11.6
Bei der Arbeit mit niedermolekularen Ethern, wie z.B. Diethylether, müssen im Labor zwei Gefahren vermieden werden.
Erstens sind Ether aufgrund ihrer niedrigen Siedepunkte leicht entzündlich. Daher muss darauf geachtet werden, dass sie von offenen Flammen oder elektrischen Funkenquellen ferngehalten werden, um mögliche Explosionen zu vermeiden, und sie sollten in einem Abzug verwendet werden.
Zweitens werden Ether in Gegenwart von Luftsauerstoff langsam oxidiert, um Peroxide und Hydroperoxide zu bilden, die gefährlich sind, da sie beim Erhitzen explodieren können.
Die Autoxidation von Ethern in Gegenwart von molekularem Sauerstoff erfolgt durch einen Mechanismus der Radikalenkette, der Initiierungs-, Vermehrungs- und Beendigungsschritte umfasst.
Die Initiierung ist der erste Schritt, bei dem ein Initiator ein Wasserstoffatom von dem an den Äthersauerstoff angrenzenden Kohlenstoff abstrahiert, um ein Kohlenstoffradikal zu bilden.
Als nächstes folgt die Vermehrung, die in zwei Stufen erfolgt. Im ersten Vermehrungsschritt koppelt das Kohlenstoffradikal mit molekularem Sauerstoff zu einem Sauerstoffradikal.
Im zweiten Vermehrungsschritt abstrahiert das Sauerstoffradikal ein Wasserstoff
Ether stellen eine Klasse chemischer Verbindungen dar, die bei längerer Lagerung gefährlicher werden, da sie dazu neigen, in der Luft explosive Peroxi…
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