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Sevofluran ist eines der am häufigsten verwendeten flüchtigen Inhalationsanästhetika1. Seine Wirksamkeit wird anhand der minimalen Alveolarkonzentration (MAC) bewertet, die als die Alveolarkonzentration definiert ist, bei der 50 % der Patienten keine motorische Reaktion auf einen schmerzhaften Reiz zeigen 2,3,4. Um die MAC zu ermitteln, können Ratten aufgrund ihrer größeren Homogenität im Vergleich zum Menschen als Tiermodelle verwendet werden. Der Schmerzreiz wird typischerweise mit einer chirurgischen Klemme am distalen Drittel des Schwanzes der Ratte appliziert2. Die Verwendung alternativer Methoden zur Schmerzuntersuchung würde keine Vergleichbarkeit mit bereits durchgeführten Studien gewährleisten und könnte daher zu abweichenden Ergebnissen führen. Aufgrund der großen Vielfalt an Bewegungsmustern als Reaktion auf den Reiz besagt der derzeitige Konsens, dass nur "grobe zielgerichtete Bewegungen" als positive motorische Reaktionen anzusehen sind3. In dieser Definition fehlt es jedoch an einer weiteren Präzisierung der spezifischen Kategorien, die als "grob zweckmäßig" gelten würden und in welchem Umfang eine Bewegung dieses Kriterium erfüllen sollte. Dies ist von größter Bedeutung, da eine motorische Reaktion auf einen Reiz im klinischen Umfeld auf eine unzureichende Sedierungstiefe hinweisen kann.
Verschiedene Faktoren beeinflussen den Narkosezustand, darunterdas 5. Lebensjahr, Komorbiditäten6, Leberfunktionsstörungen7 oder Hypothermie8. Darüber hinaus beeinflussen die Medikamente, die zusammen mit Anästhetika verabreicht werden, die Tiefe der Anästhesie erheblich. Zum Beispiel reduzieren Fentanyl und Propofol, die häufig während der Induktionsphase verwendet werden, die erforderliche Menge an Sevofluran 9,10. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Lidocain oder Pregabalin die MAC von Sevofluran senken können11,12. Darüber hinaus kann auch der kürzliche Konsum von Alkohol oder Substanzen wie Tetrahydrocannabinol (THC) die MAC senken und so die Anästhesietiefe erhöhen13,14. Umgekehrt wurde vermutet, dass Sympathomimetika die Sedierung durch Stimulierung des Zentralnervensystems aufhellen können15.
Um die Reproduzierbarkeit für zukünftige Studien zu verbessern, werden ein detailliertes Protokoll und Videobeschreibungen zur Beurteilung der MAC bei Ratten unter Verwendung des Auf- und Ab-Designs16 von Dixon bereitgestellt. Im Gegensatz zu früheren MAC-Studien beschreibt dieses Protokoll detaillierte Verfahrensschritte, um die Reproduzierbarkeit in allen Laboren zu unterstützen. Darüber hinaus wurde das Videomaterial aus zwei zuvor veröffentlichten Studien erneut analysiert und die motorischen Reaktionen anhand ihres Ausmaßes und Musters klassifiziert (koordinierte Bewegungen - Rollen, Dehnen, Salzen und unkoordiniertes Bewegungscurling). Daher bietet diese Studie auch eine innovative und gründliche Beschreibung und Klassifizierung von Bewegungsmustern bei sedierten Ratten als Reaktion auf einen standardisierten schmerzhaften Stimulus, um die Reproduzierbarkeit für zukünftige Forschungen zu verbessern.