Die In-utero-Elektroporation ist eine weit verbreitete Technik zur schnellen und effizienten raumzeitlichen Manipulation verschiedener Gene im zentralen Nervensystem von Nagetieren. Eine Überexpression erwünschter Gene ist ebenso möglich wie shRNA-vermittelte Loss-of-Function-Studien. Daher bietet es ein breites Anwendungsspektrum. Die Möglichkeit, bestimmte Zellen in einem bestimmten Bereich gezielt anzusprechen, erweitert das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten dieser sehr nützlichen Methode weiter. Für eine effiziente Ausrichtung auf bestimmte Regionen ist die Kenntnis der Feinheiten wie des embryonalen Stadiums, der anzulegenden Spannung und vor allem der Position der Elektroden unerlässlich.
Hier stellen wir ein detailliertes Protokoll zur Verfügung, das eine spezifische und effiziente In-utero-Elektroporation mehrerer Regionen des zentralen Nervensystems der C57BL/6-Maus ermöglicht. Insbesondere wird gezeigt, wie Regionen, die sich in den retrosplenialen Kortex, den motorischen Kortex, den somatosensorischen Kortex, den piriformen Kortex, den cornu ammonis 1-3, den Gyrus dentatus, das Striatum, den Nucleus septus lateralis, den Thalamus und den Hypothalamus entwickeln, transfiziert werden können. Für diese Information über das geeignete Embryonalstadium wird die entsprechende Spannung für das entsprechende Embryonalstadium bereitgestellt. Vor allem aber wird eine Winkelkarte abgebildet, die die entsprechende Position des Pluspols anzeigt. Dieses standardisierte Protokoll trägt zu einer effizienten In-utero-Elektroporation bei, die auch zu einer geringeren Anzahl von Tieren führen kann.