13.18
Eine Beeinträchtigung der Leber erfordert nicht immer eine Anpassung der Arzneimitteldosis.
Dosisanpassungen sind nicht erforderlich, wenn das Arzneimittel hauptsächlich über die Nieren mit begrenztem Leberstoffwechsel ausgeschieden wird. Auch bei gasförmigen oder flüchtigen Medikamenten, die hauptsächlich über die Lunge ausgeschieden werden, sind sie unnötig.
Ärzte müssen den Grad der Leberfunktionsstörung beurteilen, da die Leberfunktion die Ausscheidung von Medikamenten direkt beeinflusst. Sie müssen auch die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik jedes Arzneimittels berücksichtigen, bevor sie Dosisanpassungen vornehmen.
Zum Beispiel wurde bei Aripiprazol, das zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt wird, kein signifikanter Unterschied in der Pharmakokinetik zwischen Patienten mit normaler und eingeschränkter Leberfunktion gefunden, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung erforderlich ist.
Im Gegensatz dazu wurden bei Sildenafil, das bei erektiler Dysfunktion angewendet wird, signifikante pharmakokinetische Unterschiede bei Patienten mit Leberfunktionsstörung oder älteren Menschen beobachtet, was darauf hindeutet, dass eine niedrigere Anfangsdosis erforderlich sein kann.
Eine hepatische Funktionsstörung, die durch eine verminderte Leberfunktion gekennzeichnet ist, erfordert nicht in jedem Fall eine Anpassung der Arznei…
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