicht, Blutdruckwerte und Aspekte der Fingerabdruckmuster.

Menschliche Größe—eine polygene Eigenschaft

Obwohl sich Mendels bahnbrechende Arbeit über genetische Vererbung auf Merkmale konzentrierte, die von einzelnen Genen entstanden sind, haben Experimente wie genomweite Assoziationsstudien gezeigt, dass viele menschliche Merkmale sich durch die Zusammenarbeit von mehreren Genprodukten entwickeln. Die Zusammenarbeit zahlreicher Gene zur Beeinflussung eines Phänotyps stellt ein polygenes (d.h., viele Gen) Merkmal dar.

Ein Beispiel für eine polygene Eigenschaft ist die menschliche Körpergröße. Hunderte von Loci beeinflussen die Körperlänge eines Menschen. Es wird vermutet, dass es noch weitere beeinflussende Loci gibt, die noch nicht identifiziert worden sind. Viele dieser Gene beeinflussen beispielsweise direkt oder indirekt den Knorpel in den Wachstumsfugen, die sich in den langen Knochen der Arme und Beine befinden.

Die Verteilung von polygenen Merkmalen in einer Bevölkerung

Die menschliche Körpergröße variiert erheblich. Das ist zum Teil auf eine große Anzahl von Genen zurückzuführen ist, welche Einfluss auf jene haben. Die Körpergröße wird jedoch auch durch Umwelt- und Ernährungsfaktoren beeinflusst. Beispiele hierfür sind Szenarien, in denen eine Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat oder nicht, ihre Ernährung während der Schwangerschaft oder die Ernährung des Kindes im jungen Alter.

In einer Bevölkerung, in der die minimale weibliche Körpergröße etwa fünf Fuß (1,52m) und die maximale weibliche Körpergröße etwa sechs Fuß (1,82m) beträgt, wird man Frauen aller Größen zwischen diesen Werten finden. Die Darstellung der Höhenverteilung ergibt eine glockenförmige Kurve. Dabei kommen relativ wenige Frauen vor, welche eine minimale oder maximalen Körpergröße erreichen. Die Mehrheit wird eine Körpergröße nahe dem Durchschnitt von etwa 5,5 Fuß (1,67m) aufweisen. Die meisten polygenen Merkmale, wie Gewicht, Blutdruck und Aspekte der Fingerabdruckmuster nehmen aufgrund der hohen Anzahl möglicher Allelkombinationen ebenfalls glockenförmige Verteilungen an.

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