14.13
Saure Halogenide reagieren mit starken Reduktionsmitteln wie Lithiumaluminiumhydrid zu primären Alkoholen.
Dabei handelt es sich um eine nukleophile Substitutionsreaktion, bei der das saure Halogenid zunächst in einen Aldehyd und dann in einen Primäralkohol umgewandelt wird. Für die Reaktion werden also zwei Äquivalente des Reduktionsmittels benötigt.
Der Mechanismus beginnt mit einem nukleophilen Angriff des Hydridions am Carbonylkohlenstoff, wodurch ein tetraedrisches Zwischenprodukt gebildet wird.
Der zweite Schritt beinhaltet die Rekonstruktion der Kohlenstoff-Sauerstoff-π-Bindung mit dem Austritt des Halogenid-Ions zu einem Aldehyd.
Als nächstes wird der Aldehyd von einem anderen Äquivalent des Hydrids angegriffen, wodurch ein Alkoxid-Zwischenprodukt entsteht.
Schließlich ergibt die Protonierung des Alkoxids einen Primäralkohol als Endprodukt.
Im Gegensatz zu Lithium-Aluminiumhydrid reduziert ein milderes Reduktionsmittel wie Lithiumtri(tert-butoxy)-Aluminiumhydrid selektiv saure Halogenide zu Aldehyden.
Hier verwandeln die sperrigen tert-Butoxy-Gruppen das Reagenz in einen sterisch gehinderten Hydriddonor, wodurch seine Reaktivität verringert und eine weitere Reduktion des Aldehyds zu Alkohol verhindert wird.
Säurehalogenide werden in Gegenwart eines starken Reduktionsmittels wie Lithiumaluminiumhydrid zu Alkoholen reduziert.
Der Mechanismus läuft in drei S…
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