2.6
Arzneimittelbedingte allergische Reaktionen sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch das Immunsystem vermittelt werden und nichts mit der therapeutischen Wirkung des Arzneimittels zu tun haben.
Medikamente allein provozieren keine Immunantwort. Sie können sich jedoch mit endogenen Proteinen zu Antigenen verbinden, die Lymphozyten zur Produktion von Antikörpern veranlassen.
Antikörper vom IgE-Typ fixieren sich auf Mastzellen. Die anschließende erneute Exposition gegenüber demselben Reiz löst die Antigen-Antikörper-Interaktion aus und setzt mehrere Mediatoren frei, die allergische Typ-I-Reaktionen hervorrufen. Die Reaktion zielt auf die Haut, den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege ab.
Bei Typ-II-Reaktionen handelt es sich um IgG- und IgM-Antikörper, die mit medikamentenveränderten Wirtszellen interagieren. Die Interaktion aktiviert das Komplement.
Typ-III-Reaktionen werden durch Antikörper vermittelt, die an lösliche Antigene, auch Immunkomplexe genannt, gebunden sind. Sie aktivieren das Komplement und stimulieren die Freisetzung von Mediatoren, die Entzündungsreaktionen hervorrufen.
Bei Typ-IV-Reaktionen handelt es sich um eine Sensibilisierungsphase, in der aktivierte T-Zellen produziert werden. Diese setzen Zytokine frei, die Makrophagen und Neutrophile rekrutieren, um eine Entzündungsreaktion hervorzurufen.
Allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Arzneimitteln sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die vom Immunsystem gesteuert werden und keine Verbindun…
Copyright © 2026 MyJoVE Corporation. Alle Rechte vorbehalten.