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17.1: Was ist die monogastrische Verdauung?
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PROTOKOLLE

17.1: Was ist die monogastrische Verdauung?

Der menschliche Körper besitzt ein monogastrisches Verdauungssystem. In einem monogastrischen Verdauungssystem enthält der Magen nur eine Kammer, in welcher Nahrung verdaut wird. Viele andere Tierarten haben ebenfalls ein monogastrisches Verdauungssystem. Dazu gehören Schweine, Pferde, Hunde und Vögel. Dieses Kapitel konzentriert sich jedoch speziell auf das menschliche Verdauungssystem.

Saliva und Diagnostik

Saliva bzw. Speichel ist eine wässrige Substanz, die von den Speicheldrüsen in den Mund abgegeben wird. Menschlicher Speichel enthält 99,5% Wasser und darüber hinaus Elektrolyte, Schleim, weiße Blutkörperchen, Epithelzellen, Enzyme und antimikrobielle Wirkstoffe. Die im Speichel enthaltenen Enzyme sind für den Beginn des Verdauungsprozesses unerlässlich. Sie spielen auch beim Abbau von Nahrungspartikeln, die um die Zähne herum gefangen sind, eine wichtige ROlle und bewahren sie vor dem Verfall.

Saliva kann einfach, preiswert und nicht-invasiv von Patienten gewonnen werden. Das macht es besonders für die Forschung interessant. In der laufenden Forschung wurden neue Wege zur Verwendung von Speichel in der molekularen Diagnostik identifiziert. DNA, RNA und Proteine, die im Speichel gefunden werden, dienen als nützliche diagnostische Informationsquellen bei der Früherkennung verschiedener Krebsarten. Dazu gehören Mund-, Bauchspeicheldrüsen-und Magenkrebs.

Magensäure

Der Hauptbestandteil der Magensäure ist Salzsäure. Wasserstoff -und Chloridionen reagieren in der Magenhöhle und bilden dabei Salzsäure. Sie werden von Parietalzellen freigesetzt, welche den Magen auskleiden. Die Parietalzellen sind an Rückkopplungssysteme gekoppelt, welche die Säureproduktion je nach Bedarf erhöhen oder verringern. Um zu verhindern, dass das saure Milieu die Zellen der Magenschleimhaut schädigt, produzieren andere Zellen im Magen Schleim, der die Magenschleimhaut schmiert und bicarbonat enthält. Dieses kann die Säure neutralisieren.

Das Darmmikrobiom und fäkale Mikrobiotentransplantationen

Immunokompromittierte Patienten haben ein erhöhtes Risiko für eine Clostridium difficile Infektion (CDI). CDI hat in Nordamerika in den letzten zehn Jahren alarmierend hohe epidemische Ausmaße angenommen. Es besteht also ein zunehmendes Interesse daran, die Rolle des menschlichen Darmmikrobioms zu verstehen, um dieser Epidemie entgegenzuwirken. Eine mögliche Therapie ist die fäkale Mikrobiotentransplantation (FMT) oder Stuhltransplantation. Bei der FMT werden Fäkalbakterien von einem Individuum mit einem gesunden Darmmikrobiom auf einen Empfänger übertragen. Dadurch erhöht sich die mikrobielle Vielfalt des Empfängerdarms. Einige Studien haben gezeigt, dass die FMT eine wirksame Behandlung für Patienten mit CDI ist. FMT wurde auch experimentell bei der Behandlung anderer Magen-Darm-Erkrankungen wie z.B. entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.


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