Login processing...

Trial ends in Request Full Access Tell Your Colleague About Jove

16.2: Virale Strukturen
INHALTSVERZEICHNIS

JoVE Core
Biology

A subscription to JoVE is required to view this content. You will only be able to see the first 20 seconds.

Education
Virale Strukturen
 
Dieser Voiceover ist computergeneriert
PROTOKOLLE
* Die Textübersetzung erfolgt computergeneriert

16.2: Virale Strukturen

Viren sind in ihrer Form und Größe außerordentlich vielfältig. Doch auch sie weisen einige strukturelle Gemeinsamkeiten auf. Alle Viren haben einen Kern, der ein DANN -oder RNA-basiertes Genom enthält. Der Kern ist von einer schützenden Hülle aus Proteinen umgeben, welche man als Kapsid bezeichnet. Das Kapsid besteht aus Untereinheiten, die Kapsomere genannt werden. Das Kapsid und der genomhaltige Kern werden zusammen als Nucleokapsid bezeichnet.

Strukturklassen von Viren

Viele Kriterien werden zur Klassifizierung von Viren verwendet. Ein Merkmal ist dabei auch der Aufbau der Kapside. Die meisten Viren haben ikosaedrische oder helikale Kapside. Einige Viren haben jedoch auch komplexere Kapsidstrukturen entwickelt. Die ikosaedrische Form ist eine 20-seitige, quasi-sphärische Struktur. Das Rhinovirus, ein erkältungsauslösendes Virus, ist ikosaedrisch. Helikale (d.h. faden-oder stabförmige) Kapside sind dünn und linear und sehen wie Zylinder aus. Das Nucleinsäure-Genom passt in die Rillen des helikalen Kapsids. Das Tabakmosaikvirus, welches ein Pflanzenpathogen ist, stellt ein klassisches Beispiel für ein helikales Virus dar. Einige Viren haben Kapside, die außerhalb des Kapsids von einer Hülle aus Lipiden und Proteinen umgeben sind. Diese virale Hülle wird nicht vom Virus produziert, sondern von der Zelle des Wirtes erworben. Diese Hüllmoleküle schützen das Virus und vermitteln Interaktionen mit den Zellen des Wirts.

Die Virusstruktur ist kritisch für die Infektion und Immunität

Das Viruskapsid schützt nicht nur das Genom des Virus, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle in den Interaktionen mit den Wirtszellen. So ermöglichen Kapsidproteine eine Infektion, indem sie spezifische Zellmembranproteine auf der Wirtszelle erkennen und an diese binden. Kapsidproteine spielen auch eine wichtige Rolle bei der Freilegung des Virusgenoms, um die Replikation im Wirt zu ermöglichen.

Obwohl die Proteine und Lipide des Kapsids und der Hülle Infektionen ermöglichen, sind diese gleichen Moleküle einzigartig für Viren und können daher vom Immunsystem des Wirts verwendet werden, um die Anwesenheit eines Virus zu erkennen. Solche Auslöser einer Immunantwort sind allgemein als mikrobenassoziierte Molekularmuster (MAMPs) bekannt. In Pflanzen lösen MAMPs eine Kaskade von Immunantworten aus. Sie schwächen die aktuelle Infektion ab und bereiten dieals Pflanze auch auf eine robustere Immunantwort vor, falls sie in der Zukunft von einem ähnlichen Erreger infiziert wird. MAMPs induzieren auch beim Menschen eine angeborene Immunantwort. Dazu gehören Entzündungen und die Produktion von antimikrobiellen Proteinen. Einige Impfstoffe nutzen die Fähigkeit des Körpers, MAMPs zu erkennen, um Immunität gegen bestimmte virale Erreger zu vermitteln.


Suggested Reading

Get cutting-edge science videos from JoVE sent straight to your inbox every month.

Waiting X
simple hit counter