11.8
Zyklische Analoga von Ethern mit einem Sauerstoffatom, das in den Ring eingebaut ist, werden als zyklische Ether bezeichnet. Die allgemeine Formel für zyklische Ether lautet (CH2)nO, wobei n die Anzahl der Kohlenstoffatome im Ring darstellt. Dementsprechend können zyklische Ether dreigliedrige, viergliedrige, fünfgliedrige oder sechsgliedrige Ringsysteme sein.
Die dreigliedrigen zyklischen Ether werden als Epoxide bezeichnet. Ihre Grundstruktur besteht aus einem Sauerstoffatom und zwei Kohlenstoffatomen.
Das dreigliedrige Ringsystem nähert sich einem gleichseitigen Dreieck an und ist stark gespannt.
Die Dehnung entsteht aufgrund der Abweichung der inneren Bindungswinkel vom idealen Tetraederwinkel, d.h. 109,5°, was zur Kompression der Bindungswinkel führt. Diese Ringdehnung macht Epoxide im Vergleich zu anderen Ethern hochreaktiv.
Epoxide leiten ihre gebräuchlichen Namen vom Namen des Ausgangsalkens ab, aus dem sie gebildet werden, gefolgt von dem Wort "Oxid". Zum Beispiel leitet sich Ethylenoxid, das einfachste Epoxid, von seinem Mutteralken – Ethylen – ab.
Andere Beispiele umfassen cis-2-Butenoxid und Cyclopentenoxid, formal abgeleitet von cis-2-Buten bzw. Cyclopenten.
In der IUP
Zyklische Ether sind heterozyklische Verbindungen mit einem Sauerstoffatom im Ring und Kohlenstoffatomen. Sie werden nach der Anzahl der in ihrem Ring…
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