2.8
Stellen Sie sich eine Ziegelwand vor, die ständigem Regen ausgesetzt ist; der Ziegel nimmt Feuchtigkeit auf und neigt dazu, sich leicht auszudehnen. Fehlt der Platz, um sich auszudehnen, entstehen in der Wand Druckspannungen, die zur Bildung von Rissen in der Wand führen.
Eine durchgehende Öffnung in der Wand, die sogenannte Dehnungsfuge, muss vorgesehen werden, um die Ausdehnung im Mauerwerk zu ermöglichen.
Bei einer neu errichteten Betonmauer schwindet die Wand beim Trocknen des Mörtels, was zu Zugspannungen führt.
Übersteigen diese Spannungen die Zugfestigkeit der Wand, entstehen Schwindrisse.
Diese zufälligen Risse können entlang einer Kontrollfuge eingegrenzt werden, einer absichtlich erzeugten schwachen Fuge, die kontinuierlich entlang der Wand verläuft.
Dehnungs- und Steuerfugen sind an den Stellen vorgesehen, an denen die Wände eine Stütze oder Öffnung schneiden, sowie an Stellen, an denen die Wand ihre Richtung, Höhe und Dicke ändert.
Vertikale Fugen werden in die Wände eingebaut, wenn Ziegel verlegt werden. Diese Fugen werden oft mit einem Stützstab gefüllt und mit elastischen Fugendichtstoffen abgedichtet, um das Eindringen von Feuchtigkeit und Luft in den Raum zu verhindern.
Mauerwerke unterliegen aufgrund von Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen einer leichten Ausdehnung und Kontraktion. Thermische Bewegungen im Maue…
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