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Bewertung der Hospitalisierungskosten nach präoperativem Ernährungszustand bei Magenkrebspatienten: Eine retrospektive Studie in China

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DOI:

10.3791/71897

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25. September 2026

In diesem Artikel

Zusammenfassung

Diese Studie schätzte die medizinischen Kosten von Magenkrebs basierend auf dem Ernährungsstatus bei 1.102 Patienten ein. Die Hälfte der Patienten war ernährungsbedingt gefährdet. Materialien, Medikamente und Untersuchungen waren die Hauptkostentreiber. Der Anteil der Arzneimittelkosten nahm bei gut ernährten Patienten stärker ab, obwohl der Gruppenunterschied nicht formell geprüft wurde.

Zusammenfassung

Magenkrebs (SC) ist in China die dritte häufigste Todesursache im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und stellt eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem dar. Ernährungsrisiken sind bei Patienten mit SC weit verbreitet, doch in China liegen bisher nur begrenzte Daten zu den damit assoziierten medizinischen Kosten und deren Zusammensetzung vor. Diese retrospektive Beobachtungsstudie schätzte die SC-bezogenen medizinischen Kosten und die Kostenstruktur anhand des präoperativen Ernährungsstatus. Die medizinischen Behandlungskosten wurden für stationäre Patienten im Alter von ≥18 Jahren erhoben, bei denen primär die Diagnose SC gestellt worden war und die zwischen 2020 und 2023 an einem tertiären Krankenhaus in Ningbo, China, einer chirurgischen Therapie unterzogen wurden. Der präoperative Ernährungsstatus wurde mittels Nutrition Risk Screening 2002 (NRS 2002) erfasst, wodurch die Patienten in risikobehaftet hinsichtlich Ernährung oder ausreichend ernährt klassifiziert wurden. Die Gesamtbehandlungskosten wurden in fünf Komponenten unterteilt: Untersuchungskosten, Operationskosten, Medikamentenkosten, Materialkosten und Krankenhaus-Servicekosten. Alle Kosten wurden in chinesische Yuan des Jahres 2020 umgerechnet. Von den 1.102 Patienten waren 69,51 % männlich, 69,06 % wiesen ein Stadium I–II auf und 50,18 % hatten ein erhöhtes Ernährungsrisiko. Material-, Medikamenten- und Untersuchungskosten machten je nach Jahr und Ernährungsstatus 70–75 % der Gesamtkosten aus. Zwischen 2020 und 2023 stiegen die Anteile der Untersuchungs-, Operations- und Krankenhaus-Servicekosten, während die Materialkosten in beiden Gruppen vergleichbar sanken. Die Anteile der Medikamentenkosten gingen in beiden Gruppen zurück; deskriptiv war der jährliche Rückgang bei ausreichend ernährten Patienten stärker (-2,85 %) gegenüber -0,96 %), obwohl dieser Gruppenunterschied nicht formell geprüft wurde. Zusammenfassend variierten die SC-bezogenen medizinischen Kosten je nach präoperativem Ernährungsstatus. Subventionen für essentielle Medikamente und medizinische Materialien könnten in Betracht gezogen werden, um die ökonomische Belastung der SC-Behandlung zu verringern. Die ökonomischen Auswirkungen der Ernährungsunterstützung sollten in zukünftigen Studien unter detaillierter Berücksichtigung von Ernährungsinterventionen und deren Kosten weiter untersucht werden.

Einleitung

Magenkrebs (SC), auch bekannt als gastrischer Krebs, stellt eine bedeutende globale Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar und ist die fünfhäufigste Krebserkrankung sowie die fünftgrößte Todesursache im Zusammenhang mit Krebs1. Obwohl die Inzidenz- und Mortalitätsraten seit den 1980er Jahren kontinuierlich zurückgegangen sind, wird aufgrund der Alterung der Weltbevölkerung ein Anstieg der Fallzahlen und Todesfälle erwartet. Im Jahr 2020 wurden 0,97 Millionen Neuerkrankungen und 0,66 Millionen Todesfälle gemeldet1⁻3. Auch die wirtschaftlichen Folgen von SC sind erheblich. Die globalen Wohlfahrtsverluste, die auf SC zurückzuführen sind, wurden für das Jahr 2021 auf 2.470,34 Milliarden US-Dollar geschätzt, was 1,62 % des globalen Bruttoinlandsprodukts entspricht4. Ostasien wurde als Region mit den höchsten Wohlfahrtsverlusten identifiziert, wobei China auf nationaler Ebene die größte Belastung trägt4.

In China ist SC die dritthäufigste Todesursache durch Krebs, wobei im Jahr 2022 0,36 Millionen Neuerkrankungen und 0,23 Millionen Todesfälle gemeldet wurden5. Obwohl die Inzidenz- und Mortalitätsraten in China weltweit nicht die höchsten sind, weist das Land aufgrund seiner großen, alternden Bevölkerung die höchsten absoluten Zahlen an Neuerkrankungen, Todesfällen und behinderungsadjustierten Lebensjahren (DALYs) auf6. Die medizinischen Ausgaben für die Behandlung von SC lagen zwischen 2012 und 2014 durchschnittlich bei 9.899 US-Dollar pro Patient und stellten für 79,20 % der betroffenen Familien eine nicht zu bewältigende finanzielle Belastung dar7. Um diese wirtschaftliche Belastung zu verringern und die Zuteilung medizinischer Ressourcen zu optimieren, hat die chinesische Regierung mehrere Reformrunden des Diagnosis-Related-Group-(DRG-)Abrechnungssystems eingeleitet, um unnötige medizinische Ausgaben für Krebspatienten zu reduzieren8˒9. In Ningbo wurde die Reform 2021 umgesetzt. Diese Änderungen erfordern ein detailliertes Verständnis der medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC und ihrer Zusammensetzung.

Der präoperative Ernährungszustand ist ein wichtiger Faktor bei der Analyse der medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC. Ein schlechter Ernährungszustand ist bei Patienten mit SC weit verbreitet; Schätzungen zufolge sind 30–80 % der Betroffenen im Verlauf der Erkrankung mangelernährt, abhängig vom Tumorstadium und der zur Beurteilung des Ernährungszustands verwendeten Methode10⁻12. Ein schlechter Ernährungszustand steht in Zusammenhang mit einer niedrigeren Lebensqualität13, einer ungünstigeren Prognose13˒14, vermehrten Komplikationen15, verlängerter Krankenhausbehandlung16 und einem höheren Sterblichkeitsrisiko17. Neben diesen klinischen Folgen hat eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Arbeiten die ökonomischen Auswirkungen von Ernährungsrisiken und Ernährungsinterventionen untersucht. In China waren höhere Werte im Nutrition Risk Screening 2002 (NRS-2002) mit höheren Krankenhauskosten bei älteren stationären Patienten assoziiert18, obwohl diese Analyse nicht speziell auf SC-Patienten fokussiert war und die Kosten nicht in detaillierte Unterkategorien unterteilte. Eine schweizerische Studie lieferte Hinweise darauf, dass eine Ernährungsunterstützung die medizinischen Kosten bei krebskranken Patienten mit Ernährungsrisiko senken kann19, während eine weitere chinesische Studie die Vorteile oraler Ernährungszusätze bei der Verbesserung der Patientenergebnisse und der Verhinderung übermäßiger Gesundheitskosten belegte20. Diese Studien haben Zusammenhänge zwischen Ernährungszustand, Ernährungsinterventionen und medizinischen Kosten bei Krebspatienten aufgezeigt. Dennoch sind die Erkenntnisse über die Zusammensetzung der SC-bezogenen medizinischen Kosten – einschließlich Medikamenten-, Material- und Operationskosten – sowie darüber, wie sich diese Kosten je nach präoperativem Ernährungszustand unterscheiden, weiterhin begrenzt. Auch jahresweise Analysen dieser Kostenstrukturen über den jüngsten Zeitraum hinweg sind rar. Solche Informationen könnten ernährungsbezogen gestufte Behandlungsstrategien unterstützen und die Integration routinemäßiger Ernährungsunterstützung in die Krebsversorgung fördern.

Die vorliegende Studie schätzt die medizinischen Kosten stationär behandelter SC-Patienten in fünf Kategorien ein: Krankenhausleistungen, Untersuchungen, Operationen, Medikamente und Materialien. Außerdem wird untersucht, ob die Zusammenhänge zwischen Patientenmerkmalen und diesen Kosten je nach präoperativem Ernährungsstatus variieren. Retrospektive Daten eines Tertiärkrankenhauses in Ningbo, China, aus dem Zeitraum von 2020 bis 2023 wurden analysiert, wobei der präoperative Ernährungsstatus anhand des NRS-2002 klassifiziert wurde. Der Untersuchungsort liegt an der ostchinesischen Küste, wo die Inzidenz und Mortalität von SC höher sind als in den meisten anderen Regionen21, und wo SC-Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßiger Salzkonsum und Helicobacter pylori-Infektion bei den örtlichen Bewohnern ausgeprägt sind22–24.

Protokoll

Diese retrospektive Beobachtungsstudie verwendete gepoolte Daten des Ningbo No.2 Hospital in Ningbo, Provinz Zhejiang, China. Die ethische Genehmigung wurde von dem Ethikkomitee des Ningbo No.2 Hospital erteilt (Nr. PJ-NBEY-KY-2025-033-01). Aufgrund des retrospektiven Beobachtungsdesigns und der Verwendung anonymisierter Daten, die keine Risiken für die Teilnehmer darstellten, wurde gemäß Artikel 39 der Ethischen Richtlinien für biomedizinische Forschung am Menschen, herausgegeben von der Nationalen Gesundheitskommission der Volksrepublik China, auf die Erfordernis einer informierten Einwilligung verzichtet.

1. Ein- und Ausschlusskriterien der Patienten

Patienten waren für die Aufnahme berechtigt, wenn sie eine primäre Diagnose von SC hatten, zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2023 hospitalisiert und operativ behandelt wurden, zum Zeitpunkt der Aufnahme mindestens 18 Jahre alt waren und Daten zu Alter, Geschlecht, Tumorsitz, Krebsstadium, präoperativem Ernährungsstatus sowie SC-bezogenen medizinischen Kosten während des Krankenhausaufenthalts verfügbar waren.

2. Patientenrekrutierung und -ablauf

Insgesamt wurden zwischen 2020 und 2023 bei 1.337 stationären Patienten eine SC-Diagnose gestellt. Von diesen wurden 203 Patienten (15,2 %) aufgrund fehlender Daten zum Tumorstadium und 32 Patienten (2,4 %) aufgrund fehlender Daten zum Tumorsitz ausgeschlossen. Die endgültige Analyse umfasste 1.102 Patienten. Da diese retrospektive Studie alle während des Studienzeitraums in Frage kommenden Patienten einschloss, erfolgte keine a priori-Stichprobengrößenberechnung (Abbildung 1).

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Abbildung 1: Flussdiagramm des Studiendesigns und der Patienteneinschlusskriterien. Das Diagramm fasst den Studienkontext und den Untersuchungszeitraum zusammen; die Identifizierung von 1.337 Patienten mit Magenkrebs; den Ausschluss von Patienten mit fehlenden Daten zum Tumorstadium oder Tumorsitz; sowie die Einbeziehung von 1.102 Patienten in die endgültige Analyse. Die Patienten wurden als gut ernährt (NRS-2002-Score < 3) oder als ernährungsrisikobehaftet (NRS-2002-Score ≥ 3) klassifiziert, gefolgt von Analysen zur Zusammensetzung der medizinischen Kosten und zu Faktoren, die mit den Krankenhauskosten assoziiert waren. Bitte klicken Sie hier, um eine vergrößerte Version dieser Abbildung anzusehen.

3. Bewertung des präoperativen Ernährungsstatus

Der präoperative Ernährungszustand wurde anhand des Ernährungsrisikoscreenings 2002 (NRS-2002) bewertet25. Die Patienten wurden entweder als gut ernährt (NRS-2002-Score < 3) oder als risikobehaftet hinsichtlich Ernährungsmangel (NRS-2002-Score ≥ 3) klassifiziert26. Die Gruppe mit Ernährungsrisiko umfasste Patienten, die gefährdet für Mangelernährung waren oder bereits mangelernährt waren und bei denen eine Ernährungsunterstützung empfohlen wurde.

4. Klinische Merkmale und Demografie

Die Patienten wurden gemäß dem TNM-System der American Joint Committee on Cancer (AJCC) in vier Krebsstadiengruppen (I, II, III und IV) eingeteilt27. Basierend auf der primären Tumorsite wurden die Patienten in vier Gruppen kategorisiert: oberer Teil (Kardia und Fundus), mittlerer Teil (Körper), unterer Teil (Antrum und Pylorus) sowie multizentrisch (zwei oder mehrere deutlich abgegrenzte Tumoren im Magen)28. Das Alter bei Diagnosestellung wurde in älteres Alter (≥70 Jahre) und nicht-älteres Alter (< 70 Jahre) unterteilt. Die Patienten wurden außerdem anhand des Vorliegens oder Nichtvorliegens von Hypertonie, Diabetes und Herzerkrankungen stratifiziert.

5. Medizinische Kosten bei Magenkrebs

Gesamte SC-Medizinkosten beziehen sich auf die gesamten Krankenhauskosten, die während des Krankenhausaufenthalts anfielen. Diese Kosten wurden in fünf Kategorien unterteilt: Material-, Medikamenten-, Operations-, Untersuchungs- und Krankenhausleistungskosten. Die Kategorien waren sich gegenseitig ausschließend, und jeder Ausgabenposten wurde nur einer einzigen Kategorie zugeordnet. Die Summe der fünf Unterkategoriekosten pro Patient entsprach den gesamten Medizinkosten dieses Patienten.

Zu den Materialkosten gehörten Einweg-Medizinartikel, die für die Patientenversorgung, chirurgische Eingriffe und andere Behandlungen während des Krankenhausaufenthalts verwendet wurden, darunter Verbände, Spritzen, Nadeln und chirurgische Instrumente. Die Arzneimittelkosten umfassten die Gesamtausgaben für alle während des Krankenhausaufenthalts verabreichten Medikamente, einschließlich verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, die oral, intravenös oder auf andere Weise verabreicht wurden. Auch Ernährungsinterventionen bei Patienten mit schlechtem Ernährungszustand, einschließlich Nahrungsergänzungsmittel, enterale Ernährung und parenterale Ernährung, wurden zu den Arzneimittelkosten hinzugerechnet.

Die Operationskosten beinhalteten die Gebühren für den Chirurgen, die Anästhesiegebühren sowie die Gebühren für die chirurgische Einrichtung. Die Untersuchungskosten umfassten Ausgaben für diagnostische und evaluative Verfahren, die während des Krankenhausaufenthalts durchgeführt wurden, wie körperliche, endoskopische, bildgebende und laborchemische Untersuchungen. Die Krankenhausdienstleistungskosten beinhalteten Ausgaben für Konsultationen, Pflegedienstleistungen, Rehabilitationsleistungen, Unterbringung im Krankenhaus und Bluttransfusionen.

Um die Vergleichbarkeit der medizinischen Kosten über die Jahre hinweg sicherzustellen, wurden alle Kosten in chinesischen Yuan des Jahres 2020 (CNY) angegeben und mithilfe des jahresspezifischen Verbraucherpreisindex (CPI) Chinas bereinigt. Der allgemeine CPI wurde verwendet, da die Kostenkategorien im medizinischen Dokumentationssystem des Krankenhauses sowohl materielle als auch servicebezogene Ausgaben umfassten und nicht weiter aufgeteilt werden konnten, um gesonderte, spezifische Preisindizes für das Gesundheitswesen anzuwenden.

6. Statistische Analyse

  1. Deskriptive Statistik
    Die prozentuale Aufschlüsselung der SC-bezogenen medizinischen Kosten wurde getrennt nach dem präoperativen Ernährungsstatus geschätzt. Stetige Variablen, einschließlich der SC-bezogenen medizinischen Kosten, wurden als Medianwerte mit Interquartilsabständen (25.–75. Perzentile) angegeben. Kategoriale Variablen, einschließlich Geschlecht, Altersgruppe, präoperativer Ernährungsstatus und Tumorstadium, wurden als Häufigkeiten und Prozentangaben dargestellt.
    Auch zeitliche Trends in den Anteilen der verschiedenen Kostenkategorien im Verhältnis zu den Gesamtkosten wurden beschrieben. Für jede Ernährungsstatusgruppe und jedes Jahr wurde der Anteil jeder Kostenkategorie berechnet, indem die summierten Ausgaben der Kategorie durch die gesamten summierten medizinischen Ausgaben dividiert wurden. Veränderungen dieser Anteile im Zeitverlauf wurden deskriptiv bewertet.
  2. Prüfung der Normalverteilung und vergleichende Analyse
    Die Normalverteilung der Kosten-Daten wurde mithilfe des Shapiro-Wilk-Tests und der visuellen Inspektion von Histogrammen überprüft. Da die Kosten-Daten nicht normalverteilt waren, wurden für die Gruppenvergleiche nichtparametrische Tests verwendet. Der Kruskal-Wallis-Test wurde zur Kostenvergleichung zwischen den Gruppen eingesetzt, und der Chi-Quadrat-Test wurde verwendet, um Unterschiede bei kategorialen soziodemografischen und klinischen Variablen zu prüfen.
    Zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen SC-bezogenen Kosten und Patientenmerkmalen wurden multivariable verallgemeinerte lineare Modelle (GLM) mit einer Gaußschen Verteilung und Identitätslink-Funktion durchgeführt, stratifiziert nach präoperativem Ernährungsstatus. Als ergänzende Analyse wurden gepoolte multivariable GLM-Regressionen mit derselben Verteilungsfamilie und Link-Funktion durchgeführt, um die Zusammenhänge zwischen präoperativem Ernährungsstatus und den gesamten SC-bezogenen medizinischen Kosten zu untersuchen, bereinigt um Alter, Geschlecht, Tumorstadium, Tumorlokalisation, Komorbiditäten und Jahr.
    Für die Regressionsanalysen wurden die Kosten logarithmisch transformiert, und robuste Standardfehler wurden verwendet, um Heteroskedastizität zu reduzieren. Im Rahmen der Regressionsmodelle wurde der Einfluss des Jahres berücksichtigt, um mögliche zeitliche Trends zu kontrollieren. Die Varianzinflationsfaktoren wurden berechnet, um mögliche Multikollinearität zu prüfen. Alle statistischen Tests waren zweiseitig, und ein p-Wert < 0,05 galt als statistisch signifikant. Die statistischen Analysen wurden mit Stata 17.0 (2021) durchgeführt.

Ergebnisse

Charakteristika der Patienten und medizinische Kosten des Magenkrebses

Unter den 1.102 Patienten waren 69,51 % männlich (Tabelle 1). Die Stichprobe war gleichmäßig auf die älteren und nicht-älteren Altersgruppen verteilt (jeweils 50,00 %), wobei ein signifikanter Rückgang des Anteils älterer Patienten von 2020 bis 2023 zu verzeichnen war (p = 0,011). Insgesamt wurden 50,18 % der Patienten als ernährungsrisikobehaftet eingestuft, wobei die höchste Prävalenz im Jahr 2021 beobachtet wurde (58,47 %).

Der untere Teil des Magens war der häufigste Tumorsitz (58,89 %), gefolgt vom mittleren Teil (28,13 %). Die meisten Patienten wurden in frühen Stadien diagnostiziert, wobei Stadium I (46,28 %) und Stadium II (22,78 %) zusammen mehr als 70 % der Gesamtstichprobe ausmachten. Die Prävalenz von Hypertonie, Herzerkrankungen und Diabetes betrug jeweils 38,84 %, 2,99 % und 15,52 %, wobei keine signifikanten jährlichen Unterschiede festgestellt wurden, außer bei Hypertonie (p = 0,050).

Die medianen gesamten Behandlungskosten für SC unterschieden sich signifikant zwischen den Jahren (p < 0,001) und stiegen von ¥46.296,50 im Jahr 2020 auf einen Höchstwert von ¥50.595,14 im Jahr 2021, bevor sie bis 2023 auf ¥45.732,30 sanken. Auch die einzelnen Kostenkategorien unterschieden sich signifikant über die Jahre hinweg (p < 0,001). Die Materialkosten machten die größten Ausgaben aus, mit einem Median von ¥17.834,57, gefolgt von Medikamentenkosten und Untersuchungskosten mit Medianen von ¥9.416,06 bzw. ¥7.696,32.

Tabelle 1: Merkmale und medizinische Ausgaben von Magenkrebspatienten nach Jahr. Werte werden als Häufigkeit (%) oder Median [Interquartilsabstand, 25.–75. Perzentile] angegeben. Die Kosten sind in CNY des Jahres 2020 (¥) angegeben. Der Vergleich zwischen den Jahren erfolgte mittels Chi-Quadrat-Test für kategoriale Variablen und Kruskal-Wallis-Test für kontinuierliche Variablen. Die Ergebnisse werden als p-Werte dargestellt. Bitte klicken Sie hier, um diese Tabelle herunterzuladen.

Kostenzusammensetzung nach präoperativem Ernährungszustand von 2020 bis 2023

Abbildung 2 zeigt die prozentuale Aufteilung der SC-bezogenen medizinischen Kosten, aufgeschlüsselt nach dem präoperativen Ernährungsstatus. Tabelle 2 zeigt die Veränderungen der Anteile der verschiedenen Kategorien der SC-Medizinkosten von 2020 bis 2023. Material-, Medikamenten- und Untersuchungskosten machten im gesamten Studienzeitraum bei gut ernährten Patienten sowie bei Patienten mit Ernährungsrisiko gemeinsam mehr als 70 % der Gesamtkosten aus.

Von 2020 bis 2023 gingen die Anteile der Arzneimittel- und Materialkosten in beiden Gruppen zurück. Der jährliche Rückgang des Anteils der Arzneimittelkosten betrug −2,85 % bei gut ernährten Patienten und −0,96 % bei Patienten mit Ernährungsrisiko. Im Gegensatz dazu stiegen die Anteile der Operations- und Untersuchungskosten in beiden Gruppen an. Auch der Anteil der Antibiotikakosten an den Gesamtkosten für Arzneimittel stieg in beiden Gruppen, mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 7,33 % bei Patienten mit Ernährungsrisiko und 6,83 % bei gut ernährten Patienten. Diese Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der jährlichen Veränderungen waren jedoch deskriptiv und wurden nicht formal geprüft.

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Abbildung 2: Anteilige Zusammensetzung der medizinischen Kosten bei Magenkrebs nach präoperativem Ernährungsstatus. Die Abbildung zeigt den prozentualen Anteil der Kosten für Material, Medikamente, Operation, Untersuchungen und Krankenhausleistungen an den Gesamtkosten für medizinische Versorgung bei gut ernährten Patienten und Patienten mit Ernährungsrisiko. Die Arzneimittelkosten umfassen Antibiotika- und Nicht-Antibiotika-Kosten. Bitte klicken Sie hier, um eine vergrößerte Version dieser Abbildung anzusehen.

Tabelle 2: Zusammensetzung der medizinischen Kosten für Magenkrebs nach präoperativem Ernährungsstatus von 2020–2023. Die gesamten medizinischen Kosten wurden in fünf Kategorien unterteilt: Material-, Medikamenten-, Operations-, Untersuchungs- und Krankenhausleistungskosten. Die Medikamentenkosten umfassen Antibiotika- und Nicht-Antibiotika-Kosten. Bitte klicken Sie hier, um diese Tabelle herunterzuladen.

Faktoren, die mit den Krankenhauskosten in Verbindung stehen, basierend auf dem präoperativen Ernährungsstatus

Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse der multivariablen Analyse. Die medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC stiegen signifikant mit dem Alter und dem Tumorstadium, insbesondere bei Patienten mit Ernährungsrisiko. Bei Patienten mit Ernährungsrisiko war Hypertonie mit höheren Arzneimittel- und Krankenhauskosten verbunden. Tumoren im mittleren Abschnitt und multizentrische Tumoren waren mit höheren Arzneimittelkosten verglichen mit Tumoren im oberen Abschnitt assoziiert.

Bei gut ernährten Patienten waren Diabetes mit höheren Untersuchungskosten sowie Herzkrankheiten mit höheren Kosten für Untersuchungen und Krankenhausleistungen assoziiert. Tumoren im oberen Bereich waren im Vergleich zu Tumoren an anderen Stellen mit höheren Kosten für Operationen und Material verbunden.

Tabelle 3: Assoziationen zwischen den Kosten für Magenkrebs und den Patientenmerkmalen nach Kostenkategorie und präoperativem Ernährungsstatus. Die Kosten wurden in CNY des Jahres 2020 (¥) angegeben und logarithmisch transformiert. Die Regressionsanalysen wurden mithilfe verallgemeinerter linearer Modelle (GLMs) durchgeführt, und die Ergebnisse werden als Schätzwerte (95 % KI) dargestellt. Robuste Standardfehler wurden verwendet, um Heteroskedastizität zu berücksichtigen. Im Modell wurde für das Jahr adjustiert. Der Varianzinflationsfaktor (VIF) für die Regressionsmodelle betrug 2,43. Die gesamten medizinischen Kosten wurden in fünf Kategorien unterteilt: Material-, Medikamenten-, Operations-, Untersuchungs- und Krankenhausleistungskosten. ap < 0,05; bp < 0,01. Bitte klicken Sie hier, um diese Tabelle herunterzuladen.

Zusätzliche Analyse

Zusatz-Tabelle 1 zeigt die Assoziation zwischen dem präoperativen Ernährungsstatus und den medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC. Nach Anpassung für Patientenmerkmale und Jahr ergab sich keine signifikante Assoziation des Ernährungsrisikos mit den gesamten medizinischen Kosten oder den meisten Kostenkategorien, mit Ausnahme einer signifikanten negativen Assoziation mit den Krankenhausleistungskosten.

Um ein potenzielles Selektionsbias aufgrund fehlender klinischer Informationen zu beurteilen, wurden die verfügbaren Merkmale der in die Analyse eingeschlossenen und der ausgeschlossenen Patienten verglichen (Supplementary Table 2). Bei Geschlecht, Altersgruppe, Hypertonie oder Herzerkrankung zeigten sich keine signifikanten Unterschiede, während die eingeschlossenen Patienten höhere Anteile an Ernährungsrisiko und Diabetes aufwiesen.

VERFÜGBARKEIT VON DATEN:

Die anonymisierten Daten, die der in dieser Studie berichteten Analyse zugrunde liegen, werden als ergänzende Dateien bereitgestellt. Ergänzende Tabelle 3 enthält die individuellen Patientendaten, die zur Erstellung der Tabellen 1–3, Abbildung 2 und der ergänzenden Tabelle 1 verwendet wurden, während Ergänzende Tabelle 4 die Daten enthält, die zur Erstellung der ergänzenden Tabelle 2 verwendet wurden.

Zusatz-Tabelle 1: Zusammenhänge zwischen den Kosten für Magenkrebs und dem präoperativen Ernährungsstatus. Die Kosten wurden in CNY des Jahres 2020 (¥) angegeben und logarithmisch transformiert. Regressionsanalysen wurden mithilfe verallgemeinerter linearer Modelle (GLMs) durchgeführt, und die Ergebnisse werden als Schätzwerte (95 % KI) dargestellt. Robuste Standardfehler wurden verwendet, um Heteroskedastizität zu berücksichtigen. Im Modell wurde für das Jahr adjustiert. Der Varianzinflationsfaktor (VIF) für die Regressionsmodelle betrug 2,40. Die gesamten medizinischen Kosten wurden in fünf Kategorien unterteilt: Material-, Medikamenten-, Operations-, Untersuchungs- und Krankenhausleistungskosten. ap < 0,05; bp < 0,01. Bitte klicken Sie hier, um diese Datei herunterzuladen.

Zusatz-Tabelle 2: Vergleich der Merkmale zwischen Patienten, die in die Analyse eingeschlossen wurden, und solchen, die ausgeschlossen wurden. Die Patientenmerkmale werden als Häufigkeit (%) angegeben. Der Vergleich zwischen eingeschlossenen und ausgeschlossenen Patienten erfolgte mittels des Chi-Quadrat-Tests. Verglichene Merkmale umfassten Geschlecht, Altersgruppe, präoperative Ernährungsstatus, Hypertonie, Diabetes und Herzerkrankung. Die Ergebnisse werden als p-Werte dargestellt. Bitte klicken Sie hier, um diese Datei herunterzuladen.

Ergänzende Tabelle 3: Anonymisierte, patientenbezogene Datensatzdatei für die Hauptanalysen. Dieser anonymisierte Datensatz enthält die patientenbezogenen Variablen zu Demografie, klinischen Merkmalen, Ernährungsstatus und medizinischen Kosten, die zur Erstellung der Tabellen 1–3, Abbildung 2 und der ergänzenden Tabelle 1 verwendet wurden. Alle direkten Patientenkennungen wurden entfernt. Bitte klicken Sie hier, um diese Datei herunterzuladen.

Ergänzende Tabelle 4. Anonymisierte Datensatzdatei für den Vergleich von eingeschlossenen und ausgeschlossenen Patienten. Dieser anonymisierte Datensatz enthält die verfügbaren demografischen und klinischen Merkmale der Patienten, die in die endgültige Analyse einbezogen wurden bzw. davon ausgeschlossen waren, und wurde zur Erstellung der ergänzenden Tabelle 2 verwendet. Alle direkten Patientenidentifikatoren wurden entfernt. Bitte klicken Sie hier, um diese Datei herunterzuladen.

Diskussion

Die medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC wiesen von 2020 bis 2023 einen umgekehrt u-förmigen Trend auf, wobei die medianen Kosten 2021 ihren Höhepunkt erreichten und nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Kontrolle von COVID-19 Ende 2022 zurückgingen. Eine mögliche Erklärung ist die Wirkung der Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Pandemie29. Die in China von 2021 bis 2022 umgesetzte Null-COVID-Politik sah wiederholte COVID-19-Screenings, die Nutzung von Isolierzimmern und zusätzliche Schutzausrüstung vor, was die Gesamtkosten der Krebsbehandlung erhöht haben könnte. Störungen in der Versorgung mit Arzneimitteln und medizinischem Material könnten ebenfalls zu höheren Kosten während der Pandemie beigetragen haben30. Mit der Erholung der Lieferketten gingen die Kosten für Medikamente und Materialien 2023 zurück. Im Gegensatz dazu nahmen die medianen Kosten für Untersuchungen, Operationen und Krankenhausleistungen in der Zeit nach der Pandemie nicht ab. Die COVID-19-Pandemie belastete die Gesundheitssysteme und verringerte den Zugang zu Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen31˒32. Nach der Aufhebung der pandemischen Kontrollmaßnahmen könnten einige Patienten mit fortgeschrittenerer Erkrankung vorgestellt worden sein, was umfangreichere Untersuchungen, komplexere chirurgische Behandlungen und intensivere Krankenhausdienstleistungen erforderlich machte. Ein höherer Anteil an Tumorstadium IV wurde 2023 im Vergleich zu den Jahren 2020–2022 beobachtet.

Material-, Medikamenten- und Untersuchungskosten waren unabhängig vom präoperativen Ernährungsstatus die drei Hauptkostentreiber, was mit früheren Studien aus China übereinstimmt33˒34. Im vorliegenden Studie entfiel ein größerer Anteil der Gesamtkosten auf Materialkosten (32,85 %–37,83 %) als in einer früheren Studie aus dem Jahr 2016 (25,20 %), während der Anteil der Medikamentenkosten geringer war (19,75 %–22,01 %) als in Studien aus den Jahren 2011 (53,00 %) und 2016 (42,70 %) berichtet33˒34.

Diese Unterschiede könnten staatliche Regelungen des Krebsmedikamentenmarkts und Reformen des Krankenversicherungssystems widerspiegeln. Der vergleichsweise hohe Anteil an Patienten im Frühstadium könnte ebenfalls zu dem niedrigeren Anteil der Medikamentenkosten beigetragen haben. Etwa 70 % der Patienten wiesen ein Stadium I oder II auf, was teilweise auf das in der Provinz Zhejiang 2013 eingeführte Screening-Programm für gastrointestinalen Krebs zurückzuführen sein könnte35. Von 2020 bis 2023 ging der Anteil der Medikamentenkosten in beiden Ernährungsgruppen zurück. Beschreibend war der jährliche Rückgang bei gut ernährten Patienten (-2,85 %) größer als bei Patienten mit Ernährungsrisiko (-0,96 %). Mögliche Erklärungen hierfür umfassen Unterschiede in der Immunfunktion36˒37, der Wundheilung38, dem Risiko postoperativer Komplikationen11˒38 sowie in den Behandlungsmustern. Nach der SC-Operation wird in vielen chinesischen Krankenhäusern routinemäßig eine postoperative Ernährungsunterstützung bereitgestellt, während präoperative Ernährungsinterventionen häufiger bei Patienten durchgeführt werden, bei denen ein Ernährungsrisiko festgestellt wurde39˒40. Unterschiede in den Behandlungsstrategien könnten daher zu den beobachteten Mustern in der Zusammensetzung der Medikamentenkosten beitragen. Der Anteil der Antibiotikakosten an den Gesamtmedikamentenkosten stieg zudem in beiden Ernährungsgruppen an, mit jährlichen Wachstumsraten von 7,33 % bei Patienten mit Ernährungsrisiko und 6,83 % bei gut ernährten Patienten.

Die Zusammenhänge zwischen Patientenmerkmalen und SC-bezogenen medizinischen Kosten unterschieden sich ebenfalls je nach präoperativem Ernährungsstatus. Die medizinischen Kosten stiegen im Allgemeinen mit dem Alter bei Diagnosestellung und dem Tumorstadium an, was mit früheren Literaturangaben übereinstimmt33˒34. Dieses Muster war bei Patienten mit Ernährungsrisiko ausgeprägter, die ein höheres Risiko für postoperative Komplikationen und eine geringere Therapietoleranz aufweisen können41˒42. Bei der Gruppe mit Ernährungsrisiko war Hypertonie mit höheren Kosten für Medikamente und Krankenhausleistungen verbunden. Ein schlechter Ernährungsstatus wurde bereits mit einer beeinträchtigten kardiovaskulären Homöostase und metabolischen Veränderungen in Verbindung gebracht, die zu einer Dysfunktion der Blutdruckregulation beitragen können43. Herzkrankheiten und Diabetes waren bei gut ernährten Patienten mit höheren Kosten für Untersuchungen und Krankenhausleistungen assoziiert. Auch die Tumorlokalisation war mit Unterschieden in den Kostenkategorien verbunden. Bei Patienten mit Ernährungsrisiko waren Tumoren im mittleren Magenabschnitt und multizentrische Tumoren mit höheren Arzneimittelkosten verbunden. Solche Tumoren können eine totale oder subtotalen Gastrektomie erfordern44˒45, und Patienten mit schlechtem Ernährungsstatus, die einer umfangreichen Operation unterzogen werden, könnten anfälliger für postoperative Infektionen und Komplikationen sein46. Bei gut ernährten Patienten waren Tumoren im oberen Magenabschnitt mit höheren Kosten für Operationen und Materialien verbunden als Tumoren an anderen Lokalisationen. Obere Magentumoren können intraoperativ eine größere technische Herausforderung darstellen47, was möglicherweise zu einer längeren Operationsdauer und einem stärkeren Verbrauch an chirurgischem Material führt.

Für das Management von SC und die Verteilung medizinischer Ressourcen ergeben sich mehrere Implikationen, insbesondere in der Provinz Zhejiang und anderen östlichen Regionen Chinas. Da Materialien, Medikamente und Untersuchungen die wesentlichen Kostentreiber darstellten, könnte eine umfassendere Abdeckung essentieller medizinischer Materialien und Arzneimittel innerhalb zentralisierter Beschaffungssysteme sowie gezielte Subventionen für Antiinfektions- und Komplikationspräventionsmedikamente sowie chirurgische und Untersuchungsmaterialien dazu beitragen, die wirtschaftliche Belastung durch die SC-Behandlung zu verringern. Angesichts der beobachteten Heterogenität der Kostenstruktur bezüglich des Ernährungsstatus könnten zukünftige Reformen des fallbezogenen Vergütungssystems den Ernährungsstatus als stratifizierenden Faktor berücksichtigen. Es werden jedoch medikamentenspezifische Kostendaten benötigt, um zu ermitteln, wie der Ernährungsstatus und Ernährungsinterventionen die SC-bezogenen medizinischen Kosten beeinflussen, bevor solche politischen Maßnahmen vollständig bewertet werden können. Regelmäßige Ernährungsscreenings und -unterstützung könnten zudem behandlungsstrategien ermöglichen, die auf den Ernährungsstatus zugeschnitten sind, obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ernährungsunterstützung zu bestimmen. Die vorliegenden Ergebnisse erweitern zwei verwandte Bereiche früherer Forschung. Frühere Studien zur ökonomischen Belastung durch SC in China untersuchten entweder nicht die prozentuale Aufschlüsselung der Kosten7 oder stützten sich auf Daten aus den 2000er und 2010er Jahren33˒34. Zudem haben frühere Studien Zusammenhänge zwischen Ernährungsrisiko und Krankenhauskosten sowie die klinischen und ökonomischen Auswirkungen von Ernährungsinterventionen untersucht18–20. Die vorliegende Analyse ergänzt diese Arbeiten durch eine Aufteilung nach Kostenkategorien und Ernährungsstatus anhand aktueller klinischer Daten und vervollständigt frühere Untersuchungen zu Ernährungsinterventionen bei gastrointestinalen Krebserkrankungen40.

Mehrere Einschränkungen sollten berücksichtigt werden. Erstens war der postoperative Ernährungszustand nicht verfügbar. Der Ernährungszustand kann sich nach der Operation verschlechtern, und postoperative Veränderungen könnten mit ungünstigen Ergebnissen wie Wundinfektionen und verzögerter Genesung assoziiert sein, was die medizinischen Kosten erhöhen könnte. Analysen, die lediglich auf präoperativen NRS-2002-Scores basieren, könnten daher die gesamte Wirkung des Ernährungsrisikos auf die Kosten unterschätzen. Zweitens wurden ambulante Kosten, einschließlich Strahlentherapie und Chemotherapie, sowie indirekte Kosten, wie häusliche Ernährungsunterstützung, angeheuerte Pflegekräfte und Einkommensverluste, nicht einbezogen. Drittens wurde die Studie an einem einzigen tertiären Krankenhaus in Ningbo, Ostchina, durchgeführt, was die Verallgemeinerbarkeit einschränken könnte. Unterschiede in den Gesundheitsressourcen, Krankenversicherungsrichtlinien und Patientenmerkmalen zwischen den östlichen und westlichen Regionen oder zwischen städtischen und ländlichen Gebieten könnten die Übertragbarkeit beeinflussen, insbesondere da der hohe Anteil an Patienten im Stadium I–II teilweise das gastrointestinale Krebs-Screeningprogramm von Zhejiang widerspiegeln könnte. Viertens waren die Kosten für ernährungstherapeutische Maßnahmen in den Arzneimittelkosten enthalten, doch das Krankenakten-System lieferte lediglich aggregierte Arzneimittelkosten ohne detaillierte Angaben auf Einzelebene. Die Kosten für die Ernährungsunterstützung konnten daher innerhalb der Ernährungszustandsgruppen nicht separat quantifiziert oder bewertet werden. Eine Selektionsverzerrung aufgrund des Ausschlusses von Patienten mit fehlenden Informationen zum Tumorstadium oder Tumorsitz kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Zukünftige Studien könnten diese Einschränkungen durch multizentrische Studiendesigns angehen, die breitere Kostenkategorien, detaillierte sozioökonomische Informationen, longitudinale Bewertungen des präoperativen und postoperativen Ernährungsstatus sowie kostenmäßige Angaben auf Ebene einzelner Medikamente und der Ernährungsunterstützung einbeziehen. Eine Vier-Gruppen-Stratifizierung basierend auf dem Ernährungsstatus und der Intensität der Ernährungsintervention könnte helfen, die biologischen und klinischen Auswirkungen von Mangelernährung von den behandlungsbedingten Effekten der Ernährungsunterstützung zu unterscheiden. Längere Beobachtungszeiträume, die ausreichend prä-, intra- und post-pandemische Phasen abdecken, könnten zudem eine Bewertung des möglichen unterschiedlichen Einflusses der Pandemie auf die medizinischen Kosten im Zusammenhang mit SC bei verschiedenen Ernährungsstatus ermöglichen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SC-bezogenen medizinischen Kosten je nach präoperativem Ernährungsstatus variierten. Subventionen für lebenswichtige Medikamente und medizinische Materialien könnten in Betracht gezogen werden, um die wirtschaftliche Belastung der SC-Behandlung zu verringern. Die mögliche Rolle von behandlungsstrategien, die nach Ernährungsstatus stratifiziert sind, sowie der routinemäßigen Ernährungsunterstützung zur Kostensenkung sollte in zukünftigen Studien untersucht werden, die detaillierte Informationen über Ernährungsinterventionen und deren damit verbundene Kosten liefern.

Offenlegungen

Die Autoren geben keine Interessenkonflikte an.

AUTORENBETEILIGUNG:
Zeng-Bao Hu trug zur ursprünglichen Ausarbeitung des Manuskripts, zur Methodik, zur formalen Analyse und zur Visualisierung bei. Hao-Xun Mao trug zur Überprüfung und Bearbeitung des Manuskripts sowie zur Projektverwaltung bei. Stuart McDonald trug zur Überprüfung und Bearbeitung des Manuskripts sowie zur Betreuung bei. Hua Yu trug zur Überprüfung und Bearbeitung des Manuskripts, zur Konzeption, Methodik, Betreuung, Datenverwaltung und Projektverwaltung bei. Yi Lin trug zur Überprüfung und Bearbeitung des Manuskripts, zur Konzeption, Methodik und Betreuung bei. Alle Autoren haben das endgültige Manuskript überprüft und genehmigt.

Danksagungen

Dem Krankenhaus Nr. 2 Ningbo wird gedankt, dass es die Daten bereitgestellt hat.

Materialien

Liste der in diesem Artikel verwendeten Materialien
NameUnternehmenKatalognummerKommentare
Ernährungsrisikoscreening 2002 (NRS-2002)N/VN/VWird verwendet, um den präoperativen Ernährungszustand zu beurteilen und Patienten als gut ernährt (Score <3) oder als risikobehaftet bezüglich Ernährungsmangel (Score ≥3) einzustufen
Stata-StatistiksoftwareStataCorp LLC, College Station, TX, USAVersion 17Wird für die statistische Analyse verwendet

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