6.8
Ähnlich wie bei Eukaryonten findet die chemische Signalisierung bei Bakterien zwischen und innerhalb von Zellen statt. Die Zell-zu-Zell-Kommunikation, bekannt als Quorum Sensing, beinhaltet die Produktion, die Freisetzung und den gemeinschaftsumfassenden Nachweis von kleinen Signalmolekülen, nämlich Auto-Inducern. Diese Moleküle sind hydrophobe Peptide, die Hormonen ähneln, weil sie chemische Signale zur Informationsübermittlung zwischen den Zellen produzieren, nachdem eine Grenzwertkonzentration erreicht wurde.
Einzelne Zellen können die Dichte extrazellulärer Auto-Inducer erkennen, die die Produktion eines spezifischen sekundären Kuriers, nämlich zyklischer diGMP, innerhalb der Zelle signalisieren, so dass die Produktion der Proteine, die an der Genomik von Verhaltensweisen wie z. B. der Biolumineszenz beteiligt sind, geregelt werden kann. Durch diese Prozesse können bakterielle Zellen so miteinander agieren, als ob es sich bei ihnen um einen multizellulären Organismus handelt - dies kann sogar typenübergreifend erfolgen.
Diese Kommunikation ist wichtig in der Bildung eines Biofilms, nämlich bakterielle Zellgemeinschaften, die auf Oberflächen anhaften, von denen sie sich ernähren. Biofilme können sich auf Zähnen befinden oder auch in medizinischen Implantaten.
Bakterielle Signalübertragung kann innerhalb von Bakterien (intrazellulär) oder zwischen Bakterien (interzellulär) stattfinden. Gelegentlich verhält s…
Copyright © 2026 MyJoVE Corporation. Alle Rechte vorbehalten.