19.9
Parasympathische Signale leiten Informationen vom Nervensystem an die Zielorgane weiter und fördern so Ruhe-, Verdauungs- und Entspannungsreaktionen. Dieser Signalweg nutzt den Neurotransmitter Acetylcholin und seine spezifischen Rezeptoren, die sogenannten cholinergen Rezeptoren.
Es gibt zwei Arten von cholinergen Rezeptoren: Nikotinrezeptoren in postganglionären Fasern und muskarinische Rezeptoren in Zielgeweben wie glatten Muskeln, Herzmuskeln und Drüsen.
Der parasympathische Signalweg beginnt, wenn präganglionäre Neuronen Acetylcholin freisetzen. Das freigesetzte Acetylcholin bindet und aktiviert dann die Nikotinrezeptoren an den postganglionären Fasern.
Die aktivierten Zellen in den postganglionären Fasern setzen zusätzliches Acetylcholin frei und stimulieren anschließend die Muskarinrezeptoren auf dem Zielgewebe. Muskarinrezeptoren können entweder erregende oder hemmende Wirkungen fördern.
So führt die Aktivierung von Muskarinrezeptoren zur Entspannung der Schließmuskeln im Magen-Darm-Trakt. Dies fördert den Fluss von Nahrungspartikeln durch das Verdauungssystem und unterstützt die Verdauung.
Im Gegensatz dazu bewirkt die Aktivierung von Muskarinrezeptoren in der glatten Muskelschleimhaut der Blase deren Aktivierung und anschließende Kontraktion. Diese Kontraktion fördert das Wasserlassen.
Die parasympathische Signalgebung spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse. Sie beinhaltet die Freis…
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