9.5
Neben dem Alkylierungsweg können Alkine auch durch Dehydrohalogenierung von vicinalen oder geminalen Dihalogeniden hergestellt werden.
Vicinale Dihalogenide sind Verbindungen mit Halogenen an benachbarten Kohlenstoffen, während Verbindungen mit Halogenen an demselben Kohlenstoff als Geminusdihalogenide bezeichnet werden.
Zum Beispiel kann ein vicinales Dichlorid aus einem Alken durch Zugabe von Chlor in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels wie Dichlormethan synthetisiert werden. Während ein Geminusdichlorid hergestellt werden kann, indem ein Keton mit Phosphorpentachlorid behandelt wird.
In Gegenwart einer starken Base wie Natriumamid in flüssigem Ammoniak verlieren die Dihalogenide durch zwei aufeinanderfolgende E2-Eliminierungsreaktionen zwei Äquivalente von Halogenwasserstoff. Daher der Name doppelte Dehydrohalogenierung.
Die erste Eliminierungsreaktion verläuft mit der Abstraktion eines Protons durch Natriumamid und gleichzeitigem Abgang der Halogenid-verlassenden Gruppe, um ein Haloalken zu bilden.
In der zweiten Eliminierungsreaktion reagiert ein anderes Äquivalent der Base mit dem Halogenalken, um das gewünschte Alkin zu erhalten. Somit sind mindestens zwei Äquivalente von
Einführung
Alkine können durch Dehydrohalogenierung von vicinalen oder geminalen Dihalogeniden in Gegenwart einer starken Base wie Natriumamid in flüs…
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