3.9
Der informationsverarbeitende Ansatz erklärt, wie Säuglinge Informationen im Laufe der Zeit wahrnehmen, kodieren, speichern und darauf reagieren.
Bei diesem Ansatz ist Habituation eine Lernform, bei der eine wiederholte Exposition gegenüber einem Reiz zu einer verminderten Reaktion führt, beispielsweise einer geringeren Aufmerksamkeit gegenüber dem Reiz.
Forscher untersuchen die Habituation bei Neugeborenen, indem sie wiederholt einen Reiz wie ein visuelles Muster präsentieren.
Wenn ein neuer Reiz eingeführt wird, pausiert ein Säugling, der zuvor gesaugt hat, typischerweise oder saugt weniger, um sich darauf zu konzentrieren.
Wenn der Reiz vertraut wird, beginnen die Säuglinge erneut zu saugen, was auf eine Gewöhnung hinweist.
Die Dishabituation tritt ein, wenn ein anderer neuer Reiz erscheint.
Säuglinge lenken ihre Aufmerksamkeit erneut um und verlangsamen ihr Saugen, was auf ein erneutes Interesse hinweist.
Um die Gewöhnung und die Entwöhnung zu messen, beobachten Forscher die Reaktionen von Säuglingen wie Herzfrequenz, Saugverhalten, Augenbewegungen und sogar die Hirnaktivität.
Forscher beurteilen die Effizienz der Informationsverarbeitung von Säuglingen, indem sie beobachten, wie schnell sie sich an vertraute Reize gewöhnen.
Sie untersuchen auch, wie schnell Säuglinge ihre Aufmerksamkeit auf neue Reize lenken und wie lange sie weiterhin sowohl vertraute als auch neue Reize betrachten.
Der informationsverarbeitende Ansatz der kognitiven Entwicklung konzentriert sich darauf, wie Säuglinge Informationen wahrnehmen, beachten, speichern…
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