12.7
Nach Lipiden und Proteinen sind Kohlenhydrate der dritte Hauptbestandteil biologischer Membranen.
Glykoproteine, Proteine mit gebundenen Kohlenhydraten, machen fast neunzig Prozent der Membrankohlenhydrate aus. Glykolipide sind die restlichen zehn Prozent.
Sowohl Glykoproteine als auch Glykolipide befinden sich auf der Außenseite der Membran und erfüllen verschiedene Funktionen, unter anderem als Antigene und Rezeptoren.
Kohlenhydrate werden durch N-glykosidische und O-glykosidische Bindungen an Proteine gebunden.
Die Bildung von N-glykosidischen Bindungen findet zwischen der Amidgruppe von Asparagin und einem Zucker wie N-Acetylglucosamin statt, während sich O-glykosidische Bindungen zwischen der Hydroxylgruppe von Serin oder Threonin und einem Zucker wie N-Acetylgalactosamin bilden.
Gebundene Kohlenhydrate schützen Proteine vor Proteasen, verändern ihre Gesamtladung und erhöhen ihre Wasserbindungskapazität.
Glykolipide werden aus Ceramid gewonnen – einem Sphingolipid. Glucocerebrosid oder Galactocerebrosid wird synthetisiert, wenn Glukose oder Galaktose an Ceramid bindet.
Ganglioside entstehen, wenn ein Oligosaccharid und Sialinsäure an Ceramid binden. Die negativ geladenen Ganglioside regulieren die Konzentration positiv geladener Calcium-Ionen und helfen so bei der Neurotransmission.
Die Plasmamembran ist eine dynamische Barriere, die aus Lipiden, Proteinen und Kohlenhydraten besteht. Sie bildet ein Zentrum vieler zellulärer Prozes…
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