Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf den Aufbau eines tragbaren Brain-Computer-Interfaces (BCI). BCIs sind ein neuartiges Mittel der Mensch-Computer-Interaktion, das auf direkten Messungen von Gehirnsignalen beruht, um sowohl Menschen mit Behinderungen als auch Menschen mit Behinderungen zu unterstützen. Anwendungsbeispiele sind Robotersteuerung, industrielle Inspektion und Neurorehabilitation. Insbesondere haben neuere Studien gezeigt, dass sich stationäre visuell evozierte Potentiale (SSVEPs) besonders für Kommunikations- und Steuerungsanwendungen eignen, und es werden derzeit Anstrengungen unternommen, die BCI-Technologie in den Alltag zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sich das endgültige System auf tragbare, tragbare und kostengünstige Instrumente stützen. Bei der Ausnutzung von SSVEPs ist ein flackernder visueller Reiz mit festen Frequenzen erforderlich. Unter Berücksichtigung alltäglicher Einschränkungen wurde daher in dieser Studie die Möglichkeit untersucht, visuelle Reize mittels Datenbrillen zu setzen. Um die induzierten Potentiale zu detektieren, wurde zudem ein kommerzielles Gerät für die Elektroenzephalografie (EEG) in Betracht gezogen. Dieser besteht aus einem einzigen Differentialkanal mit trockenen Elektroden (kein leitfähiges Gel), wodurch ein Höchstmaß an Tragbarkeit und Tragbarkeit erreicht wird. In einem solchen BCI kann der Benutzer mit der Datenbrille interagieren, indem er lediglich auf Symbole starrt, die auf dem Display erscheinen. Nach diesem einfachen Prinzip wurde durch die Integration einer Extended-Reality-Brille (XR) in ein kommerziell erhältliches EEG-Gerät ein benutzerfreundliches, kostengünstiges BCI aufgebaut. Die Funktionalität dieses tragbaren XR-BCI wurde mit einer experimentellen Kampagne mit 20 Probanden untersucht. Die Klassifizierungsgenauigkeit lag je nach Stimulationszeit im Durchschnitt zwischen 80%-95%. Angesichts dieser Ergebnisse kann das System als Mensch-Maschine-Schnittstelle für die industrielle Inspektion, aber auch für die Rehabilitation bei ADHS und Autismus eingesetzt werden.