35.1
Bestäubung und Blütenstruktur
Blumen sind reproduktive Multitasker.
Bei den meisten blühenden Arten produzieren Blumen
Spermien und geben sie frei, erzeugen und lagern Eizellen,
und sie fangen Spermien zur Befruchtung ein.
Im Anschluss an die Befruchtung entwickeln sich die Blüten zu Samen, und häufig
in Früchte.
Blumen haben bis zu vier Arten von Blütenorganen:
Kelchblätter, Blütenblätter, Staubgefässe und Fruchtblätter.
Kelchblätter umhüllen und schützen die Blütenknospen,
und sie sind normalerweise grün und blattähnlich.
Blütenblätter schützen andere Strukturen der Blume
und sind oft hell bunt gefärbt, was
ihnen dabei hilft, Bestäuber anzulocken.
Staubgefäße und Fruchtblätter sind fruchtbare Blütenorgane.
Sie erzeugen Sporen, die sich letztendlich
in Spermien und Eizellen entwickeln.
Ein Staubgefäß besteht aus einem Staubfaden und Staubbeutel.
Die Zellen im Staubbeutel erzeugen Sporen,
die sich in Pollenkörner entwickeln, aus denen die Spermien entstehen.
Ein Fruchtblatt besteht aus einem Fruchtknoten, Griffel und Narbe.
Der Fruchtknoten enthält eine oder mehrere Samenanlagen.
In einer Samenanlage wird ein embryotischer Sack - der ein Ei beinhaltet – gebildet.
Der Griffel dehnt sich vom Fruchtknoten zur Narbe aus.
Die klebrige Narbe fängt Pollen ein, was den mobilen Spermien ermöglicht,
die stationäre Eizelle zu erreichen.
Befruchtete Samenanlagen entwickeln sich zu Samen.
Damit die Befruchtung und Samenbildung geschehen kann,
müssen blühende Pflanzen bestäubt werden.
Bestäubung ist die Übertragung von Pollen – der Quelle der Spermien - auf
den Teil der Blüte, der die Samenanlagen enthält – die Quelle der Eizelle.
Bei blühenden Pflanzen wird der Pollen vom Staubbeutel zur
Narbe übertragen.
Die meisten Pflanzen werden von Tieren bestäubt,
die häufig ihren Nektar und Pollen verspeisen und mit sich tragen.
Die häufigsten Bestäuber sind Insekten – wie beispielsweise Bienen,
Schmetterlinge, Motten und Fliegen.
Viele Vögel- und Fledermausarten bestäuben ebenfalls.
Pflanzen können auch durch Wind und weniger oft, durch Wasser,
bestäuben.
Gräser zum Beispiel, geben oft viele kleine Pollenkörner frei,
die dann vom Wind zerstreut werden.
Nach der Bestäubung bildet sich der Pollenschlauch,
Spermien werden in die Samenanlage freigegeben,
und die Befruchtung tritt ein.
Befruchtung löst die Entwicklung der Blüte in eine Frucht aus,
da ihre Samenanlagen zu Samen werden.
Eine unbestäubte Blüte wird allerdings normalerweise zu keiner Frucht
und stirbt ab.
Blumen sind die reproduktiven, samenproduzierenden Strukturen der Angiospermen. In der Regel bestehen die Blüten aus Kelchblätter (Sepalen), Kronblätt…
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