30.8
Chlorid- und Bikarbonat-Ionen sind wichtige Anionen im menschlichen Körper.
Während die Chloridionenkonzentration im Blutplasma bei etwa 95 bis 105 mEq/L liegt, liegen Bicarbonat-Ionen typischerweise zwischen 22 und 26 mEq/L im arteriellen Blut und 23 bis 27 mEq/L im venösen Blut.
Chloridionen bewegen sich leicht durch ECF und ICF durch Leckagekanäle und Antiporter, wodurch das Anionengleichgewicht in diesen Kompartimenten aufrechterhalten wird.
In den roten Blutkörperchen tragen Chloridverschiebungen mit Bicarbonat-Ionen dazu bei, den Anionenspiegel im Plasma aufrechtzuerhalten.
Chloridionen sind auch entscheidend für die Bildung von Salzsäure im Magen.
Patienten mit Chloridmangel – Hypochlorämie – zeigen oft eine flache Atmung, Muskelkrämpfe oder Tetanie, typischerweise aufgrund von Überhydration oder Aldosteronmangel.
Umgekehrt führt ein Überschuss an Chlorid – Hyperchlorämie –, der durch Dehydration oder schweres Nierenversagen entsteht, zu einer Azidose. Sie führt bei den Patienten zu Lethargie und schnellem und tiefem Atmen.
Ein Ungleichgewicht des Bikarbonatspiegels wirkt sich auf den pH-Wert des Blutes aus und führt zu Azidose oder Alkalose.
Chloridionen tragen zum osmotischen Druckgradienten bei, der die intrazelluläre Flüssigkeit (ICF) von der extrazellulären Flüssigkeit (ECF) unterschei…
Urheberrecht © 2026 MyJoVE Corporation. Alle Rechte vorbehalten.