11.12
Epoxide durchlaufen aufgrund ihrer stark gespannten Strukturen leicht Ringöffnungsreaktionen, die entweder säurekatalysiert oder basenkatalysiert sind.
Im Vergleich zu säurekatalysierten Reaktionen benötigen basenkatalysierte Ringöffnungen ein starkes Nukleophil oder eine starke Base, wie z. B. ein Alkoxidion oder ein Hydroxidion.
Zum Beispiel katalysiert Natriumethoxid die Ringöffnungsreaktion von 2,2-Dimethyloxiran in Ethanollösungsmittel zu 1-Ethoxy-2-methyl-2-propanol.
Mechanistisch führt das Ethoxidion in einem SN2-Prozess einen nukleophilen Angriff auf den weniger substituierten, primären Kohlenstoff des Epoxids durch und öffnet den Epoxidring zur Bildung eines Alkoxid-Ions.
Das Lösungsmittel protoniert dann das resultierende Alkoxid-Ion, um das entsprechende Produkt zu erhalten.
Der Epoxidring kann auch durch eine Vielzahl anderer starker Nukleophile geöffnet werden, wie z. B. Natriumcyanid, Natriumhydrosulfid, Ammoniak, Grignard-Reagenz und Lithiumaluminiumhydrid.
Im Gegensatz zu Epoxiden gehen Ether nicht ohne weiteres nukleophile Reaktionen ein. Die Undurchführbarkeit dieser Reaktionen kann verstanden werden, wenn man die potentiellen Energien von Epoxiden, Ethern und den
Aufgrund ihrer stark gespannten Struktur können Epoxide leicht Ringöffnungsreaktionen durch nukleophile Substitution eingehen, entweder in Gegenwart e…
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