3.13
Chomsky schlug die nativistische Perspektive der Sprachentwicklung vor, die die aktive Rolle des Lernenden betont.
Er argumentierte, dass Wortkombinationen zu zahlreich und zu komplex sind, um allein durch Imitation und Verstärkung erlernt zu werden.
Kinder bilden oft neue, korrekte Sätze, die sie noch nie gehört haben, was zeigt, dass Imitation allein die Spracherwerbung nicht erklären kann.
Chomsky schlug vor, dass das menschliche Gehirn von Natur aus darauf vorbereitet ist, Sprache zu erwerben, und Säuglinge entwickeln die Sprache genauso natürlich wie sie das Gehen lernen.
Nach seiner Ansicht verfügen Kinder von Geburt an über einen Spracherwerbsmechanismus, der als Spracherwerbsgerät bezeichnet wird.
Dieser Mechanismus programmiert das Gehirn darauf, die Sprache, die Kinder hören, zu analysieren und ihre Regeln, wie beispielsweise die Grammatiknutzung, zu erschließen.
Nativisten betrachten die frühe Fähigkeit von Säuglingen, zwischen Phonemen zu unterscheiden, als Beleg für eine angeborene Bereitschaft, Sprache zu verarbeiten.
Sie deuten außerdem darauf hin, dass fast alle Kinder ihre Muttersprache erwerben, ohne formell unterrichtet zu werden.
Die menschliche Fähigkeit zum Spracherwerb hat Forscher schon lange fasziniert. Chomskys nativistische Theorie stellte behavioristische Ansichten in F…
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