13.16
Bei vielen Arzneimitteln ist die Überwachung der Konzentrationen sowohl des Wirkstoffs als auch seines Metaboliten von entscheidender Bedeutung, da beide zur therapeutischen Wirkung beitragen.
Bei einem Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion können Veränderungen der Leberfunktion die Wirksamkeit des Arzneimittels verändern. Wenn das Medikament wirksamer ist als sein Metabolit, erhöht eine Leberfunktionsstörung die Arzneimittelaktivität aufgrund höherer Arzneimittelkonzentrationen.
Ist der Metabolit dagegen wirksamer als das Medikament, nimmt die Aktivität aufgrund einer verminderten Metabolitenbildung ab.
Eine Leberfunktionsstörung wirkt sich auch auf die Ausscheidung von Medikamenten aus, die in zwei Komponenten unterteilt werden kann: die unverändert ausgeschiedene Fraktion und die metabolisierte Fraktion. Die metabolisierte Fraktion wird typischerweise von 1 - fe geschätzt.
Die Gesamtkörperclearance kann unter der Annahme berechnet werden, dass der Stoffwechsel in der Leber stattfindet und das unveränderte Arzneimittel mit dem Urin ausgeschieden wird.
Arzneimittel mit einem höheren Anteil an metabolisierten Arzneimitteln sind stärker von Veränderungen der Leberfunktion betroffen
In der Pharmakotherapie ist die Überwachung der Arzneistoffkonzentrationen von zentraler Bedeutung, insbesondere bei Substanzen, deren therapeutische…
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