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Endosomen sind essentielle intrazelluläre Organellen, die die Endozytose, die Frachtsortierung und die Signalwege regulieren 1,2. Aktivierte Signalrezeptoren und andere herunterregulierte Proteine werden zunächst in frühen Endosomen (EEs) in intralumenale Vesikel (ILVs) einsortiert, die dann zu multivesikulären Körpern (MVBs) oder endosomalen Trägervesikeln (ECVs) heranreifen. Diese Vesikel verschmelzen anschließend mit späten Endosomen (LEs), die als sekundäre Sortierzentren dienen, um die Fracht in Richtung lysosomalen Abbaus oder alternativer Wege zu leiten. ILVs können auch als Exosomen nach Endosomenfusion mit der Plasmamembran sezerniert werden 3,4 . Parallel dazu liefert der Autophagie-Signalweg zytosolisches Material über Autophagosomen an LEs, die durch Fusion mit späten endozytären Kompartimenten eine abbaufähige Kapazität erlangen5. Endosomen sind heute als kritische Regulatoren des Rezeptorrecyclings6, der Ionenkanallokalisierung7, der Exosomenbiogenese8 und der interzellulären Kommunikation9 anerkannt, die besonders in spezialisierten Zellen wie Neuronen und Kardiomyozyten relevant sind.
Neue Erkenntnisse haben die zentrale Rolle endosomaler Signalwege für die kardiovaskuläre Funktion hervorgehoben. Das Eps15-Homologiedomänenprotein 3 (EHD3) reguliert das endosomale Recycling wichtiger kardialer Ionentransporter, einschließlich des Na+/Ca2+ -Austauschers und der Ca2+ -Kanäle vom L-Typ. EHD3-Mangel bei Mäusen führt zu Bradykardie, Leitungsanomalien und veränderter Ca2+ -Behandlung10. Der funktionelle Endosomen-Lysosomen-Transport in den glatten Gefäßmuskelzellen verhindert die phosphatinduzierte mediale Verkalkung, die für chronische Nierenerkrankungen und Atherosklerose relevant ist11. Dennoch sind die funktionelle Rolle von Endosomen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ihr Potenzial als therapeutische Ziele noch nicht vollständig verstanden, was weitere Untersuchungen rechtfertigt.
Mehrere Methoden haben die biochemische Isolierung von funktionell intakten Endosomen ermöglicht. Marsh und Kollegen kombinierten zunächst die Dichtegradientenzentrifugation mit der Freiflusselektrophorese, um frühe und späte Endosomen zu gewinnen und ihre Versauerung und strukturelle Integrität zu erhalten12. Neuere Methoden, wie z. B. der Saccharosegradientenansatz, bieten einen standardisierten Weg zur Trennung von frühen und späten endosomalen Populationen, der für nachgelagerte proteomische und lipidomische Studien unerlässlichist 13. Spin-Säulen-basierte kommerzielle Kits wurden für Anwendungen mit hohem Durchsatz entwickelt.
Die Exosomenisolierung über das automatische ultraschnelle Isolationssystem nutzt die innovative Ultraschall-Nanofiltrationstechnologie, die über ein Dual-Membran-Nanofiltrationssystem verfügt, das mit periodischen Unterdruckoszillationen und doppelt gekoppelten harmonischen Oszillationen integriert ist, um die Isolierung hochreiner Exosomen aus Bioflüssigkeitenzu ermöglichen 14. Hier haben wir die subzelluläre Fraktionierung mit der Endosomenisolierung unter Verwendung des automatischen Ultrafast-Isolationssystems kombiniert, um eine neue Methode zur schnellen Endosomenisolierung mit hoher Ausbeute und hoher Reinheit aus Mausherzgewebe zu erreichen.
Darüber hinaus haben wir die extrahierten Endosomen mit primären Kardiomyozyten (CM) in vitro co-kultiviert und festgestellt, dass die exogenen Endosomen erfolgreich in die CM eingedrungen sind. Unter Verwendung eines Endosomenreporters, in dem das endosomenlokalisierte Protein Numb mit dem rot fluoreszierenden mCherry-Protein 15,16 fusioniert wurde, beobachteten wir eine mCherry-Fluoreszenz, die in CMs mit einem Punktmuster lokalisiert war.