Massive Risse der Rotatorenmanschette (MRCTs) sind definiert als Risse, an denen mindestens zwei Sehnen beteiligt sind oder die breiter als 5 cm sind. Etwa 20 % der primären Risse der Rotatorenmanschette und 80 % der rezidivierenden Risse fallen in diese Kategorie 1,2. Die dokumentierte Rate des Behandlungsversagens bei MRCTs liegt bei etwa 40 %3. In einigen Fällen gelten MRCTs aufgrund von Muskelatrophie, Fettinfiltration und schwerer Sehnenkontraktur als irreparabel, was eine anatomische Reparatur mit geringer Spannung unmöglich macht 4,5. Einige Forscher haben von einer Inzidenz von MIRCTs von bis zu 30 % berichtet6,7. Aufgrund der zunehmenden Prävalenz von Schulterschmerzen bei älteren Patienten und der eskalierenden Anforderungen an tägliche Aktivitäten und Bewegung sowie der einzigartigen Eigenschaften von MIRCTs erfordert die Behandlung einen äußerst komplizierten und entscheidenden Entscheidungsprozess.
Die derzeitigen Therapiestrategien für MIRCTs umfassen ein Spektrum von Eingriffen, das von der konservativen Behandlung bis hin zu fortschrittlichen chirurgischen Techniken wie der Superior-Kapselrekonstruktion (SCR) und der reversen Schultertotalendoprothetik (RTSA) reicht 8. Die richtige Behandlung hängt von einer umfassenden Abwägung verschiedener Faktoren ab. Die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette gilt als primäre Behandlung für ältere Patienten mit geringem Bedarf und nicht-schulterbezogener Arthrose9.
Das Rotatorenseil (RC), das sich vom vorderen Rand des Supraspinatus bis zum hinteren Rand des Infraspinatus erstreckt, fungiert als biomechanisches Aufhängungssystem, das das Kraftgleichgewicht in der koronalen Ebene innerhalb des Rotatorenmanschettenkomplexes10 aufrechterhält. Es gibt Hinweise darauf, dass die kombinierte Technik der Reparatur der Rotatorenmanschette und der Rekonstruktion des vorderen Kabels unter Verwendung der proximalen Bizepssehne bei Patienten mit massiven retrgezogenen anterosuperior L-förmigen Rissen der Rotatorenmanschette zufriedenstellende funktionelle und anatomische Ergebnisse erzielt11. In einer früheren Studie wurde die Rekonstruktion des vorderen Rotatorenkabels mit einem V-förmigen Allotransplantat der Kniesehne zur Behandlung von MIRCTs erfolgreich erreicht, was eine günstige biomechanische Funktionalität zeigte12.
Es wurde berichtet, dass die Hintere Kabeleinführung eine entscheidende Rolle als Verbindungsstruktur zwischen dem Teres minor (TM), dem Infraspinatus (ISP) und dem Supraspinatus (SSP) spielt. Dies hat zur Folge, dass ein vollständiger Riss des gesamten Kabels bei Patienten zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Schulterfunktion führenkann 13. In einer früheren Studie wurde die Wirksamkeit der nahtbasierten Kabelrekonstruktion bei der teilweisen Reparatur der Rotatorenmanschetteuntersucht 14. Basierend auf früheren Forschungen wenden wir die Technik der Ganzrotatorenkabelrekonstruktion (WRCR) zur Behandlung von MIRCTs an. Theoretisch bietet diese Technik ein größeres Potenzial zur Wiederherstellung eines optimalen Gleichgewichts in der koronalen Ebene und verbessert mit größerer Wahrscheinlichkeit die Schulterfunktion des Patienten, wenn die Rotatorenmanschette nicht vollständig repariert werden kann, ohne Spannung anzuwenden.