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23.2: Struktur der Niere
INHALTSVERZEICHNIS

 

PROTOKOLLE

23.2: Struktur der Niere

Die Nieren sind zwei große bohnenförmige Organe, die sich im oberen Bauchraum befinden. Sie filtern das Blut mehrmals täglich. So entfernen sie Giftstoffe, Wasser sowie Elektrolyte des Kreislaufsystems über die Nierenvenen und bringen den Organismus ins Gleichgewicht. Die Nieren beziehen das Blut direkt vom Herzen über die Nierenarterien. Diese Arterien treten am Hilum, der konkaven Oberfläche der Bohne, in die Niere ein, wo sie sich verzweigen und in kleinere Gefäße und Kapillaren weiter aufteilen.

Die Nierenrinde ist die dicke äußere Schicht der Niere. Sie beherbergt Nierenkörperchen. Die Kapillaren kommen in engen Kontakt mit dem Ende eines Nierentubulus. Das Ende des Tubulus, die 'Bowman-Kapsel’, umgibt ein Netz von Kapillaren, das wie eine Kugel aussieht. Dieser heißt Glomerulus. Diese ungewöhnliche Anordnung der Kapillaren vergrößert die Oberfläche, auf der das Ende des Nierentubulus und die Kapillaren zusammenwirken. Von der „Bowman-Kapsel“ aus erstrecken sich die gewundenen Tubuli in die „Henle-Schlinge“. Diese liegt im Nierenmark, dem Gewebe unter der Nierenrinde.

Kortikale Intrusionen strukturieren die Medulla in mehrere Nierenpyramiden. Die Spitze jeder Pyramide richtet sich zum Hilumbereich hin aus, wodurch die Sammelkanäle in Kalotten im Nierenbecken abgeleitet werden. Wenn sich das Becken füllt, wird der Urin in den Harnleiter entleert. Der Harnleiter verbindet die Nieren mit der Blase, wo der Urin vor der Ausscheidung gespeichert wird.

Das Nierenkörperchen, die proximalen und distalen Tubuli, die Henle-Schlinge und die Sammelkanäle formen ein Nephron, die funktionelle Einheit der Niere. Das Nephron filtert das Blut, um Wasser und Elektrolyte zu resorbieren und Toxine auszuscheiden. In jeder menschlichen Niere befinden sich etwa 1 Million Nephrone.

Wenn eine Person eine Niere spendet und damit die Anzahl der Nephrone halbiert, kompensiert die verbleibende Niere, indem sie an Größe und Volumen zunimmt. Die Spender können nach der Spende ein gesundes Leben führen, ohne dass sich ihr Sterblichkeitsrisiko erhöht. Bei einigen Spendern kann sich jedoch ein hoher Blutdruck entwickeln, da die einzelne Niere nun die Aufgabe von zweien erfüllen muss.

Nierensteine sind das Ergebnis von gelöster Übersättigung—am häufigsten aus Kalzium, das kristallisiert und aggregiert. Eine Übersättigung von Kalzium kann in der Henle-Schleife auftreten, wo Kalzium absorbiert wird. Wenn nicht genügend Filtratvolumen vorhanden ist, kann das Kalzium kristallisieren und aggregieren, wenn es durch die Sammelkanäle in das Nierenbecken gelangt. Die meisten Steine passieren ohne Symptome; wenn ein Stein jedoch groß genug ist, um den Harnleiter zu blockieren, kann er erhebliche Schmerzen verursachen.


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