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S. aureus ist ein hochansteckender Krankheitserreger, der eine Reihe von Infektionen verursachen kann, darunter Haut- und Weichteilinfektionen, Sepsis, Meningitis, Lungenentzündung und Endokarditis1. Der klinische Missbrauch von Antibiotika hat zu einer erhöhten Resistenz bei S. aureus und zum Auftreten von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) geführt, der in vielen Ländern eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt2.
Obwohl S. aureus traditionell nicht als intrazellulärer Krankheitserreger eingestuft wird, deuten neue Erkenntnisse darauf hin, dass er nach einer Invasion persistent Wirtszellen besiedeln kann3. Die Fähigkeit von S. aureus, intrazellulär in Wirtsphagozyten zu überleben, wird zunehmend als ein Mechanismus anerkannt, der die metastasierende Infektion und Ausbreitung im Wirt erleichtert 4,5,6. S. aureus sezerniert verschiedene Virulenzfaktoren, die ein Immunmilieu schaffen, das sein Überleben fördert und die Fähigkeit des Wirts erschwert, es vollständig zu eliminieren7. Der akzessorische Genregulator (agr) und die Staphylokokken-Helferelemente (Sae) sind zwei wichtige Virulenzregulatoren, die eng mit dem Überleben von Staphylococcus aureus in Phagozyten zusammenhängen 8,9. Das agr-System ist ein Quorum-Sensing-Mechanismus, der die Expression zahlreicher Virulenzfaktoren in S. aureus reguliert. Es kontrolliert die Produktion von Toxinen und anderen Faktoren, die das Überleben und die Verbreitung von Bakterien erleichtern. Während einer intrazellulären Infektion spielt das agr-System eine entscheidende Rolle bei der Regulation von Virulenzfaktoren, die für die Fähigkeit des Bakteriums unerlässlich sind, sich der Immunantwort des Wirts zu entziehen und in den Wirtszellen zu überleben. Studien haben gezeigt, dass das agr-System die Fähigkeit des Bakteriums beeinflusst, aus Phagosomen zu entkommen und in Makrophagen zu überleben. Das Fehlen von agr kann zu einem verminderten bakteriellen Überleben in den Wirtszellen und einer verminderten Virulenz führen10,11. Das Sae-System ist ein Zwei-Komponenten-Regulationssystem, das die Expression mehrerer Virulenzfaktoren in S. aureus steuert. Es ist an der Regulierung von Toxinen und Enzymen beteiligt, die zur Fähigkeit des Bakteriums beitragen, in das Wirtsgewebe einzudringen und es zu schädigen. Das Sae-System spielt auch eine entscheidende Rolle für das intrazelluläre Überleben von S. aureus. Es beeinflusst die Fähigkeit des Bakteriums, der Abtötung durch Wirtsphagozyten zu widerstehen und dem autophagischen Abbau zu entgehen12,13.
Wenn Krankheitserreger eindringen, haben Makrophagen phagozytische Funktionen, die fremde Krankheitserreger verschlingen und abtöten und die adaptive Immunantwort aktivieren können14. Die meisten eindringenden Bakterien werden von Makrophagen phagozytiert, die dann verschiedene Abtötungsmechanismen aktivieren, um sie zu eliminieren. Einige S. aureus-Bakterien können jedoch in Makrophagen überleben, was zu einer anhaltenden Infektion des Wirts führt. Neben bakteriellen Proteinen beeinflusst der Wirt auch das Überleben und die Proliferation von S. aureus in Makrophagen, indem er Zytokine sezerniert 15,16,17. Einige Studien deuten darauf hin, dass S. aureus dem Abbau entgehen kann, indem er sich in Autophagosomen aufhält und so eine intrazelluläre Nische schafft, die die Verbreitung fördert18. S. aureus entgeht dem autophagischen Abbau, indem es den Autophagiefluss (z. B. LC3-II, p62) blockiert und den pH-Wert in den Autolysosomen nach der Makrophageninvasion erhöht19. Diese Immunevasion wird durch die Regulation von S. aureus-Virulenzfaktoren und Autophagie erreicht, was zu persistierenden, versteckten Infektionen führt.
Die Beseitigung intrazellulärer Infektionen von S. aureus ist entscheidend für die Behandlung persistenter und latenter Infektionen in der klinischen Praxis. Derzeit sind Antibiotika die primäre Behandlung von S. aureus-Infektionen, wobei Vancomycin als letzte Verteidigungslinie gegen MRSA-Infektionen dient20,21. Zahlreiche Studien haben jedoch gezeigt, dass bestehende Antibiotika bei der Eliminierung von intrazellulärem S. aureus sowohl invivo als auch in vitro unwirksam sind 22,23,24.
Es gibt derzeit keinen einheitlichen Standard für die verschiedenen intrazellulären Infektionsmodelle von S. aureus 25,26,27, da sich die Bedingungen der einzelnen Modelle erheblich unterscheiden. Folglich können nicht dieselben Kriterien für die Bewertung der Wirksamkeit dieser Modelle herangezogen werden. In dieser Studie haben wir ein universelles intrazelluläres Infektionsmodell von Staphylococcus aureus etabliert, indem wir die experimentellen Bedingungen optimiert haben. Dieses Modell bietet im Vergleich zu anderen Modellen einen größeren Komfort, da es die Erstinfektion von Bakterien in Zellen in vitro ermöglicht, gefolgt von der Abgabe dieser infizierten Zellen in den Körper.
Um die Mechanismen der intrazellulären S. aureus-Infektion besser zu verstehen und entsprechende Medikamente zu entwickeln, haben wir sowohl in vitro als auch in vivo Modelle etabliert. In vitro wurde erfolgreich ein stabiles intrazelluläres Infektionsmodell erstellt, indem RAW264.7 infiziert und mit Antibiotika co-kultiviert wurde. Dann wurden peritoneale Makrophagen extrahiert und zu intrazellulären Infektionen geformt. Durch Injektion dieser Peritonealmakrophagen wurde ein intrazelluläres Infektionsmodell bei Mäusen etabliert.