2.6
Betrachten wir ein System aus drei Zahnrädern, wobei x, y und z die Drehzahlen des ersten, zweiten und dritten Zahnrads darstellen.
Der erste Gang dreht den zweiten, der wiederum den dritten dreht. Das System wird mittels der Kettenregel mit einer zweistufigen Variablenbeziehung analysiert.
Die erste Stufe drückt die Abhängigkeit der Rotation des zweiten Zahnrads vom ersten aus, wobei z eine Funktion von x ist.
Die zweite Stufe drückt die Abhängigkeit der Rotation des dritten Zahnrads vom zweiten aus, wobei y eine Funktion von z ist.
Daraus folgt, dass der Ausgang der ersten Stufe zum Eingang der nächsten wird und so eine zusammengesetzte Funktion bildet.
Ein kleiner Wechsel in einem Gang führt zu Veränderungen in den anderen. Um die momentane Änderungsrate in y auf x zu bestimmen, wird das Verhältnis von Delta y zu Delta x mit dem Grenzwert genommen, wenn Delta x sich Null nähert. Durch Einführung der Zwischenvariablen Delta z wird dieses Verhältnis umgeschrieben.
Wenn Delta x sich Null nähert, nähert sich auch Delta z Null. Dann wird der Grenzwert des Produkts der Verhältnisse als Produkt zweier Ableitungen ausgedrückt, was die Kettenregel ergibt. Dies ergibt die Ableitung einer zusammengesetzten Funktion als Ableitung der äußeren Funktion multipliziert mit der Ableitung der inneren Funktion.
Ein System miteinander verbundener Zahnräder bietet eine konkrete physikalische Interpretation der Kettenregel in der Analysis. Man betrachte drei nac…
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