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Alle dargestellten Daten, mit Ausnahme von FACS-Plots, wurden mit einer Statistiksoftware analysiert. Die FACS-Plots wurden mit der Durchflusszytometrie-Software analysiert.
Die Analyse der Blutkörperchenzahl zeigte keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf Erythrozyten zwischen allen getesteten Bedingungen (Abbildung 2). Aber, Thrombozyten und Leukozyten wurden drastisch in der Latex-Gruppe reduziert, was auf eine sehr schlechte Biokompatibilität von Latex. Dies wird durch erhöhte Konzentrationen von freiem Hämoglobin in der Latexgruppe noch verstärkt, was darauf hindeutet, dass außer der Latexgruppe keines der anderen Gefäßgeräte oder -bedingungen zu einer umfangreichen Hämolyse führte (Abbildung 2). Darüber hinaus führten die beschichteten PVC-Rohre, PolyPVC und HepPVC sowie der getestete Stent nicht zu Thrombose mittels Thrombozyten- und Leukozytenverlust, während Latex den höchsten Thrombozyten- und Leukozytenverlust aufwies, gefolgt von unbeschichteten PVC-Rohren, die einen abgenommenen Trend aufwiesen.
Während alle getesteten Gefäßgeräte zu einer erhöhten Aktivierung des Gerinnungssystems (FPA) und der Komplementkomponente (sC5b-9) führten, zeigten die HepPVC-Schleifen einen Trend zu einem Rückgang der FPA- und sC5b-9-Werte im Vergleich speziell zu PolyPVC-Schleifen (Abbildung 3). Interessanterweise zeigten unbeschichtete PVC- und Gap-Schleifen niedrigere FPA-Werte im Vergleich zu PolyPVC, erreichten jedoch nicht das Niveau der statistischen Signifikanz. Dennoch wiesen Latexschleifen im Vergleich zu Ausgangs- und statischen Bedingungen deutlich erhöhte FPA-Werte auf.
In Übereinstimmung mit den Blutkörperchen der Vollblutzellen wiesen Latexschleifen die höchsten Konzentrationen von TNF, IL-6 und PMN-Elastase auf (Abbildung 4), und erreichten im Vergleich zu den übrigen Gruppen im Vergleich zu TNF und IL-6 (Abbildung 4A,B) die höchsten Werte, während die statischen und basisgemäßen Bedingungen in Bezug auf DIE PMN-Elastase (Abbildung 4C) erreichten. Diese Ergebnisse deuten auf die starke Aktivierung von Leukozyten durch Latex hin. Die Ausgangswerte der Aktivierungsmarker waren immer mit statischen Bedingungen vergleichbar, was auf eine richtige Heparinisierung des Blutes hindeutet.
Interessanterweise wurde gezeigt, dass die Thrombozyten- und Leukozytenzahl für lückeninduzierte Schleifen bei mäßiger Aktivierung des Koagulatoriumssystems (FPA) und der Leukozyten (PMN-Elastase) nur geringfügig reduziert wurde, obwohl unsachgemäßer Schleifenverschluss mit resultierenden Strömungsturbulenzen und Blutkontakt zur unbeschichteten, rauen Schnittfläche zu makroskopisch sichtbaren Gerinnungen am Spleiß führte (Abbildung 1F). Die Gerinnsel und ihre Verteilung über die gesamte Spleißfläche waren mit den Bildern von 'CT' und SEM offensichtlich, während kein Gerinnsel gefunden wurde, wenn die Schleifen geschlossen wurden, wobei die externe Schließvorrichtung keine Lücke zwischen den Schleifenenden hinterließ(Abbildung 5).
Die zytometrische Analyse von Wirtsblutzellen, die mit Thrombozyten-spezifischen Markern, CD41 und Thrombozytenaktivierungsmarker CD62P gefärbt wurden, sind in Abbildung 6A,Bdargestellt. Hier zeigten die Latexröhren eine extrem hohe mediane Fluoreszenzintensität (MFI) für CD62P auf Blutplättchen, gefolgt von Stent, während Heparin-beschichtete PolyPVC-Röhren eine minimale Aktivierung von Thrombozyten zeigten, die die antithrombogene Eigenschaft von PolyPVC-Röhren darstellten. Darüber hinaus wurden Leukozyten auf der Grundlage der CD45- und SSC-basierten Granularität (Side Scatter) in (i) Granulozyten eingeteilt; ii) Monozyten und iii) Lymphozyten (Abbildung 7), und die Expression von CD162+ Integrin wurde bei jeder Subpopulation von Leukozyten nachgewiesen, von denen bekannt ist, dass sie mit dem CD62P auf den Thrombozyten interagieren24. Es wurde festgestellt, dass die Integrin-Ausdrücke auf Granulozyten und Lymphozyten in Latexschleifen drastisch reduziert wurden. Dieses Ergebnis entsprach den abgesenkten Gesamtfrequenzen von Leukozyten in den Latexschleifen (Abbildung 2). Im Allgemeinen waren die Integrinspiegel bei Monozyten höher als bei Granulozyten und Lymphozyten, was auf die Wahrscheinlichkeit der Monozyten-Wechselwirkung mit aktivierten Thrombozyten hindeutet. In diesem Zusammenhang wurden Monozytenplättchenaggregate auch durch Färbung der Blutzellen mit CD14 (als Monozytenmarker) und CD41 (als Thrombozytenmarker) bewertet und letztlich doppelpositive Zellen identifiziert, d.h. CD14+CD41+MPA (Abbildung 8). Hier stellten wir fest, dass die Stentgruppe die höchsten Konzentrationen von CD41-Expression auf dem MPA aufwies, gefolgt von der Latexgruppe, was auf eine erhöhte Tendenz zur Bildung von MPA hindeutet, trotz der reduzierten Häufigkeit von Monozyten (<1 %) in den Latexschleifen.

Abbildung 1: Übersicht über das in vitro hämodynamische Schleifenmodell und seine Änderungen. (A) Schleife für das Lückenexperiment mit externem Schleifenschließsystem, sodass keine Lücke am Spleiß eingplatzt. (B) Schleife aus polyPVC beschichtetem PVC-Rohr und Stent innen (Pfeil). (C) Schleife aus Latexrohr. (D) Schleife für das Lückenexperiment ohne das externe Schleifenschließsystem, das eine Lücke zwischen den Rohrenden (Pfeil) hinterlässt. (E) Schleifen in der Schlaufe Wiege im Wasserbad platziert und mit Blut gefüllt. (F) Thrombus, der nach der Drehung zu einem Spalt am Spleiß (Pfeil) führt. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 2: Ergebnisse für blutzellige Anzahl und Plasmahämoglobin. (A) Erythrozyten zählen. (B) Thrombozyten zählen. (F) Leukozyten zählen. (D) Freies Plasmahämoglobin. Die Ergebnisse deuten auf die schlechte Biokompatibilität von Latex hin, was zu einer übermäßigen Hämolyse führt. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt. Fehlerbalken zeigen SEM. n=1 an. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 3: Ergebnisse für die Aktivierung des Gerinnungs- und Ergänzungssystems. (A) Aktivierung des Koagulationssystems, gemessen anhand von Fibrinopeptid A (FPA) (B) Komplementsystemaktivierung, gemessen anhand von SC5b-9-Werten. Während Latexröhren signifikante erhöhte Konzentrationen des FPA hervorriefen, war die Komplementaktivierung für alle getesteten Materialien stark. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt, Fehlerbalken geben SEM an. *p<0.05, n=1. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 4: Leukozyten-Aktivierungsmarker. (A) Tumornekrosefaktor alpha (TNF). (B) Interleukin 6 (IL-6) (C) PMN Elastase. Die Ergebnisse deuten auf eine erhöhte Aktivierung von Leukozyten aufgrund erhöhter Konzentrationen der analysierten Marker hin, gefolgt von Stentschleifen, die nur zu erhöhten Konzentrationen für PMN-Elastase führten, aber nicht tNF oder IL-6. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt, Fehlerbalken geben SEM an. *p<0.5; **p<0.01, n=1. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 5: Abbildung des Spleißes der Schleifen. (A) μ-Computer-Tomographie (CT) von Schleifen mit unsachgemäßem Schließen (Lücke). Die roten Bereiche weisen auf Thrombusmaterial hin. (B) Rendering der Luminalseite des Rohres. Die rechteckige Auswahl gibt den Bereich für die Rasterelektronenmikroskopie (SEM) an (C). (D) CT von Schleifen mit externer Schleifenverschlussvorrichtung und ohne Spalt am Spleiß, und (E) Rendering und Ansicht der Luminaloberfläche. Es wurde kein Thrombusmaterial gefunden. (F) SEM-Bild der rechteckigen Auswahl in (E). Auf der Schnittfläche wurde kein Thrombusmaterial gefunden. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 6: FACS-Plot zur Thrombozytenaktivierung (CD62P). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundzustand) mit der Blut-CD41+ Blutplättchen. (B) Grafik, die den Thrombozytenaktivierungsstatus zeigt, der durch die mittlere Fluoreszenzintensität (MFI) der verschiedenen Arten von Gefäßgeräten im Vergleich zu den statischen RT- und Ausgangsbedingungen reflektiert wird. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 7: FACS-Plot für Leukozytenintegrin (CD162). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundbedingung) zeigt die Blut-CD45+ Leukozyten und Untergruppen (B) Schaubild zeigt die Leukozyten-CD162+ Integrin-Mittelfluoreszenzintensität (MFI) der verschiedenen Arten von Gefäßgeräten im Vergleich zu den statischen und Basisbedingungen. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 8: FACS-Plot für Thrombozytenmonozytenaggregate (CD41/CD14). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundbedingung) zeigt die Gating für Blutmonozyten (CD45+/CD14+), Thrombozyten (CD41+) und Monozytenplättchenaggregate (CD41+/CD14+) (B) Schaubild, das die CD41+ mittlere Fluoreszenzintensität (MFI) auf Monozytenthromboletaggregaten für die verschiedenen Gefäßgeräte im Vergleich zu den statischen und Ausgangsbedingungen zeigt. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.