3.10
Der kognitivneurowissenschaftliche Ansatz verbindet das zentrale Nervensystem mit der kognitiven Entwicklung.
Es zeigt, wie bestimmte Hirnregionen kognitive Funktionen unterstützen.
Beispielsweise haben Gehirnscans Forschern geholfen, zwei unterschiedliche neuronale Systeme zu identifizieren, die implizite und explizite Formen des Langzeitgedächtnisses unterstützen.
Zunächst ist das implizite Gedächtnis die unbewusste Erinnerung an Informationen, die mit Gewohnheiten und Fähigkeiten verbunden sind.
Diese Art des Gedächtnisses entwickelt sich früh, wie Verhaltensweisen wie das Anstoßen eines bekannten Mobiles durch ein Säugling zeigen, um es in Bewegung zu setzen.
Zweitens ist explizites Gedächtnis die bewusste Erinnerung an Informationen, wie beispielsweise Namen, Fakten oder Ereignisse.
Explizites Gedächtnis entsteht, wenn Säuglinge komplexe Verhaltensweisen mit zeitlicher Verzögerung nachahmen.
Das liegt daran, dass Säuglinge eine mentale Repräsentation einer beobachteten Handlung speichern und später abrufen müssen.
Im Gegensatz zum impliziten und expliziten Langzeitgedächtnis speichert das Arbeitsgedächtnis Informationen, die aktiv genutzt werden, und entwickelt sich zwischen etwa 6 und 12 Monaten.
Das geschieht, während der präfrontale Kortex und seine verbundenen Schaltkreise reifen.
Der kognitivneurowissenschaftliche Ansatz der Entwicklung konzentriert sich darauf, wie das zentrale Nervensystem neu entstehende kognitive Fähigkeite…
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