18. Juli 2017
Hier beschreiben wir eine innovative Methode zur Bestimmung von Komplementrezeptor 1 (CR1) Länge Polymorphismen zur Verwendung in mehreren Anwendungen, insbesondere die Beurteilung der Anfälligkeit für Krankheiten wie Alzheimer-Krankheit (AD). Diese Methode könnte nützlich sein, um besser zu verstehen, die Rolle der CR1-Isoformen in der Pathogenese von AD.
Das übergeordnete Ziel dieser Methode besteht darin, Längenpolymorphismen des Komplementrezeptors 1 zu typisieren, um deren Verwendung bei der Beurteilung der Anfälligkeit für Erkrankungen wie Alzheimer-Krankheit zu ermöglichen und so die Rolle von CR1-Isoformen bei der Krankheitsentstehung besser zu verstehen. Diese Methode kann helfen, zentrale Fragen im Bereich der Neurowissenschaften, beispielsweise zur Pathogenese der Alzheimer-Krankheit, zu beantworten. Die wesentlichen Vorteile dieser Technik liegen darin, dass keine frischen Blutproben erforderlich sind und sie einfacher, kostengünstiger, schneller und daher auf größere Populationen anwendbar ist.
Die Idee zu dieser Methode entstand zunächst, als wir die Herausforderungen bei der Durchführung von Western Blots hinsichtlich des notwendigen Zeitaufwands und des Bedarfs an frischen Blutproben erkannten. Pipettieren Sie 20 Mikroliter Proteinase K auf den Boden eines 1,5-Milliliter-Röhrchens. Geben Sie anschließend 200 Mikroliter Probe in das Röhrchen.
Fügen Sie 200 Mikroliter Lysepuffer zur Probe hinzu. Mischen Sie durch kurzes Wirbeln für 15 Sekunden. Inkubieren Sie nach dem Mischen 10 Minuten lang bei 56 Grad Celsius in einem Wasserbad.
Zentrifugieren Sie das 1,5-Milliliter-Röhrchen kurz, um die Tropfen von der Innenseite des Deckels zu entfernen. Geben Sie anschließend 100 Mikroliter Ethanol zur Probe hinzu. Mischen Sie erneut durch kurzes Vortexen für 15 Sekunden, bevor Sie das Röhrchen wie zuvor kurz zentrifugieren.
Als Nächstes wird das Gemisch vorsichtig auf die Membransäule in einem Sammelröhrchen mit zwei Milliliter aufgetragen. Ohne den Rand zu benetzen, wird der Deckel geschlossen und eine Minute lang bei 6.000 × g zentrifugiert. Danach wird die Membransäule in ein sauberes Sammelröhrchen mit zwei Milliliter überführt und das Röhrchen mit dem Filtrat entsorgt.
Öffnen Sie die Membransäule vorsichtig und geben Sie 500 µL Waschpuffer 1 hinzu, wobei der Rand nicht benetzt werden darf. Schließen Sie die Kappe und zentrifugieren Sie eine Minute lang bei 6.000 ×g. Anschließend setzen Sie die Membransäule in ein sauberes 2-mL-Sammelröhrchen und entsorgen Sie das Röhrchen mit dem Filtrat.
Nachdem die Membransäule vorsichtig geöffnet wurde, 500 Mikroliter Waschpuffer zwei hinzufügen, wobei der Rand nicht benetzt werden darf. Die Kappe schließen und drei Minuten bei 20.000 × g zentrifugieren. Anschließend die Membransäule in ein neues zwei-Milliliter-Sammelröhrchen stellen und erneut zentrifugieren.
Nach der Zentrifugation das Membrankolben in ein sauberes 1,5-Milliliter-Röhrchen stellen und das Sammelröhrchen mit dem Filtrat verwerfen. Das Membrankolben vorsichtig öffnen und 200 Mikroliter destilliertes Wasser hinzufügen. Das Kolben bei Raumtemperatur fünf Minuten lang inkubieren, bevor es eine Minute lang bei 6.000 × g zentrifugiert wird.
Um das HRM-PCR-Protokoll durchzuführen, verdünnen Sie die DNA-Proben zunächst in 1,5-Milliliter-Röhrchen mit Wasser auf eine Konzentration von 10 Nanogramm pro Mikroliter. Verdünnen Sie anschließend die aufgetauten Primerlösungen in 1,5-Milliliter-Röhrchen mit Wasser auf dieselbe Konzentration von sechs Mikromolar. Tauen Sie die HRM-PCR-Kit-Lösungen auf und mischen Sie sie vorsichtig durch Vortexen, um sicherzustellen, dass alle Bestandteile vollständig resuspendiert werden.
Die drei Röhrchen, die Enzymgemisch mit DNA-Bindefarbstoff, Magnesiumchlorid und Wasser enthalten, kurz in einer Mikrozentrifuge zentrifugieren, bevor sie geöffnet werden. In einem 1,5-Milliliter-Röhrchen bei Raumtemperatur die Komponenten gemäß dem schriftlichen Protokoll zur Herstellung des PCR-Ansatzes für eine 120-Mikroliter-Reaktion verwenden. Vorsichtig durch Vortexen mischen.
Es ist entscheidend, dass Sie mit Sorgfalt und Konzentration gemäß den bewährten Verfahren der Molekularbiologie arbeiten. Pipettieren Sie 19 Mikroliter der PCR-Mischung in jede Vertiefung einer weißen Mehrfach-Well-Platte. Geben Sie einen Mikroliter der konzentrationsangepassten DNA-Vorlage hinzu und verschließen Sie anschließend die weiße Mehrfach-Well-Platte mit einer Versiegelungsfolie.
Zentrifugieren Sie die weiße Mehrfach-Well-Platte eine Minute lang bei 1.500 × g in einer Standard-Schwingkorbzentrifuge mit einem Rotor für Mehrfach-Well-Platten und geeigneten Adaptern. Laden Sie die weiße Mehrfach-Well-Platte in das HRM-PCR-Gerät ein. Starten Sie das HRM-PCR-Programm mit den im Textprotokoll angegebenen PCR-Bedingungen.
Nach der HRM-PCR-Reaktion HRM-Analyse durchführen, um die Längenpolymorphie des CR1 gemäß dem schriftlichen Protokoll zu bestimmen. Die Schmelzkurven wurden mithilfe der Software analysiert, nachdem die aus der genomischen DNA von Probanden mit verschiedenen CR1-Isoformen stammenden PCR-Amplicons hochauflösend geschmolzen worden waren. Die Ergebnisse sind Kurven, die Probanden entsprechend ihren allotypischen CR1-Expressionsphänotypen unterscheiden.
Wie anhand der beiden Darstellungsformen – normalisierte und verschobene Schmelzkurven sowie normalisierte und temperaturverschobene Differenzkurven – gezeigt wird, verteilen sich die Kurvenprofile entsprechend der Gruppen CR1 star drei, CR1 star eins; CR1 star eins, CR1 star zwei; CR1 star eins; CR1 star zwei; sowie CR1 star zwei, CR1 star vier. Diese Kurven entsprechen den Allelen der CR1-Längenpolymorphie. Nach Anschauen dieses Videos sollten Sie ein gutes Verständnis dafür haben, wie die Genotypisierung der CR1-Längenpolymorphie einfach anhand perfekter Kurven, die mittels HRM-PCR erhalten wurden, durchgeführt wird.
Im Allgemeinen haben Personen, die neu in dieser Methode sind, Schwierigkeiten, da Referenzproben mit bereits bekannten CR1-Längengenotypen erforderlich sind. Wenn die Technik einmal beherrscht ist, kann sie in vier Stunden durchgeführt werden, sofern sie ordnungsgemäß ausgeführt wird. Bei der Durchführung dieses Verfahrens ist es wichtig, daran zu denken, für jede DNA-Probe die gleiche Konzentration zu verwenden.
Nach dieser Vorgehensweise können andere Methoden wie die konische DNA-Sequenzierung durchgeführt werden, um zusätzliche Fragen zu beantworten, beispielsweise die Entdeckung eines neuen, bisher unbekannten privaten SNP. Durch diese Entwicklung ebnet diese Technik der Forschung im Bereich der Populationsgenetik den Weg, um den selektiven Druck von Pathogenen auf die Längenpolymorphie von CR1 zu untersuchen. Obwohl diese Methode Einblicke in die Anfälligkeit für die Pathogenese der Alzheimer-Krankheit liefern kann, ist sie auch auf andere Krankheitsstudien anwendbar, wie beispielsweise systemischen Lupus erythematodes und Malaria.
Dieser Artikel stellt eine neuartige Methode zur Genotypisierung von Längenpolymorphismen des Komplementrezeptors 1 (CR1) vor, die zur Beurteilung der Anfälligkeit für Krankheiten wie die Alzheimer-Krankheit (AD) beitragen kann. Das Verfahren bietet den Vorteil, dass keine frischen Blutproben benötigt werden und es effizienter für größere Populationen ist.
Die Genotypisierung von Längenpolymorphismen des Komplementrezeptors 1 (CR1) ermöglicht eine mechanistische Entlastung bei der Zielvalidierung in der Alzheimer-Krankheit, indem die Expression von Isoformen mit Wegen zum Abbaus von Amyloid-Beta verknüpft wird. Diese Hochauflösende Schmelz-Punktkurve-PCR-Methode liefert eine vorhersagestarke Sicherheit für die Überprüfung therapeutischer Hypothesen, ohne dass frische Proben benötigt werden, und unterstützt ein skalierbares Screening in populationsgenetischen Studien. Der Ansatz verbessert die translationale Kontinuität von der Entdeckung bis zur präklinischen Bewertung der CR1-vermittelten Krankheitsanfälligkeit.
Die Methode fügt sich in den Entdeckungsprozess von der Target-Validierung bis zur Leitstruktur-Identifizierung ein, indem sie genetisch definierte Kohorten für die mechanistische Untersuchung und die Zuordnung von Biomarkern bereitstellt.