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20.6: Klassifizierung der Skelettmuskelfasern
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Klassifizierung der Skelettmuskelfasern
 
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20.6: Klassifizierung der Skelettmuskelfasern

Skelettmuskeln produzieren kontinuierlich ATP. So stellen sie die Energie zu Verfügung, welche für Muskelkontraktionen notwendig ist. Skelettmuskelfasern können aufgrund der Unterschiede in ihrer Kontraktionsgeschwindigkeit und der Art und Weise, wie sie ATP produzieren, sowie aufgrund physikalischer Unterschiede in Bezug auf diese Faktoren in Typ I, Typ IIA oder Typ IIB unterteilt werden. Die meisten menschlichen Muskeln enthalten alle drei Muskelfasertypen. Ihre Verhältnisse können jedoch variieren.

Slow-Twitch-Muskelfasern

Typ I, oder langsam oxidative Muskelfasern erscheinen rot. Das liegt an einer großen Anzahl von Kapillaren und hoher Werte von Myoglobin, einem sauerstoffspeichernden Protein. Muskelfasern vom Typ I enthalten mehr Mitochondrien, die durch oxidative Phosphorylierung ATP produzieren, als die Fasern vom Typ II.

Langsam oxidative Muskelfasern nutzen die aerobe Atmung unter Einbeziehung von Sauerstoff und Glucose, um ATP zu produzieren. Zusätzlich zur langsameren Kontraktion als die Fasern vom Typ II empfangen die Fasern vom Typ I die Nervensignale langsamer, kontrahieren länger und sind widerstandsfähiger gegen Ermüdung. Typ-I-Fasern speichern Energie hauptsächlich in Form von Fettstoffen, den so genannten Triglyceriden.

Fast-Twitch-Muskelfasern

Typ II, bzw. schnelle Muskelfasern erscheinen oft weiß. Im Vergleich zu den Fasern vom Typ I empfangen die Fasern vom Typ II Nervensignale schneller und kontrahieren schneller. Sie tun dies jedoch nur für kürzere Zeiträume und ermüden schneller. Typ II-Muskelfasern speichern Energie hauptsächlich als ATP und Kreatinphosphat.

Typ IIA, oder schnell oxidative Muskelfasern verwenden hauptsächlich die aerobe Atmung, um ATP zu produzieren. Sie nutzen aber auch die anaerobe Atmung. Typ IIB, oder schnelle glykolytische Muskelfasern verwenden hauptsächlich die anaerobe Atmung, die weniger ATP pro Zyklus produziert als die aerobe Atmung. Daher ermüden die Fasern vom Typ IIB früher als die anderen Fasertypen.

Vor kurzem identifizierten Wissenschaftler weitere Muskelfasern mit Eigenschaften, die zwischen den anderen Typen liegen, darunter IC, IIC, IIAC und IIAB.


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