Diese Studie etabliert ein Mausmodell für Hitzewallungen in den Wechseljahren, indem sie Ovariektomie mit belastungsinduzierter Thermogenese und kontinuierlicher hochauflösender Überwachung der Schwanzhauttemperatur kombiniert.
Methodenartikel
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Diese Studie etabliert ein Mausmodell für Hitzewallungen in den Wechseljahren, indem sie Ovariektomie mit belastungsinduzierter Thermogenese und kontinuierlicher hochauflösender Überwachung der Schwanzhauttemperatur kombiniert.
Hitzewallungen beeinträchtigen die Lebensqualität von Frauen in den Wechseljahren erheblich, doch die zugrundeliegenden neuronalen Mechanismen und wirksamen Therapien sind nach wie vor wenig verstanden. Eine große Herausforderung in diesem Bereich war der Mangel an zuverlässigen Tiermodellen und nicht-invasiven Methoden zur kontinuierlichen Überwachung der Hauttemperatur. Hier wurde ein Mausmodell entwickelt, das Ovariektomie mit belastungsinduzierter Thermogenese kombiniert, um Hitzewallungen zu untersuchen. Mit Hilfe eines telemetrischen Loggers, der durch eine 3D-gedruckte Heckhülse gesichert war, wurde die Temperatur der Schwanzhaut in einem stressfreien Zustand kontinuierlich überwacht. Darüber hinaus stellten Infrarotkameras eine ergänzende Methode zur Überwachung der Wärmeerzeugung und -ableitung dar, die eine umfassendere Beurteilung der Körpertemperatur ermöglichte. Unter Verwendung dieses Modells wurde festgestellt, dass ovariektomierte Mäuse einen höheren Anstieg der Hauttemperatur und eine niedrigere Körperkerntemperatur aufwiesen, was den in den Wechseljahren beobachteten Hitzewallungsphänotyp effektiv nachahmte. Dieser Ansatz etabliert ein präzises Modell für die Überwachung von Hitzewallungen und wird für Forscher in den Bereichen Thermoregulation, Neurowissenschaften und klinische Wechseljahrsstudien wertvoll sein.
Hitzewallungen gehören zu den häufigsten und störendsten Symptomen der Menopause und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich1. Diese Episoden sind gekennzeichnet durch einen plötzlichen Anstieg der Hauttemperatur, gefolgt von einem vorübergehenden Abfall der Körperkerntemperatur2, oft begleitet von erhöhter Herzfrequenz, Angstzuständen und Schwindel3. Trotz ihrer tiefgreifenden Auswirkungen sind wirksame Behandlungen nach wie vor begrenzt4, was die Notwendigkeit eines tieferen Verständnisses der zugrunde liegenden Mechanismen unterstreicht.
Ein entscheidender Schritt bei der Untersuchung von Hitzewallungen ist die Entwicklung zuverlässiger Tiermodelle, die thermoregulatorische Dysfunktionen genau nachbilden. Derzeit ist der primäre Ansatz die Ovariektomie (OVX), die zu veränderten Haut- und Körperkerntemperaturen führt5. Diese Veränderungen sind jedoch oft inkonsistent, da sie durch Stress oder Schwankungen der Umgebungstemperatur verfälscht werden können6. Darüber hinaus bleibt die Erfassung sporadischer Hitzewallungen eine Herausforderung. Alternative Methoden verwenden pharmakologische Wirkstoffe (z. B. Senktid, Capsaicin, Tamoxifen oder Naloxon), um eine akute kutane Vasodilatation bei Nagetieren auszulösen 7,8,9. Während diese Verbindungen zu schnellen, messbaren Erhöhungen der Hauttemperatur führen, erschweren ihre invasive Verabreichung und dosisabhängige Wirkung die Interpretation thermoregulatorischer Reaktionen. Darüber hinaus bleibt unklar, ob die medikamenteninduzierte Vasodilatation die physiologischen Bedingungen natürlicher Hitzewallungen vollständig rekapituliert. Daher wird dringend ein verfeinertes und zuverlässigeres Tiermodell benötigt.
Bewegung ist ein bekannter Modulator der Körpertemperatur und wurde mit der Induktion von Hitzewallungen beim Menschen in Verbindung gebracht10. Einige Studien haben erzwungene Bewegung bei Mäusen genutzt, um Wärmeableitungsmuster nachzuahmen, die Hitzewallungen ähneln 11,12,13. Obwohl dieser Ansatz ein nicht-invasives Mittel zur Provokation von Temperaturschwankungen darstellt, ist die Überwachung der Hauttemperatur bei aktiven Mäusen, insbesondere mittels Infrarot-Thermografie, eine technische Herausforderung. Darüber hinaus erfordert eine umfassende Beurteilung von Hitzewallungen-ähnlichen Symptomen eine kontinuierliche, langfristige Aufzeichnung sowohl der Schwanz- (Haut) als auch der Körperkerntemperatur.
Um diese Einschränkungen zu überwinden, wurde ein optimiertes Mausmodell entwickelt, das die Ovariektomie mit Laufband-induziertem Training kombiniert, um zuverlässig Hitzewallungen-ähnliche thermoregulatorische Reaktionen hervorzurufen. Im Experiment wurden C57BL/6J-Mäuse im Alter von 8-10 Wochen unter Standardbedingungen (12:12 Hell-Dunkel-Zyklus, 22 °C ±1 °C, 50% ± 10% Luftfeuchtigkeit) untergebracht. Darüber hinaus wurde ein telemetrischer Temperaturlogger entwickelt, der durch eine 3D-gedruckte Schwanzhülse gesichert ist, um eine stressfreie, kontinuierliche Überwachung der Schwanztemperatur bei frei beweglichen Mäusen zu ermöglichen. Die Infrarot-Thermografie wurde ebenfalls integriert, um ergänzende Daten über die Wärmeerzeugung und -ableitung zu liefern. Dieses Modell wird als wertvolles Werkzeug dienen, um die Mechanismen von Hitzewallungen zu untersuchen und mögliche therapeutische Interventionen zu evaluieren.
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Diese Methoden wurden für Mausmodelle entwickelt. Studien an Mäusen wurden vom Institutional Animal Care and Use Committee der Fudan University (2021JS0040) genehmigt. Vor der Umsetzung des Protokolls wurden die Tiere in Übereinstimmung mit dem Leitfaden für die Pflege und Verwendung von Labortieren untergebracht. In dieser Studie wurden 8 bis 10 Wochen alte weibliche C57BL/6J-Mäuse mit einem Gewicht von 20-23 g unter Standardbedingungen (12:12 h Hell-Dunkel-Zyklus, 22 °C ± 1 °C, 50% ± 10% Luftfeuchtigkeit) untergebracht. Die Details zu den Reagenzien und den verwendeten Geräten sind in der Materialtabelle aufgeführt.
1. Vorbereitung der Versuche
2. Überwachung des Östruszyklus
3. Ovariektomie Operation
4. Implantation eines Kerntemperaturloggers
5. Aufsatz für einen am Heck montierten Temperaturlogger
6. Laufbandbetrieb und Datenerfassung
7. Datenanalyse
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Entwicklung eines zuverlässigen thermoregulatorischen Überwachungssystems
Um ein zuverlässiges Modell für die Messung der Kern- und Hauttemperatur zu erstellen, wurde eine kundenspezifische 3D-gedruckte Schwanzhülse entwickelt, die einen Temperaturlogger 1 cm von der Basis des Schwanzes entfernt sicher befestigt (Abbildung 1A), was eine kontinuierliche und präzise Messung der Wärmea...
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Diese Studie etabliert ein praktisches und quantitatives Mausmodell zur Untersuchung von Hitzewallungen in den Wechseljahren und schließt damit eine kritische Lücke in diesem Bereich. Die Integration der Ovariektomie mit der belastungsinduzierten Thermogenese rekapituliert erfolgreich die Kernmerkmale menschlicher Hitzewallungen, nämlich einen raschen Anstieg der Schwanzhauttemperatur, gefolgt von einer Abnahme der Körperkerntemperatur18. Dieses Modell kombiniert ...
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Die Autoren erklären, dass keine konkurrierenden Interessen bestehen.
Wir danken den Labormitgliedern für ihre Unterstützung bei der Erstellung dieses Manuskripts. Diese Arbeit wurde mit Mitteln der National Natural Science Foundation of China 32171144 und des Noncommunicable Chronic Diseases-National Science and Technology Major Project (2024ZD0530300) unterstützt.
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| Name | Unternehmen | Katalognummer | Kommentare |
|---|---|---|---|
| Implantierbarer Temperaturlogger für Tiere | Stern-Oddi | DST nano-T | |
| C57BL/6J Mäuse | GemPharmatech GmbH | N000013 | |
| Giemsa Färbelösung | Beyotime | Nr. C0133 | |
| Infrarot-Wärmebilder | VarioCAM | VC HD-Kopf 980 | |
| Laufband-Systeme | TSE | Treadmill_6M |
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