Methodenartikel

Standardisierung der Basket-Verwendung in der Sialendoskopie: Eine zehnjährige retrospektive Studie

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DOI:

10.3791/68055

6. Juni 2025

In diesem Artikel

Zusammenfassung

Wir stellen die Standardisierung der Basket-Verwendung in der Sialendoskopie bei obstruktiver Sialolithiasis in einer konsekutiven zehnjährigen Serie von Patienten mit obstruktiver Speicheldrüse vor, indem wir die Lokalisation, die Steinbewertung, die Größenschätzung, die Auswahl des Basket-Typs und die Auswahl der Zugangstechnik (Frontal, Side-to-Side, Back-to-Forward) beschreiben, um eine hohe Erfolgsrate bei der Entfernung zu erzielen.

Zusammenfassung

Sialolithiasis ist eine häufige Ursache für obstruktive Speicheldrüsenerkrankungen, die sowohl in der Unterkiefer- als auch in der Ohrspeicheldrüsen auftreten. Die Behandlung hat sich mit der Einführung der Sialendoskopie und der Mikroinstrumente (Körbe, Drähte und Ballons) weiterentwickelt, die es ermöglichen, intraduktale Manipulationen, einschließlich Steinentfernung und Strikturen, zu erweitern. Heutzutage ist es die wichtigste Option zur wirksamen Behandlung dieser obstruktiven Erkrankungen, was zu einer Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität führt. Ziel der vorliegenden 10-Jahres-Retrospektive ist es, die grundlegenden Schritte zur erfolgreichen Entfernung der intraduktalen Sialolithiasis mit einem Basket-Instrument zu standardisieren.

Es wurde eine konsekutive zehnjährige Serie (Januar/2014 bis Juni/2024) von Patienten mit obstruktiven Unterkiefer- und Ohrspeicheldrüsen aufgrund von Sialolithiasis analysiert, die sich einer Sialendoskopie mit einem erfolgreich entfernten Korb unterzogen. Das Verfahren wurde nach den Standards durchgeführt; Alle Eingriffe wurden auf Video aufgezeichnet und vom selben Operationsteam unter Verwendung eines halbstarren modularen Sialendoskops (1,3 mm/1,7 mm Durchmesser) mit Arbeitskanal, Speichelsonden, Dilatatoren, verschiedenen Körben (0,4 mm Durchmesser und 3, 4 und 6 Drähte) für Steine und Dilatationen durchgeführt, wobei einige zuvor beschriebene Schritte verwendet wurden.

In 10 Jahren haben wir 224 Sialendoskopien aufgrund einer speicheldrüsenobstruktiven Erkrankung durchgeführt, 84,4% aufgrund von Sialolithiasis. Die erfolgreiche Sialolithenentfernung mit dem Korb wurde mittels reiner Sialendoskopie (PS-Studiengruppe) bei 132 (69,8%) Patienten durchgeführt: 79,5% weibliche Patienten, Durchschnittsalter 44,8 Jahre; 68,9 % in der Unterkieferdrüse, 65,9 % einzelne Steine, mit 0 % schweren Komplikationen. Die grundlegenden Schritte waren: a) wie man lokalisiert; b) zu bewerten (mobil/hart/einzelner Stein); c) zur Schätzung der Sialolithengröße; d) um den Warenkorbtyp zu wählen; e) die Annäherungstechnik zu wählen (A: Frontal: 9,1 %, B: Side-to-Side: 35,6 %, C: Back-to-Forward: 55,3 %). Alle Sialolithen wurden vollständig entfernt, und die Patienten erholten sich ohne Zwischenfälle. In diesem Artikel wird die Standardisierung der Verwendung des Korbes bei der Entfernung von duktalen Steinen während der Sialendoskopie beschrieben, die notwendig ist, um eine hohe Erfolgsquote bei der Entfernung zu erzielen.

Einleitung

Die obstruktive Speicheldrüsenerkrankung ist in fast 60% der Fälle auf Sialolithiasis zurückzuführen, unter anderem auf die Strikturen, die Schleimhauttrümmer und anatomische duktale Anomalien1. Fast 80%-95% der Sialolithiasis-Fälle treten in der Unterkieferdrüse und 5%-20% in der Ohrspeicheldrüseauf 2. Dieser Zustand wurde auch durch Bilduntersuchungen nachgewiesen, in der Regel durch Ultraschall, Computertomographie oder eventuell Magnetresonanz 3,4,5.

Ihre Behandlung hat sich in den letzten 25 Jahren seit der Einführung der Sialendoskopie mit sehr dünnen, halbflexiblen Endoskopen und geeigneten miniaturisierten verwandten Instrumenten wie Pinzetten, Körben, Drähten und Ballons weiterentwickelt. Diese neuen Instrumente ermöglichten intraduktale Manipulationen, einschließlich der Entfernung von Steinen, der Erweiterung von Strikturen und der Reinigung von Schleimpfropfen während der Sialendoskopie2. In einigen speziellen Fällen können alle diese Verfahren in Kombination mit minimal-invasiven externen Zugängen angewendet werden6.

Heutzutage ist die Sialendoskopie die wichtigste Option zur effektiven Behandlung dieser obstruktiven Erkrankungen, was zu einer Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität führt 7,8,9. Dennoch gibt es keinen Artikel, der die standardisierten Grundschritte bei der Sialolithiasis-Behandlung durch Sialendoskopie mit dem Basket-Instrument eindeutig aufzeigt.

Die Verwendung eines Korbinstruments während der Sialendoskopie ist eine etablierte Technik zur Entnahme von Speichelsteinen, und sie muss innerhalb des Kanals durchgeführt werden, ein klarer Vorteil gegenüber den offenen chirurgischen Techniken, da letztere die Schleimhaut- und Hautschnitte, Nervenmanipulationen und manchmal die Exzision der Speicheldrüsen beinhalten 10,11,12. Unter diesem Gesichtspunkt wird das Wissen, wie der Korb richtig in einer gemusterten Weise verwendet wird, dem Assistenzchirurgen helfen, diese speichelobstruktiven Zustände angemessen und sicher zu behandeln, chirurgische Zeit zu sparen, die Speicheldrüse zu schonen und mögliche Komplikationen zu vermeiden 2,13,14,15,16.

Das Verfahren zur Verwendung des Korbs umfasst typischerweise die folgenden intuitiven Schritte: Identifizierung und Zugang des Speichelgangs durch ein Sialendoskop, Steinidentifizierung, Einführung des Korbes durch das Sialendoskop, Öffnen des Korbes, Steinfang und -entnahme 15,17,18. Diese Schritte werden in der Regel mit einer relativ guten Erfolgsquote in erfahrenen Händen durchgeführt, haben aber potenziell schwerwiegende Komplikationen, wie z. B. Ausriss des Speichelgangs, Drüsenschwellungen, Speielfisteln, steckengebliebener Korb im Gang, Perforationen der Speichelgänge (falsche Route - "via falsa"), traumatische Ranula und die Parästhesie des Nervus lingualis14,16.

Es gibt auch keinen detaillierten Artikel, der die standardisierte intraduktale Anwendung des Basket-Instruments während der Sialendoskopie bei einer Reihe von Patienten für eine sichere und hohe Erfolgsrate beschreibt, eine scheinbar einfache Aufgabe, die immer noch im intuitiven Modus erledigt wird. Einige Studien haben zufällige und nicht standardisierte Bewegungen des Korbes beschrieben, um den Stein im Bereich des Hilums des Stensen-Kanals zu berühren, ohne jedoch die Erfolgsraten für jedes Manöver zu erwähnen oder wie es in anderen Teilen des Hauptkanals19 angewendet wurde. Die Begründung und korrekte Anwendung der standardisierten Verwendung von Körben zur Entfernung von Speichelsteinen ermöglicht die adäquate Behandlung der Sialolithiasis mit der Sialendoskopie bei gleichzeitiger Reduzierung der Operationszeit und der damit verbundenen Komplikationen.

Die vorliegende, von den Autoren vorgeschlagene Methode sollte nach Möglichkeit in jeder Situation angewendet werden, in der intraduktale Speichelsteine entfernt werden können, hauptsächlich durch reine Sialendoskopie oder manchmal in Verbindung mit einem geplanten kombinierten Verfahren.

Im folgenden Protokoll haben wir diese wichtigen Definitionen von Annäherungstechniken verwendet.

Typ A: Frontal - Die Spitze des Korbes befindet sich am vorderen Teil des Sialolithen, und die Öffnung der Korbfäden erfolgt vor dem Sialolithen. Durch das Einträufeln einer sterilen physiologischen 0,9%igen Kochsalzlösung kann sich der Stein nach vorne in den Korb bewegen und dort eingeschlossen werden.

Typ B: Side-to-Side - Die Spitze des Korbes befindet sich neben dem Sialolithen, und während des Öffnens der Korbfäden befindet sich die Position an der Seite des Sialolithen und durch Einträufeln einer sterilen physiologischen 0,9%igen Kochsalzlösung kann sich der Stein seitlich in den Korb bewegen und eingeschlossen werden.

Typ C: Back-to-Forward - Die Spitze des Korbes befindet sich hinter dem Sialolithen, und die Öffnung der Korbdrähte ist hinter ihm angebracht, wodurch er nach vorne zum Sialolithen gebracht wird, um ihn im Korb einzufangen

Das Hauptziel dieser 10-Jahres-Retrospektive ist es, die grundlegenden Schritte zur erfolgreichen Entfernung der intraduktalen Sialolithiasis mit dem Korbinstrument zu standardisieren, die Handhabung der Instrumente und des Korbes während der Sialendoskopie zu erleichtern und das Verfahren äußerst sicher und erfolgreich zu machen.

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Protokoll

Alle Verfahren wurden nach institutionell genehmigten Protokollen in Übereinstimmung mit den ethischen Richtlinien der Institution für die Humanforschung durchgeführt und von der Ethikkommission genehmigt. Es wurde die Einverständniserklärung der Patienten eingeholt, die Operation zu Aufklärungszwecken zu filmen, bevor der Prozess begonnen wurde.

HINWEIS: Bei den empfohlenen Materialien handelt es sich um halbstarre modulare Sialendoskope, wie in der Materialtabelle aufgeführt, mit einem Durchmesser von 1,3 mm oder 1,7 mm und mit dem Arbeitskanal; Speichelsonden, konische Dilatatoren, Bougies, Körbe für Steine, Dilatatorballons, silastische Stents und sterile physiologische 0,9%ige Kochsalzlösung.

1. Präoperative Eingriffe

  1. Sobald Sie sich in einem sterilen Bereich befinden, überprüfen Sie die Sialendoskope und Stützinstrumente, indem Sie sie sorgfältig inspizieren und die Unversehrtheit des Materials überprüfen. (Abbildung 1A,B).
  2. Überprüfen und überprüfen Sie die Funktion des Korbs, indem Sie die Öffnung der Drähte außerhalb des Kanalsystems manuell gemäß den Anweisungen im Herstellerhandbuch testen. (Abbildung 1C).
  3. Kontrollieren und überprüfen Sie die Funktion des aufgeblasenen Ballons, indem Sie den Ballon mit steriler physiologischer 0,9%iger Kochsalzlösung gemäß dem vom Hersteller empfohlenen Volumen füllen, das zwischen 0,2 und 0,4 ml variiert, wobei Sie immer die Anweisungen in der Bedienungsanleitung befolgen.
  4. Überprüfen und verifizieren Sie die Funktion der Glasfaserkabel, die sie mit dem Beleuchtungssystem des Videoracks verbinden, wobei Sie zunächst eine geringe Lichtintensität von etwa 50 % der möglichen beibehalten und das andere Ende mit dem Glasfaserstecker des Sialendoskops verbinden (Abbildung 1D).
  5. Überprüfen Sie das Kabel der Videokamera und verbinden Sie die Videokamera des Videogeräts, die ordnungsgemäß mit steriler Folie geschützt ist, mit dem Videoanschluss des sialendoskops.
  6. Untersuchen und überprüfen Sie das Bild auf dem Bildschirm des Videomonitors auf das Vorhandensein von Licht sowie auf die Qualität und Bilderzeugung, während Sie versuchen, das Etikett der Drahtverpackung zu lesen.
  7. Passen Sie den Kamerazoom an, um das Bild zu fokussieren, indem Sie die Videobildanpassung drehen, um das Vorhandensein von "Waben" in dem auf dem Monitorbildschirm angezeigten Bild zu eliminieren. Verwenden Sie das Etikett auf der Drahtverpackung, um sicherzustellen, dass die Buchstaben sichtbar sind und eine bessere Bildqualität erreicht haben.
  8. Führen Sie die optische Faser in das Sialendoskop ein, wenn Sie die "Blätter" für die Sialendoskopie verwenden, und stellen Sie sie so ein, dass sie korrekt an das Material angepasst ist. Führen Sie die gleichen Schritte wie oben aus, um das Videoset zu kalibrieren.
  9. Positionieren Sie den Spülkanal des Sialendoskops kaudal, wobei sich die optische Faser in der Mitte des Instruments und der Arbeitskanal kranial befindet. Verwenden Sie das Etikett auf der Drahtverpackung, um den "Norden" des Sialendoskops auf dem Bildbildschirm korrekt zu positionieren.
  10. Schließen Sie das Kochsalzlösungsgerät, das eine vollständig sterile physiologische 0,9%ige Kochsalzlösung enthält, an den Spülkanal an und stellen Sie sicher, dass sich im Inneren keine Luftblasen gebildet haben, die die Bildung des Videobildes im Kanalsystem beeinträchtigen könnten.
  11. Überprüfen und markieren Sie die richtige Seite des Halses oder Gesichts des Patienten für die Sialendoskopie mit einem abwaschbaren chirurgischen Stiftmarker. Dasselbe tun Sie an der Speicheldrüse, an der die Sialendoskopie durchgeführt werden soll (Safe Surgery Protocol).
  12. Führen Sie alle Operationen unter Vollnarkose durch, wobei Speichelstimulatoren wie Neostigmin nach Wahl des Chirurgen verwendet werden: Einzeldosis Neostigmin für Erwachsene 0,5-2,5 mg (0,05-0,07 mg/kg), die gleichzeitig (in separaten Spritzen) mit Atropinsulfat 0,6-1,2 mg (0,02 bis 0,03 mg/kg) durch langsame intravenöse (IV) Injektion über 1 Minute verabreicht wird, mit Vorsicht, In Übereinstimmung mit den Präferenzen des Anästhesisten und gemäß dem Datenblatt des Herstellers.
  13. Führen Sie alle oben genannten Schritte durch, bevor Sie mit der Anästhesie im Operationssaal beginnen. Stellen Sie sicher, dass alle Eingriffe auf Video aufgezeichnet und vom selben chirurgischen Team für diagnostische und therapeutische Verfahren durchgeführt werden.

2. Sialendoskopie-Technik

  1. Bringen Sie den Patienten in Rückenlage unter Vollnarkose, wobei sich der Orotrachealtubus für die Sialendoskopie auf der kontralateralen Seite der Drüse befindet.
  2. Führen Sie die routinemäßige Mundasepsis und das Antiseptikum gemäß den Regeln mit geeigneter oraler Mundspülung mit 0,2 % Chlorhexidin durch und decken Sie das sterile Operationsfeld ab, wobei Sie sicherstellen müssen, dass die Seite, auf der die Sialendoskopie durchgeführt werden soll, freiliegt.
  3. Überprüfen Sie das Sialendoskop erneut, sobald das sterile Feld am Patienten bereit ist, und nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen vor: Drücken Sie beim Weißabgleich die WB-Taste an der Kamera oder im Videogerät, das sich im Videogerät befindet. Machen Sie dasselbe, um den Zoom und den Fokus auf die Kamera einzustellen.
  4. Überprüfen Sie erneut die räumliche Orientierung des optischen Instruments, die für eine sichere intraduktale Navigation notwendig ist.
  5. Legen Sie den Knebel mit offenem Mund auf die kontralaterale Seite und legen Sie die Papille der Speicheldrüse, die der Sialendoskopie unterzogen werden soll, entweder submandibuläre oder Ohrspeicheldrüse ausreichend frei.
  6. Erweitern Sie die Speicheldrüsenpapille schrittweise mit Dilatatoren, bis sie der ausreichenden Größe des Sialendoskops entspricht, um das Einführen des Sialendoskops und die korrekte Visualisierung des Kanals zu ermöglichen (Abbildung 2).
  7. Führen Sie das Sialendoskop vorsichtig in den Hauptkanal ein und schließen Sie eine 20-ml-Spritze, die mit steriler 0,9%iger physiologischer Kochsalzlösung oder sterilem isotonischem Wasser gefüllt ist, an das Spülsystem an, das mit dem Sialendoskop-Spülsystem verbunden ist.
  8. Injizieren Sie langsam und vorsichtig kleine Portionen mit niedrigem Druck ein ausreichendes Volumen der sterilen 0,9%igen physiologischen Kochsalzlösung, um den Kanal zu dehnen, der auf dem Videomonitor sichtbar gemacht wird.
  9. Navigieren Sie vorsichtig in den Kanal, sobald er aufgebläht ist, so dass das Sialendoskop mühelos und ohne größere Manöver und Verdrehungen in den Kanal eindringen kann (Abbildung 3).
  10. Untersuchen Sie den Hauptkanal, die Sekundär- und Tertiärkanäle so gut wie möglich, im Detail mit dem Sialendoskop, reinigen Sie die Schleimpfropfen mit der Kochsalzlösung, die von der Spritze in kleinen Mengen eingeträufelt wird, so viel wie nötig, um sie zu reinigen, die normalerweise das Gesamtvolumen von 60 ml während des gesamten Verfahrens nicht überschreiten sollte, unter Berücksichtigung des Verlusts (Austritts) der Kochsalzlösung in die Mundhöhle um das Sialendoskop in der Speichelpapilla.
  11. Lokalisieren Sie den/die Stein(e) im Inneren des Kanals, nachdem Sie ihn gereinigt haben, und bereiten Sie sich darauf vor, die Speichelsteinfangmanöver durchzuführen.

3. Grundlegende Schritte zur Standardisierung der Korbverwendung in der Sialendoskopie

  1. Erste Inspektion:
    1. Untersuchen Sie mit dem Sialendoskop alle Gangerweiterungen in dieser Anfangsphase, suchen Sie nach Stenosen und beurteilen Sie die Stenose entlang des Haupt-, Sekundär- und Tertiärgangs.
    2. Notieren Sie das Aussehen der Gangstenose und ihre Lage und schätzen Sie ihre Größe, indem Sie sie mit dem Hauptkanal vergleichen. (Abbildung 4). Beobachten Sie auch das Vorhandensein von Steinen nach der Stenose (falls vorhanden) und wie sich die letzte (milchiges oder klares Aussehen) auf den Speichel auswirkt (Abbildung 5).
  2. Lokalisation der Sialolithiasis
    1. Untersuchen Sie den Hauptkanal, die Sekundär- und Tertiärkanäle, indem Sie nach der ersten Inspektion direkt nach Steinen suchen, und notieren Sie, wo sich der Stein im Hauptkanal, im Sekundär- oder Tertiärkanal befindet (Abbildung 6A, B).
  3. Sialolithiasis-Schätzung
    1. Größe: Beobachten Sie den Sialolith genau und notieren Sie sich die Größe des Steins bzw. der Steine (d. h. alle Kanaldurchmesser oder kleiner als der Kanaldurchmesser) (Abbildung 7A, B).
    2. Anzahl: Identifizieren Sie, ob es sich um einen oder mehrere Steine handelt, und versuchen Sie, einen Behandlungsplan zu erstellen (ein oder mehrere Versuche) (Abbildung 8A, B).
    3. Beweglichkeit: Bewegen Sie das Sialendoskop und spülen Sie gleichzeitig die sterile 0,9%ige physiologische Kochsalzlösung vorsichtig, um die Beweglichkeit der Steine zu beobachten und zu bewerten, indem Sie ihre Eigenschaften als feste/geringe Beweglichkeit oder bewegliche Steine (entlang des Kanals schwimmend) aufzeichnen.
    4. Konsistenz: Identifizieren und versuchen Sie, die Konsistenz des Steins anhand seines physischen Aussehens zu vermuten und/oder berühren Sie ihn sanft mit dem Sialendoskop und versuchen Sie, ihn durch Berührung als hart oder weich zu empfinden.
  4. Auswahl des Korbtyps: 3, 4, 6 Drähte: Wählen Sie den geeigneten Korb basierend auf den Beobachtungen in den Schritten 3.2 und 3.3, um eine höhere Wahrscheinlichkeit zu erreichen, dass der Stein eingeklemmt wird. Beachten Sie, dass kleine Steine mehr Drähte benötigen, um das Fangmanöver zu erleichtern, und größere und kleine Mobilitätssteine weniger Drähte benötigen (Abbildung 9A, B).
  5. Annäherungstechnik
    1. Typ A: Frontal:
      1. Wählen Sie nach vollständiger Bewertung den frontalen Ansatz vom Typ A, wie oben beschrieben, indem Sie die Spitze des Korbes gegen den vorderen Teil des Sialolithen und sehr nahe daran legen (Abbildung 10A).
      2. Öffnen Sie vorsichtig die Drähte, spülen Sie die Kochsalzlösung vorsichtig aus und versuchen Sie, die Steine einzufangen, während sie die Kochsalzlösung in den Korb bewegen. (Abbildung 10B). Dieser Ansatz ist ideal für mobile, kleinere und gelegentlich weiche Steine mit dem Korb von 4 bis 6 Drähten.
    2. Typ B: Seite an Seite:
      1. Wählen Sie diese Art des Ansatzes für einen relativ beweglichen, einzelnen Stein, der kleiner ist als die Größe des Kanals. Legen Sie dazu die Spitze des Korbes neben den Stein, und auf diese Weise befindet sich der Draht an der Seite des Sialolithen. (Abbildung 11A).
      2. Spülen Sie die sterile 0,9%ige physiologische Kochsalzlösung vorsichtig mit der sanften Bewegung des offenen Korbs, um den Stein zu lösen und ihn mit dem Korb aufzufangen. (Abbildung 11B).
    3. Typ C: Back-to-Forward:
      1. Wählen Sie diese Art des Ansatzes bei Steinen in der Größe aller Kanäle mit harter Konsistenz oder einzelnen Steinen mit geringer Beweglichkeit.
      2. Setzen Sie die Spitze des Korbes hinter dem Sialolithen auf (Abbildung 12A) und stellen Sie sicher, dass Sie die Drähte hinter dem Korb öffnen. Bringen Sie danach die Drähte des Korbes leicht nach vorne und spülen Sie gleichzeitig vorsichtig die sterile 0,9%ige physiologische Kochsalzlösung (Abbildung 12B).
      3. Schließlich, nachdem die Drähte um den Stein herum sind, befestige den Stein, indem du die Korbdrähte ziehst. (Abbildung 12-C).
  6. Endkontrolle: Führen Sie die abschließende Inspektion der Kanäle durch, bevor Sie den Vorgang abschließen. Es ist der Moment, in dem der Hauptgang, der Sekundär- und der Tertiärgang neu untersucht werden, um nach Reststeinen und Stenosen zu suchen. Bereiten Sie sich darauf vor, jedes andere Problem erneut zu lösen, und wiederholen Sie die obigen Schritte bei Bedarf (Abbildung 13).
  7. Entfernen Sie das endoskopische System und beurteilen Sie die Notwendigkeit des Papillen- oder Gangstents, bringen Sie ihn in die richtige Streckung und Ausrichtung und fixieren Sie ihn mit einer nicht resorbierbaren Naht an der Schleimhaut.
  8. Beenden Sie den endoskopischen Eingriff, stoppen Sie die Videoaufzeichnung und lassen Sie den Patienten sicher aufwachen. Untersuchen Sie erneut Gesicht und Hals und suchen Sie nach einer starken Schwellung der Speicheldrüse, um Atemwegsbeschwerden zu vermeiden. Lassen Sie in diesem Fall mehr Zeit als üblich im Aufwachraum ordnungsgemäß überwacht werden.

4. Pos-operative Verfahren

  1. Halten Sie den Patienten 1 Tag lang im Krankenhaus, da bei einigen Patienten starke Schmerzen und Schwellungen im Speicheldrüsenbereich auftreten. Behandeln Sie mit Analgetika, Antibiotika (normalerweise Cefazolin) und einer sanften Diät.
  2. Mobilisieren Sie den Patienten so schnell wie möglich nach dem Eingriff.
  3. Entlassen Sie den Patienten am Folgetag, wenn keine Beschwerden vorliegen.

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Ergebnisse

In 10 Jahren haben wir 224 aufeinanderfolgende Sialendoskopien aufgrund einer speicheldrüsenobstruktiven Erkrankung durchgeführt. Davon wurden 189 (84,4 %) durch Sialolithiasis verursacht. Die erfolgreiche Sialolithenentfernung nur mit reiner Sialendoskopie (PS-Studiengruppe) wurde bei 132 (69,8%) Patienten, alle mit uniglandulärer Erkrankung, unter Verwendung des oben genannten Protokolls durchgeführt.

In der PS-Studiengruppe (n = 132) gab es 105 (79,5%) weibliche Patienten mit einem Durchsch...

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Diskussion

Gegenwärtig werden in der Allgemeinbevölkerung trotz der Heterogenität der Studien fast 60-70% der obstruktiven Speicheldrüsenerkrankungen durch Sialolithiasis verursacht. Heutzutage ist die Sialendoskopie die wichtigste Behandlungsoption, da sie Steine und Strikturen entfernt und zum Goldstandard für die Behandlung dieser Erkrankungen wird, da sie die Lebensqualität wiederherstellt und eine funktionierende Speicheldrüse intakt hält 1,7,22

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Offenlegungen

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht

Danksagungen

Keine Danksagungen

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Materialien

Liste der in diesem Artikel verwendeten Materialien
NameUnternehmenKatalognummerKommentare
Körbe für SteineHumanna medical, Brasilienhttps://www.humannamedical.com.br/post/kit-canula-para-exerese-de-calculo-salivar3,4 und 6 Drähten
BougiesKarl Storz, Tuttlingen, Deutschlandhttps://www.karlstorz.com/br/pt/search.htm?cat=1000246143variierend in 3 Größen
Konische DilatatorenKarl Storz, Tuttlingen, Deutschlandhttps://www.karlstorz.com/br/pt/search.htm?cat=1000246143einzigartige
DilatatorballonsHumanna medical, Brasilienhttps://www.humannamedical.com.br/post/kit-canula-para-exerese-de-calculo-salivar0,4 ml
Kochsalzlösung 0,9 %Fresenius Kabihttps://www.fresenius-kabi.com/br100 ml
SpeichelsondenKarl Storz, Tuttlingen, Deutschlandhttps://www.karlstorz.com/br/pt/search.htm?cat=1000246143variieren von der Anzahl 0000 bis 6
SialendoskopeKarl Storz, Tuttlingen, Deutschlandhttps://www.karlstorz.com/br/pt/search.htm?cat=1000246143verschiedene halbstarre modulare Sialendoskope mit Durchmesser  1,1mm, 1,3 mm, 1,6mm, 1,7 mm
Silastic StentsHumanna medical, Brasilienhttps://www.humannamedical.com.br/post/kit-canula-para-exerese-de-calculo-salivarin der Anzahl variierend: 4Fr, 6Fr, 8Fr
Video-Set-Gerätewagen und Monitorwagen, KabelKarl Storz, Tuttlingen, Deutschlandhttps://www.karlstorz.com/br/pt/online-catalog.htmbestehend aus Videomonitor, Licht Xenon 300, Videorecorder Kamera

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