12.4
Kolloidale Systeme beinhalten mikroskopisch kleine Partikel, die in einem Medium dispergiert werden, dem sogenannten Dispersionsmedium oder kontinuierlichen Phase.
Wenn beispielsweise eine Natriumchloridlösung einer Silbernitratlösung zugesetzt wird, bildet das entstehende Silberchlorid winzige Kristalle, wodurch ein kolloidales System statt eines filterbaren Niederschlags entsteht.
Diese kolloidalen Partikel, die dispersierte Phase, können in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand innerhalb eines Dispersionsmediums existieren.
Sols enthalten beispielsweise ein flüssiges oder festes Dispersionsmedium, während Aerosole ein Gasdispersionsmedium besitzen. Schäume enthalten entweder eine Flüssigkeit oder ein festes Dispersionsmedium. Emulsionen und kolloidale Suspensionen besitzen ein flüssiges Dispersionsmedium.
Lyophile oder lösungsmittelliebende kolloidale Systeme sind aufgrund starker Lösungsmittel-gelöste Wechselwirkungen thermodynamisch stabil. Sie bilden sich spontan aus dem trockenen Material der kolloidalen Partikel im Dispersionsmedium.
Lyophobe oder lösungsmittelhassende Kolloide sind jedoch thermodynamisch instabil und benötigen möglicherweise adsorbierte Ionen zur Stabilisi
Die Entstehung eines kolloidalen Systems lässt sich exemplarisch anhand einer Reaktion zwischen einer wässrigen Lösung mit Chloridionen (Cl−) und eine…
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