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21.1: Was ist das Endokrine System?
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PROTOKOLLE

21.1: Was ist das Endokrine System?

Das endokrine System sendet Hormone-chemische Signale-durch den Blutstrom zu den Zielzellen. Das sind die Zellen, auf welche die Hormone selektiv einwirken. Die Erzeugung dieser Signale erfolgt in den endokrinen Zellen. Sie werden dann in die extrazelluläre Flüssigkeit ausgeschieden und diffundiert in das Blut. Schließlich diffundieren sie aus dem Blut und binden sich an Zielzellen, die über spezialisierte Rezeptoren zur Erkennung der Hormone verfügen.

Alternative Routen

Während die meisten Hormone durch den Kreislauf wandern, um ihre Zielzellen zu erreichen, gibt es auch alternative Wege, um Hormone zu den Zielzellen zu transportieren. Die parakrinen Signale senden Hormone aus der endokrinen Zelle in die extrazelluläre Flüssigkeit, wo sie auf die lokalen Zellen wirken. In einer Form des parakrinen Signals, dem so genannten autokrinen Signal, wirken die in die extrazelluläre Flüssigkeit ausgeschütteten Hormone auf die Zelle, die sie ausgeschüttet hat.

Die synaptische Signalisierung beinhaltet die Freisetzung von Neurotransmittern von den Neuronen-Terminals in die Synapse. Das sind spezialisierte Verbindungen, die Informationen zwischen Neuronen weiterleiten, wo sie sich an Rezeptoren auf benachbarten Neuronen, Muskelzellen und Drüsen binden. Bei der neuroendokrinen Signalübertragung sezernieren neurosekretorische Zellen Neurohormone, die durch das Blut wandern. So beeinflussen sie letztendlich gezielt die Zielzellen. Insgesamt haben endokrine Signalwege eine langsamere Wirkung als andere Signalwege. Es dauert nämlich, bis die Hormone die Zielzellen erreichen. Die Wirkung hält dann aber typischerweise auch länger an.

Hormonfreisetzung

Hormone diffundieren direkt in die extrazelluläre Flüssigkeit, die die endokrinen Drüsen umgibt, weil sie keine Kanäle haben. Im Vergleich dazu haben exokrine Drüsen, wie die Speicheldrüse, Kanäle, die eine gezielte Dosis direkt auf eine Oberfläche oder in einen Hohlraum absondern. Zusätzlich zu den spezialisierten endokrinen Drüsen können endokrine Zellen auch in Organen wie dem Magen zwischen Zellen mit unterschiedlichen Funktionen gefunden werden.

Zielzellen

Ein Hormon hat spezifische Zielzellen, die über Rezeptoren verfügen, die das Hormon erkennen. Dies läuft nach dem Prinzip von Schloss und Schlüssel ab, wobei die Rezeptoren auf einer Zielzelle das Schloss sind und nur das Hormon, den Schlüssel, erkennen, der dazu passt. Die Zielzellen können sehr nah an den endokrinen Zellen, die das Hormon produzieren, oder sehr weit von ihnen entfernt sein, müssen aber durch die Blutbahn transportiert werden. Zum Beispiel setzen enteroendokrine Zellen im Magen und Dünndarm Hormone frei, die die Magensäuresekretion der Magenzellen verändern können. Andererseits können Hormone, die von der Hypophyse an der Basis des Gehirns freigesetzt werden, die Urinproduktion beeinflussen, indem sie auf die Nierenzellen wirken.


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