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Research Article
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Erratum Notice
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Retraction Notice
The article Assisted Selection of Biomarkers by Linear Discriminant Analysis Effect Size (LEfSe) in Microbiome Data (10.3791/61715) has been retracted by the journal upon the authors' request due to a conflict regarding the data and methodology. View Retraction Notice
Hier stellen wir eine detaillierte Methodik zur Isolierung der Netzhaut vom Mausauge für erweiterte ex vivo-Experimente zur Verfügung. Dieses Protokoll unterstreicht die Zugänglichkeit dieses technisch anspruchsvollen Ansatzes für Forscher, die die Forschungsmöglichkeiten nutzen möchten, die sich durch die In-situ-Haltung von retinalen Gliazellen in lebendem Gewebe bieten.
Die Rolle der Gliazellen beim Glaukom ist ein zunehmend prominentes Forschungsthema, aber es ist noch viel darüber unbekannt, wie Populationen dieser Stützzellen - nämlich Astrozyten und Mikroglia - das Überleben der retinalen Ganglienzellen beeinflussen. Während In-vivo - und In-vitro-Modelle ein gewisses Maß an Einsicht bieten, weisen beide Ansätze erhebliche Einschränkungen auf, wie z. B. den Einfluss der peripheren Immunantwort bei ersteren und Veränderungen der physiologischen Funktion, die durch Zellisolierung und -kultur induziert werden, bei letzteren. Um diese Störfaktoren zu minimieren, haben wir ein ex vivo retinales Explantatsystem entwickelt, in dem Astrozyten, Mikroglia und andere retinale Zelltypen für einen Zeitraum von mindestens 3 Tagen in situ gehalten werden können, was eine gezielte Untersuchung mit einem höheren Durchsatz ermöglicht, als dies mit in vivo Modellen typischerweise möglich ist. Entscheidend ist, dass dieser Ansatz sehr gut für Methoden geeignet ist, die bei einem lebenden Tier eine Herausforderung oder nicht durchführbar wären, aber dennoch mit gängigen nachgelagerten Assays von intaktem Nervengewebe kompatibel bleibt. Hier präsentieren wir ein Protokoll, das für die Isolierung und Kultivierung intakter retinaler Explantate geeignet ist, zusammen mit repräsentativen Ergebnissen der Immunfluoreszenzmikroskopie, die die Veränderungen von Gliazellen und retinalen Ganglienzellen in der ex vivo Netzhaut dokumentieren.
Die lichtempfindliche Netzhaut, eine Erweiterung des Zentralnervensystems (ZNS), die sich im hinteren Teil des Auges befindet, ist für das Sehvermögen unerlässlich, aber sowohl anfällig für akute Verletzungen als auch für chronische Krankheiten. Wie bei anderen ZNS-Regionen werden Neuronen in der adulten Netzhaut nicht ersetzt, wenn sie verloren gehen, und die retinalen Ganglienzellen (RGCs), die visuelle Informationen aggregieren und an das Gehirn weiterleiten, sind besonders anfällig für Funktionsstörungen und Tod beim Glaukom, was zu einem irreversiblen Sehverlust führt 1,2. Das Glaukom ist weltweit eine der Hauptursachen für Erblindung3, doch trotz der verheerenden Auswirkungen auf die Betroffenen und der Gesamtkosten für die Gesellschaft ist noch viel darüber unbekannt, wie die frühen Stadien der Krankheit zum RGC-Verlust beitragen4. Die Rolle der Gliazellen ist ein wichtiges Forschungsgebiet in der Pathophysiologie des Glaukoms, da diese nicht-neuronalen Stützzellen für das Überleben von RGCs unerlässlich sind5, aber phänotypische Veränderungen in der Krankheit erfahren, die das vorteilhafte Verhalten verringern können6 oder sogar die Annahme schädlicher Phänotypen vorantreibenkönnen 7. Obwohl der Begriff Glia eine Reihe von spezialisierten Zelltypen im gesamten ZNS umfasst8, können diese grob in zwei Kategorien unterteilt werden - solche, die eine Entwicklungslinie mit Neuronen teilen und trophische, energetische und strukturelle Unterstützung bieten9, und solche mit myeloischem Ursprung, die spezialisierte Immunüberwachungs- und Reaktionsaufgaben ausführen10. Vertreter beider Kategorien - Astrozyten und Müller-Zellen in ersterem, Mikroglia in letzterem - bevölkern die Netzhaut5 und durchlaufen beim Glaukom große Veränderungen, die erhebliche Fragen über ihre Rolle beim Fortschreiten der Krankheit und beim Überleben von RGCs aufwerfen11.
Die Bemühungen, diese Fragen zu beantworten, werden zum Teil durch intrinsische Eigenschaften der retinalen Gliazellen behindert, die sowohl für die In-vivo- als auch für die In-vitro-Untersuchung eine Herausforderung darstellen. Im Gegensatz zu Neuronen sind sie elektrisch relativ leise, so dass Ansätze wie ERG, die eine funktionelle Bewertung von RGCs und Photorezeptoren in vivo ermöglichen, ungeeignet sind, um Veränderungen der Gliafunktion und des Gliaverhaltens zu untersuchen. Und obwohl induzierbare12- und spontane13-Modelle des Glaukoms verfügbar sind, ist noch viel unbekannt über Veränderungen der Gliazellen zu den frühesten Zeitpunkten der Krankheit, die einem nachweisbaren RGC-Verlust vorausgehen können, ein Problem, das durch die unterschiedliche Penetranz des Krankheitszustands in vielen dieser Modelle noch verschärft wird. Darüber hinaus deuten Hinweise sowohl aus klinischen als auch aus experimentellen Glaukomen darauf hin, dass periphere Immunzellen Beiträge leisten, die schwer von denen der Mikroglia zu unterscheiden sind, trotz Indikatoren, dass sie in unterschiedliche "Richtungen" wirken können, um das Fortschreiten der Krankheit zu beeinflussen14,15.
Auch bei der Untersuchung von retinalen Gliazellen in vitro gibt es zahlreiche Herausforderungen. Obwohl die Isolierung und Kultur von Astrozyten16,17 und Mikroglia18 aus dem Gehirn gut etabliert ist, zeigen neuere Arbeiten eine umfangreiche gliale Heterogenität zwischen ZNS-Regionen, insbesondere bei Astrozyten19, und Phänotypen, die in einer Region vorhanden sind, sind möglicherweise nicht in Gliazellen aus einer anderen, wie z. B. der Netzhaut, vorhanden20,21. Die direkte Isolierung von retinalen Astrozyten und Mikroglia für die Studie ist jedoch eine besondere Herausforderung, da beide Zelltypen relativ selten sind - jeder macht weniger als 1% der geschätzten 6,5 Millionen Zellen in der Netzhaut der Maus aus 22,23,24. Darüber hinaus sind Gliazellen im Gegensatz zu Neuronen hochplastisch und passen sich schnell an dramatische Veränderungen in ihrer Umgebung an 16,18,25; Infolgedessen können Verhaltensweisen, die in diesen Zellen in vitro beobachtet werden, spezifische Anpassungen an ihre neue Umgebung darstellen und nicht phänotypische Muster, die typischerweise bei Gesundheit oder Krankheit zu beobachten sind. Angesichts der Einschränkungen sowohl bei In-vivo-Experimenten als auch bei der Primärkultur von retinalen Gliazellen haben wir nach einem Zwischenansatz gesucht - retinalen Explantaten -, bei dem Glia, RGCs und andere Elemente der Netzhaut in situ in einem ex vivo-Kontext konserviert werden. Im Vergleich zu In-vivo-Modellen bietet dieser Ansatz einen verkürzten experimentellen Zeitverlauf26, ermöglicht eine direkte experimentelle Manipulation von retinalen Gliazellen27 und vermeidet den potenziell verwirrenden Einfluss der peripheren Immunzellinfiltration14. Umgekehrt kommt es im Gegensatz zur primären Zellkultur zu einer minimalen Störung der extrazellulären Umgebung, und die Gliazellen bleiben intakt und morphologisch erkennbar, wodurch die Herausforderungen vermieden werden, die mit dem wesentlichen Nachwachsen und der Identifizierung dieser Zellen nach enzymatischer und mechanischer Zerstörung verbunden sind16,25.
Im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Methoden der retinalen Explantation liegt der Schwerpunkt bei diesem Ansatz auf der technischen Zuverlässigkeit, der Reproduzierbarkeit und der Maximierung der "Benutzerfreundlichkeit" des Ansatzes, um die Zugänglichkeit zu verbessern26,28. In persönlichen Gesprächen mit anderen Forschern stellten wir fest, dass die technischen Herausforderungen, die mit der Handhabung der lebenden Netzhaut verbunden sind, eine große Hürde für viele darstellen, die Explantate verwenden möchten, während die Pflege der explantierten Netzhaut in Kultur für Gruppen mit geeigneten Zellkultureinrichtungen relativ einfach war. Daher enthält dieses Protokoll eine Reihe von Innovationen, die die mit der Netzhautisolierung verbundene Lernkurve verkürzen und es den Forschern ermöglichen sollen, schneller mit der Sammlung experimenteller Daten zu beginnen. Obwohl wir besonderen Wert auf das Potenzial dieses Explantatmodells für die Untersuchung des Verhaltens retinaler Gliazellen gelegt und es hauptsächlich mit Immunfluoreszenzmikroskopie charakterisiert haben, sind auch andere retinale Zelltypen und Strukturen weitgehend konserviert, und die explantierten Netzhäute bleiben für eine Vielzahl zusätzlicher Untersuchungstechniken zugänglich.
Alle Verfahren mit Tieren wurden vom Institutional Animal Care and Use Committee (IACUC) des Schepens Eye Research Institute genehmigt (Protokoll # 2022N000030, genehmigt am 3.4.2025). Die Tiere wurden in Übereinstimmung mit der Erklärung der Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO) für die Verwendung von Tieren in der Augen- und Sehforschung behandelt.
HINWEIS: Abbildung 1 zeigt die wichtigsten Schritte bei der Isolierung von lebender Netzhaut aus dem enukleierten Mausauge.

Abbildung 1: Eine schematische Darstellung der wichtigsten Schritte bei der Isolierung von lebender Netzhaut aus dem enukleierten Mausauge. Die entsprechenden Schrittnummern der Schlüsselschritte sind in Kreisen angegeben. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.
1. Vorbereitung
2. Isolierung und Montage
3. Überführung auf Nährmedien und Pflege
4. Fixierung für die Immunfärbung (fakultativ)
Auf der makroskopischen Skala bleiben explantierte Netzhäute sowohl zum 1- als auch zum 3-Tage-Zeitpunkt im Wesentlichen unverändert, obwohl sie zu letzterem Zeitpunkt relativ fragil werden, was eine sorgfältige Handhabung vor der Fixierung oder anderen experimentellen Endpunkten erfordert. Die Netzhaut sollte relativ flach sein, ohne Falten (was zu einer lokalen Störung der Diffusion von Sauerstoff und Nährstoffen führen kann) und im Medium zwischen der Luft-Flüssigkeits-Grenzfläche und dem Zellkultureinsatz suspendiert sein. Am 3. Tag kann sich ein schwacher Streifen auf der Unterseite des Einsatzes unter dem suspendierten Gewebe bilden. Die Untersuchung mit der Hellfeld-Phasenkontrastmikroskopie deutet auf eine moderate Menge an Zelltrümmern hin, wahrscheinlich die äußeren Segmente degenerierender Photorezeptoren, insbesondere zwischen dem 24-Stunden- und dem 72-Stunden-Zeitpunkt. Dies ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, wie fragil Photorezeptoren sind und sie auf ein RPE-Substrat angewiesen sind, das während der retinalen Isolierung weitgehend verloren geht. Erscheint das Medium selbst jedoch trüb, sollte die Möglichkeit einer mikrobiellen Kontamination untersucht werden. Obwohl wir die Netzhaut während des anfänglichen Isolierungsprozesses außerhalb einer Biosicherheitswerkbank gehandhabt haben, konnten wir in keiner unserer Proben eine mikrobielle Kontamination nachweisen, was darauf hindeutet, dass die Verwendung von sterilen Puffern, die Aufnahme von Penicillin (100 U/ml) und Streptomycin (100 μg/ml) in Kulturmedien und eine sorgfältige aseptische Technik in der Gewebekulturumgebung ausreichend waren, um eine nachweisbare Kontamination innerhalb des untersuchten Zeitrahmens zu vermeiden.
Mikroskopische Beurteilung mittels Immunfluoreszenz
In der Netzhaut orientieren sowohl Astrozyten als auch Mikroglia (zusammen mit Ganglienzellen) ihre Zellkörper typischerweise parallel zur Netzhautoberfläche, wodurch sie sich gut für die Beurteilung mit Immunfluoreszenzmikroskopie eignen. Um großflächige Veränderungen in retinalen Gliazellen zu untersuchen, verglichen wir Netzhaut, die isoliert und 3 Tage lang als Explantate aufbewahrt worden war, mit naiven "Schein"-Explantaten, die bis Schritt 2.18 des Protokolls identischen Isolationsverfahren unterzogen wurden, woraufhin sie für die Färbung fixiert wurden (siehe Schritte 4.1-4.4) und nicht in vitro aufbewahrt wurden. Während einzelne Astrozyten und Mikroglia infolge von Veränderungen der explantierten Netzhaut phänotypische Veränderungen (Reaktivität in Astrozyten und Aktivierung in Mikroglia, siehe unten) erfahren, sind in diesen Populationen auch nach 3 Tagen in vitro großflächige Veränderungen sichtbar (Abbildung 2), wobei die Mikroglia Anzeichen einer Migration aus ihren typischerweise nicht überlappenden Domänen zeigen (Abbildung 2A,D) und Astrozyten, die die Nähe ihrer Assoziation mit dem oberflächlichen retinalen Gefäßsystem verringern (Abbildung 2B,E).
Obwohl die Untersuchung von RGCs nicht der Hauptfokus dieses Protokolls ist, haben wir ihre Dichte zusammen mit der Astrozyten- und Mikroglia-Reaktion nach 24 h und 72 h ex vivo bewertet (Abbildung 3A-L) und das RGC-Überleben zum 24-Stunden-Zeitpunkt quantifiziert (Abbildung 3M), da dies eine wertvolle Metrik ist, die bei der Bewertung von Veränderungen der Glia-Phänotypen berücksichtigt werden sollte. Darüber hinaus wurden bei der genaueren Untersuchung von Astrozyten und Mikroglia auch Veränderungen in Müller-Zellen (Abbildung 2B,E) - spezialisierten radialen Gliazellen der Netzhaut - und Hyalozyten (Abbildung 4) festgestellt, einer Klasse von grenzassoziierten Makrophagen, die auf der vitrealen Seite der retinovitrealen Grenzfläche zu finden sind. Sowohl für die qualitative als auch für die quantitative Bildgebung wurden die Proben fixiert und mit häufig verwendeten Markern von Astrozyten (GFAP), Mikroglia (Iba1) und RGCs (Brn3a) gefärbt. In dieser Studie wurden zusätzlich der homöostatische Mikroglia-Marker TMEM119 verwendet, um Veränderungen in den Mikroglia zu untersuchen (Abbildung 4C,G) und der Hyalozytenmarker CD206 (Abbildung 4B,F), um diese beiden Zelltypen zu unterscheiden, die beide Iba1 exprimieren (Abbildung 4A,E).
Überleben von retinalen Ganglienzellen
Nach 24 Stunden zeigte die RGC-Dichte einen bescheidenen, aber deutlichen Rückgang gegenüber Schein-Explantaten (Abbildung 3M). Sowohl für 24-Stunden- als auch für Schein-Netzhäute (n = 4 für jede Bedingung) wurden 9 interessierende Regionen der mittleren Peripherie pro Netzhaut (insgesamt 36) abgebildet, und Brn3a+- Zellen in jeder abgebildeten Region wurden manuell mit dem Zellzählermodul in ImageJ gezählt. Dieser Ansatz ergab eine Dichte von 3659 RGCs pro mm2 (SD +/- 490) in Scheinnetzhaut, was mit früheren Berichten über adulte Mäuse dieses Stammes (das weit verbreitete C57BL/6)24 übereinstimmt. Zählungen auf Netzhäuten nach 24 h in vitro zeigten eine Dichte von 2464 RGCs promm2 (SD +/- 907), was einem Rückgang von 32,7% im Vergleich zu Scheinknochen entspricht. Obwohl auch ein 72-Stunden-Zeitpunkt untersucht wurde, war es schwierig, das Überleben zu diesem Zeitpunkt aufgrund mehrerer Faktoren genau zu quantifizieren, darunter eine hohe regionale Variabilität innerhalb der einzelnen Netzhäute und eine signifikante Zunahme des Hintergrunds in der Brn3a-Färbung auf diesen Proben. Angesichts der Klarheit der Färbung für andere Marker, die zu diesem Zeitpunkt an Proben verwendet wurden - einschließlich GFAP, Iba1, CD206 und TMEM119 - vermuten wir, dass dies auf die Verwendung eines von der Maus abgeleiteten Anti-Brn3a-Antikörpers zurückzuführen ist, und würden die Verwendung eines Antikörpers empfehlen, der in einer anderen Wirtsspezies gezüchtet wurde, für Forscher, die das RGC-Überleben auf explantiertem Gewebe genauer quantifizieren möchten.
Mikroglia und Hyalozyten
Um die Veränderungen der Mikroglia qualitativ zu beurteilen, verwendeten wir den myeloischen Zellmarker Iba1, der von Mikroglia in der Netzhaut und anderswo stark exprimiert wird. Mikroglia zeigen dramatische morphologische Veränderungen, wenn sie durch Stress oder Verletzung aktiviert werden, die auch ohne zusätzliche Marker beurteilt werden können, und wir beobachteten ein moderates Maß an morphologischer Veränderung nach 24 h in vitro (Abbildung 3F), wobei sich die Anzahl der Mikrogliaprozesse verkürzte und abnahm. Bis zum 72-Stunden-Zeitpunkt war diese Transformation noch weiter fortgeschritten, wobei viele Mikroglia eine kompakte amöboide Morphologie mit wenigen oder gar keinen sichtbaren Prozessen annahmen (Abbildung 3J). Es wurde auch eine Veränderung der Mikrogliaverteilung festgestellt, als die Mikroglia von den regelmäßigen, nicht überlappenden Abständen, die in der Scheinnetzhaut zu sehen sind (Abbildung 2A), zu einer regionalen Aggregation übergingen, die zum 72-Stunden-Zeitpunkt zu sehen war (Abbildung 2D). Darüber hinaus TMEM119 die Expression des homöostatischen Mikroglia-Markers dramatisch von klaren und ubiquitären Werten, die in Scheinnetzhäuten beobachtet wurden (Abbildung 4C), auf eine nahezu völlige Abwesenheit von Immunreaktivität nach 3 Tagen in vitro zurückgegangen (Abbildung 4G). Zusammengenommen deuten diese Hinweise auf eine große Verschiebung hin zu einem aktivierten Phänotyp in retinalen Mikroglia hin, die auf Veränderungen der Netzhaut ex vivo zurückzuführen ist.
Bei der Entwicklung dieses Protokolls stellten wir auch fest, dass wir Hyalozyten erfassten, eine Population von grenzassoziierten Makrophagen (BAMs), die an der vitreoretinalen Oberfläche gefunden wurden29. Diese Zellen, die wie Mikroglia Iba1 exprimieren, neigen dazu, amöboider zu sein als nicht aktivierte Mikroglia und exprimieren keine TMEM119; Diese Unterscheidungen gehen jedoch in vitro typischerweise bei der 72-h-Marke verloren, wenn die Mikroglia amöboider werden und TMEM119 Expression herunterregulieren (Abbildung 4). Unter diesen Bedingungen können Hyalozyten (die viel weniger dicht sind als Mikroglia, wobei veröffentlichte Schätzungenvon 29 etwa 10 pro Quadratmillimeter berichten) jedoch durch ihre Expression von CD206 unterschieden werden, die über die untersuchten Zeitpunkte konserviert ist (Abbildung 4B,F). Das Vorhandensein von Hyalozyten in isolierten Proben hängt stark vom Ausmaß der Glaskörperentfernung während der Probenvorbereitung ab, und die aggressive Entfernung des Glaskörpers eliminiert diese Zellen vollständig in der mittleren Peripherie.
Astrozyten und Müller-Zellen
Im Gegensatz dazu zeigen Astrozyten relativ bescheidene Signaturen von Reaktivität und behalten zu den Zeitpunkten 24 h und 72 h ihre charakteristische Kachelung der inneren Netzhautoberfläche, den Kontakt mit dem retinalen Gefäßsystem und nur moderate Hinweise auf Hypertrophie und strukturelle Veränderungen bei (Abbildung 2B, E; Abbildung 3C,G,K). Umgekehrt ist die Müller-Zell-Expression von GFAP am ersten Tag zwar gering bis nicht nachweisbar (ähnlich wie bei Shams), aber am Tag 3 ist die Müller-Zell-Expression von GFAP zunehmend nachweisbar. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Nähe der Geweberänder - sowohl an der Peripherie der Netzhaut als auch entlang der entlastenden Schnitte, die bei der Netzhautdissektion gemacht werden, damit das Gewebe in Kultur flach liegen kann (Abbildung 2E). Gruppen, die Explantate über einen längeren Zeitraum in Kultur untersucht haben, haben einen dramatischen Anstieg der Marker für die Astrozyten- und Müller-Zell-Reaktivität nach dem 3-Tage-Zeitpunkt30 beschrieben. Das Auftreten einer offensichtlichen Verzögerung zwischen der Reaktion von RGCs und Mikroglia und der von Astrozyten innerhalb dieses relativ kurzen Zeitrahmens ist jedoch an sich schon auffällig und könnte Hinweise auf die Phänomene geben, die die Veränderungen in diesen explantierten Netzhäuten bestimmen.
Das relativ homöostatische Aussehen von Astrozyten und Müller-Zellen macht sie auch zu hervorragenden Indikatoren für physische Schäden, die lebendes Gewebe erlitten hat. In Bereichen, in denen das Gewebe entweder absichtlich geschnitten (Schnittwunden entlastet) oder versehentlich beschädigt wurde, regulieren Astrozyten und Müller-Zellen GFAP stark hoch, wodurch Bereiche mit mechanischer Schädigung des Gewebes hervorgehoben werden, die sonst maskiert werden könnten (Abbildung 4J). Umgekehrt kann eine übermäßig aggressive Glaskörperentfernung, die die ILM schädigt, aufgrund ihrer engen Assoziation mit der inneren Grenzmembran (ILM) zu großen astrozytären Schäden innerhalb einer Region führen (Abbildung 4K), möglicherweise einschließlich des vollständigen Verlusts von Astrozyten darin. Es wurde beobachtet, dass solche Ereignisse mit schlechten experimentellen Ergebnissen verbunden sind.
Erkennen und Beheben von mechanischen Verletzungen
Als dünne Schicht aus Nervengewebe ist die Netzhaut sehr anfällig für mechanische Verletzungen und Stoffwechselstörungen, und die meisten Schwierigkeiten bei der erfolgreichen Isolierung der Netzhaut und ihrer Aufbewahrung als Explantat in Kultur sind auf diese Anfälligkeiten zurückzuführen. Mechanische Verletzungen treten hauptsächlich während der Isolation auf und sind oft leicht zu identifizieren, erfordern aber möglicherweise viel Übung, um sie zu minimieren. Einige Formen der Schädigung - wie z.B. das Einreißen der Netzhaut durch Adhäsion der Peripherie am Ziliarkörper - sind leicht erkennbar und ermöglichen den Ausschluss betroffener Proben. Auch subtilere Verletzungen sind möglich und können sich dennoch auf die Versuchsergebnisse auswirken, aber glücklicherweise können diese mit der Immunfluoreszenzmikroskopie, wie unten beschrieben, nachgewiesen werden.
Das Hauptrisiko für eine Schädigung während der Netzhautisolierung besteht bei der Entfernung von überschüssigem Glaskörper, der aufgrund seiner gallertartigen Konsistenz und optischen Transparenz selbst für diejenigen mit Erfahrung im Umgang mit lebenden Netzhäuten eine Herausforderung darstellen kann. Obwohl das Protokoll sorgfältig optimiert wurde, um die Risiken in diesem Stadium zu reduzieren, bleibt eine Schädigung der inneren Netzhaut, insbesondere des ILM, möglich. Während diese Art von Schädigung makroskopisch schwer zu erkennen sein kann, bedeutet die enge Assoziation der retinalen Astrozyten mit der Membran, dass eine größere Schädigung des ILM mit einer entsprechenden Schädigung oder Ablation von Astrozyten einhergeht, wie die Färbung des Astrozytenmarkers GFAP zeigte (Abbildung 4K). Glücklicherweise ist es nicht unbedingt erforderlich, den Glaskörper für Explantate vollständig zu entfernen, obwohl ein Überschuss die periphere Netzhaut in einem "umgeklappten" Zustand verankern kann, was zu Stoffwechselschäden durch blockierte Diffusion in vitro führt (siehe "Stoffwechselverletzung" unten). Um den Glaskörper zu visualisieren und sich mit seinen physikalischen Eigenschaften vertraut zu machen, kann man kleine Volumina eines vitalen Farbstoffs verwenden, z. B. 0,4 % Trypanblau31. Obwohl die von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Formulierungen von Trypanblau in der Augenchirurgie weit verbreitet sind, kann sich der Farbstoff auf nachgelagerte Anwendungen auswirken - insbesondere auf fluorometrische und kolorimetrische Assays - und wir empfehlen, seine Verwendung auf Trainingskontexte zu beschränken.
Die Trennung der äußeren Netzhaut von der Augenmuschel birgt auch ein erhebliches Risiko für ein Durchstechen oder Zerreißen der Netzhaut, was zu einem umfangreichen RGC-Verlust in benachbarten Regionen führen und die Aktivierung der Mikroglia und die Astrozytenreaktivität erhöhen kann, und betroffene Proben sollten von Experimenten ausgeschlossen werden. Während diese Form der Schädigung oft makroskopisch offensichtlich ist, wurden auch subtilere Verletzungen festgestellt, wie z. B. penetrierende Vorfälle, die die Netzhaut nicht vollständig durchbohrten, aber dennoch zu schlechten experimentellen Ergebnissen führten. Obwohl solche Vorfälle nicht sofort offensichtlich sind, ist ein Schlüsselmerkmal von Astrozyten in der Netzhaut und anderswo ihre Reaktion auf mechanische Verletzungen, zu denen auch eine Hochregulierung des intermediären Filaments GFAP gehört. Daher kann die Färbung mit GFAP ansonsten subtile mechanische Verletzungen aufdecken (Abbildung 4J).
Obwohl die Linderung von Schnitten entscheidend ist, damit die Netzhaut in flachen Medien flach liegen kann und eine gleichmäßige Diffusion von Sauerstoff und Nährstoffen gewährleistet ist, sind sie von Natur aus eine Form der Gewebeschädigung, wie sich in einer Zunahme der GFAP-Expression und einer Abnahme der RGC-Dichte entlang der Schnittkante zeigt. Wenn diese Grenzbereiche gegebenenfalls von der Analyse ausgeschlossen werden, können ihre Auswirkungen auf die experimentellen Messwerte minimiert werden. Allerdings sollte auch bei Schnitten darauf geachtet werden, dass sie relativ gleichmäßig große "Lappen" erzeugen, da wir festgestellt haben, dass besonders schmale Lappen durch abgeschwächte zentrale Regionen mit konstant geringer Gliaaktivierung/-reaktivität und relativ hohem RGC-Überleben gekennzeichnet sind und daher möglicherweise nicht für eine vergleichende Analyse geeignet sind.
Metabolische Schädigung
Da die Isolierung und Explantation der Netzhaut selbst eine Form schwerer mechanischer und metabolischer Verletzungen ist, kann es schwierig sein, zusätzliche Stoffwechselschäden zu identifizieren und zu beheben. Eine Ausnahme bildet das Kräuseln oder Falten der Netzhaut in Kultur, da dies makroskopisch sichtbar sein und lokalisierte Zonen mit übertriebener Schädigung hervorrufen kann, wahrscheinlich aufgrund einer verminderten Diffusion von Nährstoffen und Sauerstoff. Typischerweise ist diese Faltung mit einem Überschuss an Glaskörper in der Nähe des Netzhautrandes verbunden, der das Gewebe seitlich oder in Richtung des Sehnervenkopfes ziehen kann, und tritt häufig auf, wenn ein verbleibender Ziliarkörper an der Netzhautperipherie vorhanden ist. Daher muss trotz der inhärenten Risiken der Glaskörperablation (und der potenziell heilsamen Wirkung des Verbleibens von Hyalozyten beim Belassen eines Teils des Glaskörpers) die Menge des Glaskörpers reduziert werden, um sicherzustellen, dass die Netzhaut in vitro relativ flach liegt. Wir fanden heraus, dass, wenn der im Winkel zwischen Ziliarkörper und Netzhaut eingeschlossene Glaskörper erfolgreich entfernt wird (Schritt 2.7 des Protokolls), die Netzhaut montiert und kultiviert werden kann, auch wenn der Ziliarkörper verbleibt; In den meisten Fällen kann durch vorsichtiges Bürsten (oder außergewöhnlich vorsichtige Verwendung einer Pinzette) genug von diesem Glaskörper entfernt werden, um die Probe zu erhalten.
Aufgrund der Herausforderung, den Ursprung diffuserer metabolischer Verletzungen zu identifizieren, empfehlen wir dringend, das Risiko proaktiv zu minimieren, indem Sie sich auf frische Medien verlassen. Supplementierte Explantatmedien sollten nicht länger als 1 Woche aufbewahrt werden, und geöffnete neurobasale Medien sollten nach etwa 1 Monat ersetzt werden. Augen, bei denen verlängerte postmortale Intervalle aufgetreten sind - 1 h oder mehr bei 4 °C, 30 min oder mehr bei RT - sollten bei Experimenten, die eine Kultur erfordern, vermieden werden, obwohl Augen, die bei 4 °C gehalten werden, für Übungszwecke oder Betäubungen über einen etwas längeren Zeitraum verwendet werden können.

Abbildung 2: Veränderungen in der Organisation und Verteilung der retinalen Gliazellen nach 3 Tagen in vitro (DIV). (A) Iba1+ -Mikroglia im RGC und in den Nervenfaserschichten bilden in der naiven Mausnetzhaut nicht überlappende Domänen. (B) Retinale Astrozyten exprimieren GFAP und sind eng mit dem oberflächlichen Gefäßsystem assoziiert, während die häufiger vorkommenden Müller-Zellen typischerweise GFAP- in der naiven Netzhaut sind (sporadische Müller-Zell-GFAP ist in der unteren linken Ecke von B und C zu sehen). (C) Farbkomposit aus Iba1 (grün) und GFAP (rot) Färbung von der naiven Netzhaut in A und B. (D) Nach 3 DIV wird die Verteilung der Mikroglia in der explantierten Netzhaut unregelmäßig, was auf eine Migration und einen Übergang der Mikroglia von einer verzweigten Morphologie zu einem eher amöboiden Phänotyp hindeutet, der für die Aktivierung charakteristisch ist. (E) Retinale Astrozyten zeigen Anzeichen von Reaktivität (Hypertrophie, verminderte Orientierung zum retinalen Gefäßsystem), aber keine Migration nach 3 DIV, während Müller-Zellen eine stärkere GFAP-Expression zeigen, die in der unteren Ecke von E und F sichtbar ist. (F) Farbkomposit aus Iba1 (grün) und GFAP (rot) Färbung von der 3 DIV-Netzhaut in D und E. Maßstabsbalken = 100 μm. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 3: Veränderungen der RGC-Dichte und der Gliamorphologie nach 1 und 3 Tagen 3 Tage in vitro (DIV). (A-C) Brn3a+ RGC-Dichte in der naiven Mausretina nach Scheinexplantat (A) mit verzweigten Iba1+-Mikroglia (B) und vaskulär assoziierten GFAP+-Astrozyten (C). (D) Farbkomposit aus Brn3a, Iba1 und GFAP von A-C. (E-H) Nach 1 DIV nehmen die Dichte der retinalen Ganglienzellen von Brn3a+ im Vergleich zu naiven Schein-Netzhäuten ab, während die zurückgezogenen Fortsätze der Iba1+-Mikroglia (F) auf eine anhaltende Aktivierung hinweisen; Im Vergleich dazu sind die Veränderungen der GFAP+ retinalen Astrozyten (G) weniger ausgeprägt und bestehen hauptsächlich aus einer moderaten Hypertrophie. (H) Farbkomposit aus Brn3a, Iba1 und GFAP von E-G. (I-L) Nach drei Tagen in vitro nimmt die Dichte der retinalen Ganglienzellen von Brn3a+ weiter ab (I), während die Iba1+-Mikroglia (J) weiterhin in eine aktivierte, amöboide Morphologie übergehen und GFAP+-retinale Astrozyten (K) Anzeichen einer weiteren Hypertrophie und Reaktivität zeigen, aber verzögerte Veränderungen, die bei RGCs und Mikroglia beobachtet werden. (L) Farbkomposit aus Brn3a, Iba1 und GFAP aus I-K. Maßstabsbalken = 100 μm für A - L. (M) Quantifizierung der Brn3a+ RGC-Dichte in Schein- und 1-Tages-In-vitro-Netzhaut. Die Dichte der Ganglienzellen wurde in 9 Regionen von Interesse pro Tier gemessen (n = 4 für jede Erkrankung); Die Zählung einzelner Tiere wird als gefüllte Kreise angezeigt, und Fehlerbalken stellen die Standardabweichung dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 4: Veränderungen der Mikroglia und Hyalozyten nach 3 Tagen in vitro (DIV) und Verwendung von GFAP-Färbung zum Nachweis lokalisierter Gewebeschäden in isolierten Netzhauten. (A-D) Iba1 markiert stark Mikroglia in der naiven Netzhaut (A), während es schwach Hyalozyten markiert (A', eingefügt), ein zusätzlicher myeloischer Zelltyp, der an der vitreoretinalen Grenzfläche vorkommt und den Zelloberflächenmarker CD206 exprimiert (B); naive Mikroglia exprimieren den homöostatischen Mikrogliamarker TMEM119 (C). (D) Farbkomposit von A-C mit Hervorhebung der Kolokalisation von Iba1 (grün) und TMEM119 (rot) in Mikroglia in naiver Netzhaut und Expression von CD206 (magenta) in einem amöboiden Hyalozyten (Pfeilspitze). (E-H) Nach 3 Tagen in vitro (DIV) ziehen Iba1+ retinale Mikroglia ihre verzweigten Fortsätze zurück und nehmen zunehmend amöboide Morphologien an (E). Die CD206-Expression bleibt auf die Hyalozyten (F) (Pfeilspitzen) beschränkt, TMEM119 ist in Mikroglia (G) nicht mehr nachweisbar. (H) Farbkomposit von E-G mit Iba1+ (grün) und Tmem119- (rot) Mikroglia in 3 DIV-Netzhaut und Expression von CD206 (magenta) in amöboiden Hyalozyten (Pfeilspitzen). Maßstabsleisten = 100 μm für A-H. (I-K) Die Reaktion der retinalen Astrozyten auf mechanische Verletzungen macht den astrozytären Marker GFAP zu einem hervorragenden Indikator für isolationsinduzierte Schäden. (I) GFAP+-Astrozyten durchlaufen nach 1 Tag in vitro eine leichte Hypertrophie, zeigen aber keine Anzeichen einer körperlichen Verletzung. (J) Die GFAP-Expression in Astrozyten und Müller-Zellen zeigt eine Stelle isolationsassoziierter Verletzungen in der Netzhaut, wahrscheinlich aufgrund einer teilweisen Durchdringung der Netzhaut durch ein Metallinstrument. Pfeile bezeichnen die Peripherie des Verletzungsbereichs. (K) Schwere Störung und Verlust von Astrozyten (Pfeile) infolge einer teilweisen Ablation der inneren Grenzmembran an der Netzhautoberfläche. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.
Die Autoren haben nichts offenzulegen.
Hier stellen wir eine detaillierte Methodik zur Isolierung der Netzhaut vom Mausauge für erweiterte ex vivo-Experimente zur Verfügung. Dieses Protokoll unterstreicht die Zugänglichkeit dieses technisch anspruchsvollen Ansatzes für Forscher, die die Forschungsmöglichkeiten nutzen möchten, die sich durch die In-situ-Haltung von retinalen Gliazellen in lebendem Gewebe bieten.
M.A.M. wurde unterstützt von NIH/NEI R01EY035312, dem Glaucoma Research Foundation Catalyst for a Cure Award, der Melza M. and Frank Theodore Barr Foundation, der Robert M. Sinskey, MD, Foundation, der Ruettgers Family Charitable Foundation und der B.L. Manger Foundation. P.F.C. wurde unterstützt durch NIH/NEI 2T32EY007145. Diese Arbeit wurde auch durch einen NIH Core Grant for Vision Research P30 EY003176 ermöglicht. Abbildung 1 wurde mit Biorender erstellt. Die Autoren danken Dr. Nasir Uddin für das Feedback zum Manuskript und Dr. Qiurong Zhu für die Hilfe und Unterstützung.
| #11 Skalpellklingen | Bard-Parker | 3,71,311 | |
| 1 mL Pipette ('Pipetman P1000') | Gilson | F144059M | |
| 100 mm Petrischale | Falcon | 351029 | |
| 16% Paraformaldehyd | Ted Pella Inc | 18.505 | Verdünnt auf 4% für die Fixierung |
| 24 Well Plate | Falcon | 353047 | Zum Fixieren, Blockieren und Antikörper-Inkubation |
| 35 mm Petrischale | Falcon | 351008 | |
| 6-Well-Platten- und Einsatzkit | Greiner bio-one | 657641 | |
| Alexa Fluor 488-Donkey Anti-Rabbit IgG (H+L) | Jackson ImmunoResearch Laboratories, Inc. | 711-545-152 | 1:800 Verdünnung |
| Alexa Fluor 594 Donkey Anti-Ratte IgG (H+L) Hochgradig kreuzadsorbiertes | Invitrogen | A-21209 | 1:800 Verdünnung |
| Alexa Fluor 594-F(ab')2 Donkey Anti-Mouse IgG (H+L) | Jackson ImmunoResearch Laboratories, Inc. | 715-586-150 | 1:800 Verdünnung |
| Alexa Fluor 647-Esel Anti-Meerschweinchen IgG (H+L) | Jackson ImmunoResearch Laboratories, Inc. | 706-605-148 | 1:800 Verdünnung |
| Alexa Fluor 647-F(ab')2 Donkey Anti-Chicken IgY (IgG) (H+L) | Jackson ImmunoResearch Laboratories, Inc. | 703-606-155 | 1:800 Verdünnung |
| Abgewinkelte Pinzette ('5/45') | FST / Dumont | 11251-35 | |
| Anti-Brn3a Antikörper (Maus) | Chemicon | MAB1585 | 1:200 Verdünnung |
| Anti-CD206 Antikörper (Ratte) | Biorad | MCA2235 | 1:200 Verdünnung |
| Anti-GFAP Antikörper (Huhn) | Abcam | ab4674 | 1:1000 Verdünnung |
| Anti-Iba1 Antikörper (Kaninchen) | FUJIFILM Wako Pure Chemical Corporation | 019-19741 | 1:500 Verdünnung |
| Anti-Tmem119 Antikörper (Meerschweinchen) | Synaptic Systems | 400 004 | 1:500 Verdünnung |
| B-27, 50x | Gibco (Thermofisher) | 17504044 | |
| Stumpf gebogene Pinzette ('Extra Fine Graefe) | FST | 11152-10 | |
| Rinderserumalbumin | Sigma-Aldrich | A9647 | Verwenden Sie 1 % w/v für die Blockierung und Antikörperinkubation |
| Filterkit (0,2 & Mikro; m aPES-Membran, 150 mL Flaschenaufsatzfilter) | Fisherscientific | FB12566508 | |
| feiner Pinsel, Größe 3/0 | Princeton Art & Brush Co. | 06435-1030 | |
| GlutaMax | Gibco (Thermofisher) | 35050061 | |
| Labortücher (Kim-Tücher) | KIMTECH | 34155 | |
| N-2, 100x | Gibco (Thermofisher) | 17502048 | |
| Neurobasal-A Medium, minus phenolrot | Gibco (Thermofisher) | 12349015 | |
| Normales Eselserum | Jackson ImmunoResearch Laboratories, Inc. | 017-000-121 | Anwendung bei 10% zur Blockierung und Antikörperinkubation |
| Penicillin-Streptomycin | Gibco (Thermofisher) | 15140122 | |
| Pipettenspitzen, 1000 & Mikro; L | TipOne | 1126-7810 | |
| Federschere ('Cohan-Vannas') | FST | 15000-11 | |
| Steriles Wasser ('Dnase, Rnase frei') | Invitrogen | 10977-015 | |
| Sterilfiltriert PBS | Gibco | 10010-023 | |
| Gerade Pinzette ('mini') | FST / Dumont | 11200-14 | |
| Transferpipette, 5,8 mL | fisherscientific | 13-711-9AMMD | |
| Triton X-100 | Thermo Scientific Chemicals | A16046. | AP-Anwendung bei 0,5 % zur Blockierung und Antikörperinkubation |