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Research Article
Max Wacker1, Ulf Betke2, Katrin Borucki3, Jörn Hülsmann1, George Awad1, Sam Varghese1, Maximilian Scherner1, Michael Hansen4, Jens Wippermann1, Priya Veluswamy1
1Department of Cardiothoracic Surgery,Otto-von-Guericke-University, 2Department of Mechanical Engineering, Institute for Materials and Joining Technology,Otto-von-Guericke-University, 3Institute of Clinical Chemistry and Pathobiochemistry,Otto-von-Guericke-University, 4Division of Cardiology and Angiology, Department of Internal Medicine,Otto-von-Guericke-University
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Erratum Notice
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Retraction Notice
The article Assisted Selection of Biomarkers by Linear Discriminant Analysis Effect Size (LEfSe) in Microbiome Data (10.3791/61715) has been retracted by the journal upon the authors' request due to a conflict regarding the data and methodology. View Retraction Notice
Hier wird ein Protokoll für ein standardisiertes in vitro hämodynamisches Schleifenmodell vorgestellt. Dieses Modell ermöglicht es, die Hämokompatibilität von Perfusionsröhren oder Gefäßstents zu testen, die der ISO-Norm 10993-4 (International Organization for Standardization) entsprechen.
In dieser Studie wurde die Hämokompatibilität von Rohren mit einem Innendurchmesser von 5 mm aus Polyvinylchlorid (PVC) verglichen, die mit verschiedenen bioaktiven Konjugaten beschichtet wurden, mit unbeschichteten PVC-Rohren, Latexrohren und einem Stent für intravaskuläre Anwendungen, die in die PVC-Rohre gelegt wurden. Die Bewertung der Hämokompatibilität erfolgte mit einem in vitro hämodynamischen Schleifenmodell, das von der ISO-Norm 10993-4 empfohlen wird. Die Rohre wurden in Segmente gleicher Länge geschnitten und geschlossen, um Schlaufen zu bilden, um jegliche Lücke am Spleiß zu vermeiden, dann mit menschlichem Blut gefüllt und in einem Wasserbad bei 37 °C für 3 Stunden gedreht. Danach wurde das Blut in den Röhrchen für die Analyse der Blutkörperchenzahl, Hämolyse (freies Plasmahämoglobin), Komplementsystem (sC5b-9), Gerinnungssystem (Fibrinopeptid A) und Leukozytenaktivierung (polymorphonukleare Elastase, Tumornekrosefaktor und Interleukin-6) gesammelt. Die Aktivierung der Wirtszellen wurde für die Thrombozytenaktivierung, den Leukozytenintegrinstatus und Monozytenplättchenaggregate mittels Durchflusszytometrie bestimmt. Die Wirkung eines ungenauen Schleifenverschlusses wurde mit Röntgenmikrotomographie und Rasterelektronenmikroskopie untersucht, die die Thrombusbildung am Spleiß zeigte. Latexröhren zeigten die stärkste Aktivierung sowohl der Plasma- als auch der Zellkomponenten des Blutes, was auf eine schlechte Hämokompatibilität hindeutet, gefolgt von der Stentgruppe und unbeschichteten PVC-Röhren. Die beschichteten PVC-Rohre zeigten keinen signifikanten Rückgang des Thrombozytenaktivierungsstatus, sondern eine erhöhte Komplement- und Gerinnungskade im Vergleich zu unbeschichteten PVC-Rohren. Das Schleifenmodell selbst führte nicht zur Aktivierung von Zellen oder löslichen Faktoren, und der Hämolysepegel war niedrig. Daher vermeidet das vorgestellte in vitro hämodynamische Schleifenmodell eine übermäßige Aktivierung von Blutbestandteilen durch mechanische Kräfte und dient als Methode zur Untersuchung von In-vitro-Wechselwirkungen zwischen Spenderblut und gefäßmedizinischen Geräten.
Hämokompatibilitätstests von Medizinprodukten sind ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung neuer Geräte wie Gefäßstents oder Perfusionsröhren für die extrakorporale Membransauerstoffversorgung. Bis heute gelten Tiermodelle als Standardwerkzeuge, um das Verfahren zur Prüfung der Medizinprodukte vor ihrer Umsetzung beim Menschen abzuschließen. Von nun an ist es notwendig, alternative In-vitro-Modelle zu finden, die bei der Minimierung von Tieruntersuchungen weiter helfen. In dieser Studie haben wir daher ein Miniatur-In-vitro-Hämodynamik-Schleifenmodell untersucht. Ziel dieser vorgestellten Methode ist es, die In-vitro-Blutverträglichkeit von Medizinprodukten nach der Norm ISO 10993-4 zu testen.
Der ISO 10993-4-Standard beschreibt standardisierte Sätze klinischer Parameter, die an Blutprobe1untersucht werden sollen. Kurz gesagt, dies sind Thrombose (Thromboletaggregation und -anzahl), Gerinnung (Fibrinopeptid A, FPA), hämatologische Analyse (Vollblutzellzahl), Hämolyseindex (freies Plasmahämoglobin) und das Komplementsystem (Terminalkomplementkomplex, sC5b9). Zusätzliche Marker, wie z.B. neutrophile polymorphonukleare Elastase (PMN), Interleukin 6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor - alpha (TNF), die den Aktivierungsstatus von Leukozyten widerspiegeln, können auch für Messungen berücksichtigt werden. Zur Bestimmung und Quantifizierung der zirkulierenden zellfreien Proteine, die im Blutplasma vorhanden sind, stellt der sandwich-enzymatische Immunsorbent Assay (ELISA) eine konventionelle und zuverlässigste Methode2,3dar. Ebenso können der Phänotyp und der Aktivierungsstatus der Wirtszellen (z. B. Leukozyten) quantifiziert werden, indem die Zelloberflächenexpression von Molekülen durch Durchflusszytometrie (FACS) erkannt wird, die auf einzelzelliver Suspensions-basierten Auslesungen basiert, bei denen fluoreszierende markierte spezifische Antikörper an die Zielzelloberflächenmoleküle4 binden. Die Rasterelektronenmikroskopie (SEM) wird auch empfohlen, um die Thrombusbildung auf dem getesteten Material nach iso 10993-4 Standard1zu bestimmen. Diese Methode kann durch röntgenmikrotomographie (CT) ergänzt werden, um strukturelle Analysen des Thrombus z.B. seiner Dicke, Größe und Lokalisation in einem 3D-gerenderten Bild5durchzuführen.
Der Grund für die Verwendung dieses in vitro hämodynamischen Modells ist es, die leistungsfähigsten und kompatiblen Medizinprodukte zu überprüfen, indem man die grundlegende physiologische Dynamik von Blutbestandteilen wie Blutplättchen, die an der primären Hämostase oder Leukozyten und deren Wechselwirkung mit verschiedenen Arten von Gefäßgeräten beteiligt sind, versteht. Solche In-vitro-Systeme sind sehr gefragt, da sie den Bedarf an Tierstudien reduzieren.
Das hier vorgestellte Loop-Modell erfüllt diese Anforderungen. Dieses Modell wurde erstmals 1958 von A.B. Chandler für die Herstellung von Blutthrombi beschrieben und wird daher auch Chandler Loop Modell6genannt. Bis jetzt wurde dieses Modell in einer Reihe von Experimenten und Modifikationen verwendet, um die Blutbiokompatibilität von Medizinprodukten7,8,9,10,11,12,13,14zu untersuchen. Es besteht aus Polymerröhren, die teilweise mit Blut gefüllt und zu reverschließbaren Schlaufen geformt werden. Diese Schleifen drehen sich in einem temperaturgeregelten Wasserbad, um vaskuläre Strömungsbedingungen mit ihren hämorheologischen Wirkungen zu simulieren. Alternative Methoden wie pumpengetriebene Modelle oder Modelle, die mechanische Kugelhähne innerhalb der Schlaufen verwenden, um einen Blutfluss in den Polymerröhren zu induzieren, wurden bereits beschrieben15,16. Der Gesamtvorteil der hier vorgestellten Methode besteht jedoch darin, dass die mechanische Kraft, die auf die Blutzellen und Proteine ausgeübt wird, gering ist, wodurch Hämolyse vermieden wird und es keinen Kontakt zwischen Blut und Anschlüssen gibt, der möglicherweise zu Strömungsturbulenzen und der Aktivierung von Blutbestandteilen führen könnte. Die wichtigsten aktivierenden Faktoren innerhalb der Schleife sind das Testmaterial selbst und die Luft, die im Inneren eingeschlossen ist. Dies trägt dazu bei, Messfehlerquellen zu minimieren und eine hohe Reproduzierbarkeit zu liefern, auch wenn die Blut-Luft-Schnittstelle zu einer Proteindenaturierung führen kann17. Es ist auch möglich, Sorten von Rohrmaterialien und Stentdurchmesser ohne Längen- oder Größenbeschränkungen zu untersuchen, wodurch die Verwendung von Rohren unterschiedlicher Länge und Innendurchmesser ermöglicht wird. Darüber hinaus können auch Hämokompatibilitäten von Wirtshämokompatibilitäten bei ungenauem Schleifenverschluss und Exposition gegenüber der unbeschichteten Rohroberfläche untersucht werden. Andere ähnliche medizinische Anwendungen dieses in vitro hämodynamischen Schleifenmodells ist, dass es auch verwendet werden könnte, um die Wechselwirkungen zwischen Immuntherapeutika (Medikamente) und Blutbestandteilen während der präklinischen Entwicklung oder des individuellen Arzneimittelsicherheitsscreenings vor der klinischen Erstphase I oder für die Erzeugung von Thrombusmaterial zu untersuchen, das in weiteren Experimenten18,19,20verwendet werden kann.
Diese Studie beschreibt ein detailliertes Protokoll zum Testen der Hämokompatibilitäten von Perfusionsröhren und/oder Stents. Hier der Vergleich zwischen unbeschichteten und beschichteten PVC-Rohren (hepPVC: Heparin-Beschichtung, PolyPVC: Beschichtung mit einem bioaktiven Polymer). Für beide beschichteten Rohre wurde eine niedrigere Aktivierung der Thrombozyten, aber eine höhere Aktivierung des Gerinnungssystems (FPA) im Vergleich zu den unbeschichteten Rohren gefunden. Die hier verwendeten HepPVC-Rohre werden mit kovalent gebundenem Heparin modifiziert, um sie thromboresistent21 zu machen und wurden bereits in einem Schleifenmodell eingesetzt, um verschiedene Parameter zu optimieren und zu charakterisieren22. Die in dieser Studie verwendeten PolyPVC-Röhren sind handelsübliche Röhrchen, die in klinischen Umgebungen der extrakorporalen Blutperfusion verwendet werden und mit einem Heparinpolymer beschichtet sind, um ihre Thrombogenität zu reduzieren23. Manchmal werden in klinischen Anwendungen sogar unbeschichtete PVC-Rohre verwendet. Daher haben wir Latexröhren als positive Kontrollgruppe aufgenommen, die eine übermäßige Aktivierung von Thrombozyten, Gerinnungssystem und lösliche Faktoren wie IL-6, TNF und PMN-Elastase zeigte. Thrombusbildung wurde bemerkt, als ein ungenauer Schleifenverschluss simuliert wurde. Dies führte zur Aktivierung des Gerinnungs- und Komplementsystems sowie von Leukozyten und Thrombozyten im Vergleich zu den Ausgangsbedingungen. Darüber hinaus führte der Blutkontakt mit dem hier verwendeten Stentmaterial (blankes Nitinolstent, bedeckt mit kohlenstoffimprägniertem expandiertem Polytetrafluorethylen) zu einer höheren Thrombozyten- und Leukozytenaktivierung in Form von PMN-Elastase. Insgesamt induzierte das vorgestellte Modell keine Hämolyse in einem der getesteten Gefäßgeräte, da sie mit den Ausgangs- oder statischen Bedingungen vergleichbar waren, mit Ausnahme der Latexröhren, bei denen die Hämolyse roter Blutkörperchen (RBC) offensichtlich war. Darüber hinaus können diese Perfusionsröhren entweder bildgebend oder durch Histologie untersucht werden. Obwohl histologische Auswertungen machbar sein könnten, konzentrierten wir uns hauptsächlich auf ELISA und Durchflusszytometrie, um diese Experimente durchzuführen und damit die Machbarkeit von Experimenten auf der Grundlage des hier vorgestellten Modells für viele Laboratorien zu ermöglichen. Somit stellt diese Methode eine praktikable Methode dar, um die Blutbiokompatibilität von gefäßmedizinischen Geräten gemäß den Empfehlungen der ISO 10993-4-Norm zu testen. Darüber hinaus kann diese Methode immer dann eingesetzt werden, wenn eine Wechselwirkung zwischen Blut und Materialien unter Strömungsbedingungen getestet werden sollte, die die In-vivo-Bedingungen imitiert.
Diese Studie wurde von der Ethikkommission der medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums Magdeburg (Antragsnummer 88/18) genehmigt und die Probanden vor dem Blutentnahmeverfahren schriftlich in Kenntnis der Einwilligung einwilligt.
1. Heparin-Stoffzubereitung und Blutentnahme
2. In-vitro-hämodynamische Schleifenbaugruppe
3. Blutprobenverarbeitung
4. Rasterelektronenmikroskopie und CT-Bilder
5. Blutzellzahl
6. Messung des freien Hämoglobins (fHb) im Plasma
7. Messung des FPA
8. Messung von sC5b9
9. Messung von PMN
10. Messung von TNF
11. Messung von IL-6
12. FACS-Analysen
Alle dargestellten Daten, mit Ausnahme von FACS-Plots, wurden mit einer Statistiksoftware analysiert. Die FACS-Plots wurden mit der Durchflusszytometrie-Software analysiert.
Die Analyse der Blutkörperchenzahl zeigte keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf Erythrozyten zwischen allen getesteten Bedingungen (Abbildung 2). Aber, Thrombozyten und Leukozyten wurden drastisch in der Latex-Gruppe reduziert, was auf eine sehr schlechte Biokompatibilität von Latex. Dies wird durch erhöhte Konzentrationen von freiem Hämoglobin in der Latexgruppe noch verstärkt, was darauf hindeutet, dass außer der Latexgruppe keines der anderen Gefäßgeräte oder -bedingungen zu einer umfangreichen Hämolyse führte (Abbildung 2). Darüber hinaus führten die beschichteten PVC-Rohre, PolyPVC und HepPVC sowie der getestete Stent nicht zu Thrombose mittels Thrombozyten- und Leukozytenverlust, während Latex den höchsten Thrombozyten- und Leukozytenverlust aufwies, gefolgt von unbeschichteten PVC-Rohren, die einen abgenommenen Trend aufwiesen.
Während alle getesteten Gefäßgeräte zu einer erhöhten Aktivierung des Gerinnungssystems (FPA) und der Komplementkomponente (sC5b-9) führten, zeigten die HepPVC-Schleifen einen Trend zu einem Rückgang der FPA- und sC5b-9-Werte im Vergleich speziell zu PolyPVC-Schleifen (Abbildung 3). Interessanterweise zeigten unbeschichtete PVC- und Gap-Schleifen niedrigere FPA-Werte im Vergleich zu PolyPVC, erreichten jedoch nicht das Niveau der statistischen Signifikanz. Dennoch wiesen Latexschleifen im Vergleich zu Ausgangs- und statischen Bedingungen deutlich erhöhte FPA-Werte auf.
In Übereinstimmung mit den Blutkörperchen der Vollblutzellen wiesen Latexschleifen die höchsten Konzentrationen von TNF, IL-6 und PMN-Elastase auf (Abbildung 4), und erreichten im Vergleich zu den übrigen Gruppen im Vergleich zu TNF und IL-6 (Abbildung 4A,B) die höchsten Werte, während die statischen und basisgemäßen Bedingungen in Bezug auf DIE PMN-Elastase (Abbildung 4C) erreichten. Diese Ergebnisse deuten auf die starke Aktivierung von Leukozyten durch Latex hin. Die Ausgangswerte der Aktivierungsmarker waren immer mit statischen Bedingungen vergleichbar, was auf eine richtige Heparinisierung des Blutes hindeutet.
Interessanterweise wurde gezeigt, dass die Thrombozyten- und Leukozytenzahl für lückeninduzierte Schleifen bei mäßiger Aktivierung des Koagulatoriumssystems (FPA) und der Leukozyten (PMN-Elastase) nur geringfügig reduziert wurde, obwohl unsachgemäßer Schleifenverschluss mit resultierenden Strömungsturbulenzen und Blutkontakt zur unbeschichteten, rauen Schnittfläche zu makroskopisch sichtbaren Gerinnungen am Spleiß führte (Abbildung 1F). Die Gerinnsel und ihre Verteilung über die gesamte Spleißfläche waren mit den Bildern von 'CT' und SEM offensichtlich, während kein Gerinnsel gefunden wurde, wenn die Schleifen geschlossen wurden, wobei die externe Schließvorrichtung keine Lücke zwischen den Schleifenenden hinterließ(Abbildung 5).
Die zytometrische Analyse von Wirtsblutzellen, die mit Thrombozyten-spezifischen Markern, CD41 und Thrombozytenaktivierungsmarker CD62P gefärbt wurden, sind in Abbildung 6A,Bdargestellt. Hier zeigten die Latexröhren eine extrem hohe mediane Fluoreszenzintensität (MFI) für CD62P auf Blutplättchen, gefolgt von Stent, während Heparin-beschichtete PolyPVC-Röhren eine minimale Aktivierung von Thrombozyten zeigten, die die antithrombogene Eigenschaft von PolyPVC-Röhren darstellten. Darüber hinaus wurden Leukozyten auf der Grundlage der CD45- und SSC-basierten Granularität (Side Scatter) in (i) Granulozyten eingeteilt; ii) Monozyten und iii) Lymphozyten (Abbildung 7), und die Expression von CD162+ Integrin wurde bei jeder Subpopulation von Leukozyten nachgewiesen, von denen bekannt ist, dass sie mit dem CD62P auf den Thrombozyten interagieren24. Es wurde festgestellt, dass die Integrin-Ausdrücke auf Granulozyten und Lymphozyten in Latexschleifen drastisch reduziert wurden. Dieses Ergebnis entsprach den abgesenkten Gesamtfrequenzen von Leukozyten in den Latexschleifen (Abbildung 2). Im Allgemeinen waren die Integrinspiegel bei Monozyten höher als bei Granulozyten und Lymphozyten, was auf die Wahrscheinlichkeit der Monozyten-Wechselwirkung mit aktivierten Thrombozyten hindeutet. In diesem Zusammenhang wurden Monozytenplättchenaggregate auch durch Färbung der Blutzellen mit CD14 (als Monozytenmarker) und CD41 (als Thrombozytenmarker) bewertet und letztlich doppelpositive Zellen identifiziert, d.h. CD14+CD41+MPA (Abbildung 8). Hier stellten wir fest, dass die Stentgruppe die höchsten Konzentrationen von CD41-Expression auf dem MPA aufwies, gefolgt von der Latexgruppe, was auf eine erhöhte Tendenz zur Bildung von MPA hindeutet, trotz der reduzierten Häufigkeit von Monozyten (<1 %) in den Latexschleifen.

Abbildung 1: Übersicht über das in vitro hämodynamische Schleifenmodell und seine Änderungen. (A) Schleife für das Lückenexperiment mit externem Schleifenschließsystem, sodass keine Lücke am Spleiß eingplatzt. (B) Schleife aus polyPVC beschichtetem PVC-Rohr und Stent innen (Pfeil). (C) Schleife aus Latexrohr. (D) Schleife für das Lückenexperiment ohne das externe Schleifenschließsystem, das eine Lücke zwischen den Rohrenden (Pfeil) hinterlässt. (E) Schleifen in der Schlaufe Wiege im Wasserbad platziert und mit Blut gefüllt. (F) Thrombus, der nach der Drehung zu einem Spalt am Spleiß (Pfeil) führt. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 2: Ergebnisse für blutzellige Anzahl und Plasmahämoglobin. (A) Erythrozyten zählen. (B) Thrombozyten zählen. (F) Leukozyten zählen. (D) Freies Plasmahämoglobin. Die Ergebnisse deuten auf die schlechte Biokompatibilität von Latex hin, was zu einer übermäßigen Hämolyse führt. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt. Fehlerbalken zeigen SEM. n=1 an. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 3: Ergebnisse für die Aktivierung des Gerinnungs- und Ergänzungssystems. (A) Aktivierung des Koagulationssystems, gemessen anhand von Fibrinopeptid A (FPA) (B) Komplementsystemaktivierung, gemessen anhand von SC5b-9-Werten. Während Latexröhren signifikante erhöhte Konzentrationen des FPA hervorriefen, war die Komplementaktivierung für alle getesteten Materialien stark. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt, Fehlerbalken geben SEM an. *p<0.05, n=1. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 4: Leukozyten-Aktivierungsmarker. (A) Tumornekrosefaktor alpha (TNF). (B) Interleukin 6 (IL-6) (C) PMN Elastase. Die Ergebnisse deuten auf eine erhöhte Aktivierung von Leukozyten aufgrund erhöhter Konzentrationen der analysierten Marker hin, gefolgt von Stentschleifen, die nur zu erhöhten Konzentrationen für PMN-Elastase führten, aber nicht tNF oder IL-6. Die Daten werden als Mittelwert dargestellt, Fehlerbalken geben SEM an. *p<0.5; **p<0.01, n=1. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 5: Abbildung des Spleißes der Schleifen. (A) μ-Computer-Tomographie (CT) von Schleifen mit unsachgemäßem Schließen (Lücke). Die roten Bereiche weisen auf Thrombusmaterial hin. (B) Rendering der Luminalseite des Rohres. Die rechteckige Auswahl gibt den Bereich für die Rasterelektronenmikroskopie (SEM) an (C). (D) CT von Schleifen mit externer Schleifenverschlussvorrichtung und ohne Spalt am Spleiß, und (E) Rendering und Ansicht der Luminaloberfläche. Es wurde kein Thrombusmaterial gefunden. (F) SEM-Bild der rechteckigen Auswahl in (E). Auf der Schnittfläche wurde kein Thrombusmaterial gefunden. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 6: FACS-Plot zur Thrombozytenaktivierung (CD62P). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundzustand) mit der Blut-CD41+ Blutplättchen. (B) Grafik, die den Thrombozytenaktivierungsstatus zeigt, der durch die mittlere Fluoreszenzintensität (MFI) der verschiedenen Arten von Gefäßgeräten im Vergleich zu den statischen RT- und Ausgangsbedingungen reflektiert wird. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 7: FACS-Plot für Leukozytenintegrin (CD162). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundbedingung) zeigt die Blut-CD45+ Leukozyten und Untergruppen (B) Schaubild zeigt die Leukozyten-CD162+ Integrin-Mittelfluoreszenzintensität (MFI) der verschiedenen Arten von Gefäßgeräten im Vergleich zu den statischen und Basisbedingungen. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.

Abbildung 8: FACS-Plot für Thrombozytenmonozytenaggregate (CD41/CD14). (A) Repräsentatives FACS-Diagramm (Grundbedingung) zeigt die Gating für Blutmonozyten (CD45+/CD14+), Thrombozyten (CD41+) und Monozytenplättchenaggregate (CD41+/CD14+) (B) Schaubild, das die CD41+ mittlere Fluoreszenzintensität (MFI) auf Monozytenthromboletaggregaten für die verschiedenen Gefäßgeräte im Vergleich zu den statischen und Ausgangsbedingungen zeigt. Die Datenbalken stellen Daten aus einzelnen Messungen dar. Bitte klicken Sie hier, um eine größere Version dieser Abbildung anzuzeigen.
Der Geldgeber [ebo kunze industriedesign, Im Dentel 17, 72639 Neuffen, Deutschland] unterstützte den Autor dieses Manuskripts [Max Wacker] finanziell in Form von Verbrauchsmaterialien und Publikationsgebühren. Die Geldgeber spielten keine zusätzliche Rolle bei der Erstellung, Datenerhebung und -analyse, der Entscheidung zur Veröffentlichung oder der Vorbereitung des Manuskripts.
Hier wird ein Protokoll für ein standardisiertes in vitro hämodynamisches Schleifenmodell vorgestellt. Dieses Modell ermöglicht es, die Hämokompatibilität von Perfusionsröhren oder Gefäßstents zu testen, die der ISO-Norm 10993-4 (International Organization for Standardization) entsprechen.
Die Autoren danken Frau Elena Denks für ihre technische Unterstützung.
| 5 ml Tube, K3 EDTA | Sarstedt | 32332 | |
| Anti-Maus Ig, κ/Negative Control Compensation Particles Set | Becton Dickinson BioSciences | 552843 | |
| APC Anti-Human CD45 Antikörper | BioLegend | 368512 | |
| BD LSR Fortessa II Zellanalysator | Becton Dickinson | 647465 | |
| BD Vacutainer Citrat Röhrchen | Becton Dickinson | 369714 | |
| BD Vacutainer Einweghalter | Becton Dickinson | 364815 | |
| BD Vacutainer Safety-Lok Schmetterlingskanüle 21 G | Becton Dickinson | 367282 | |
| Becherglas ROTILABO kurz 10 ml | Carl Roth GmbH + Co. KG | X686.1 | |
| Becherglas ROTILABO kurz 50 ml | Carl Roth GmbH + Co. KG | X688.1 | |
| Brilliant Violet 421 anti-human CD162 Antikörper | BioLegend | 328808 | |
| Brilliant Violet 421 anti-human CD41 Antikörper | BioLegend | 303730 | |
| Zentrifuge ROTINA 420 | 420 R | Hettich Zentrifugen | 4701 | 4706 | |
| Zentrifugenröhrchen, 50 ml | Greiner Bio-One GmbH | 227261 | |
| CHC Super modifiziert, 5mm PVC Schlauch | Corline Schweden | 1807-148 | Bezeichnet als hepPVC-Rohr |
| Kreisförmiger Präzisionsschneider | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 007-20 | |
| Verschlusseinheit (komplett mit Spannbändern) | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 008-20 | |
| Isolierband Scotch Super 33+ | VWR | MMMA331933 | |
| ELISA MAX Deluxe Set Mensch IL-6 | BioLegend | 430504 | |
| ELISA MAX Deluxe Set Human TNF-a | BioLegend | 430204 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, einkanalig, inkl. epT.I.P.S. Box, 0,1 – 2,5 µ L, grau | Eppendorf AG | 3123000012 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, einkanalig, inkl. epT.I.P.S. Box, 0,5 – 10 & micro; L, grau | Eppendorf AG | 3123000020 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, einkanalig, inkl. epT.I.P.S. Box, 10 – 100 & micro; L, gelb | Eppendorf AG | 3123000047 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, einkanalig, inkl. epT.I.P.S. Box, 100 – 1.000 & micro; L, blau | Eppendorf AG | 3123000063 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, einkanalig, inkl. epT.I.P.S. Box, 20 – 200 & micro; L, gelb | Eppendorf AG | 3123000055 | |
| Eppendorf Pipette Research plus, Einkanal, inkl. epT.I.P.S. Probenbeutel, 0,5 – 5 mL, violett | Eppendorf AG | 3123000071 | |
| Ethylendiamintetraessigsäure Lösung | Sigma-Aldrich | 03690-100ML | |
| FACS Röhrchen Polystyrol 5,0 ml Rundboden | Corning BV | 352052 | |
| fötales Rind Serum Gold Plus | Bio-Sell | FBS. GP.0500 | |
| FITC Anti-humaner CD14 Antikörper | BioLegend | 367116 | |
| Fluency plus Stent 13,5 x 60 mm | Angiomed GmbH & Co | FVM14060 | |
| Free Hemoglobin fHb Reagent | Bioanalytics GmbH | 004001-0250 | |
| Gibco PBS Tabletten | Thermo Fisher Scientific | 18912014 | |
| Handschuhe Vasco Nitril weiß L | B. Braun Deutschland GmbH & Co.KG | 9208437 | |
| Handschuhe Vasco Nitril weiß M | B. Braun Deutschland GmbH & Co.KG | 9208429 | |
| Glutaraldehyd 25%ige gleichförmige Lösung | Sigma Aldrich | G6257-100ML | |
| Heparin, 25.000 IE in 5 ml | Rotexmedica, Trittau, Deutschland | PZN 3862340 | |
| Humanes Fibrinopeptid A (FPA) ELISA Kit | Hö lzel Diagnostika | abx253234 | |
| Kodan Tinktur forte farblos | Schü LKE & Mayr GmbH | 104012 | |
| Latexschlauch, ID 5 mm | Laborhandel24 GmbH | 305 0507 | |
| Loop Stand | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 009-20 | |
| Medimex venöses Tourniquet classic | ROESER Medical GmbH | 310005 | |
| Microplate Reader Infinite 200 Pro M Plex | Tecan | TEC006418I | |
| Microplate Shaker PMS-1000i | VWR | 444-0041 | |
| Nalgene Metrischer PVC-Schlauch ohne Phthalat, ID 5 mm | VWR | NALG8703-0508 | Bezeichnet als PVC-Schlauch |
| NexTemp (Standard) Einweg-Fieberthermometer | Medizinische Indikatoren | 2112-20 | |
| Nunc MaxiSorp ELISA-Platten, unbeschichtet | BioLegend | 423501 | |
| Osmiumtetroxidlösung | Fisher Scientific | 10256970 | |
| Paraformaldehyd-Lösung, 4% in PBS | Thermo Fisher Scientific | AAJ19943K2 | |
| PE Anti-Human-CD16Antikörper | BioLegend | 302008 | |
| PE Anti-Human-CD62P (P-Selectin) Antikörper | BioLegend | 304906 | |
| Pipettencontroller, Pipette | VWR | 612-1874 | |
| Pipettenspitzen epT.I.P.S. 0,2 - 5 ml | OMNILAB-LABORZENTRUM GmbH & Co. KG | 5186480 | |
| Pipettenspitzen epT.I.P.S. Standard 0,1 - 10µ l | Th. Geyer GmbH & Co. KG | 9409410 | |
| Pipettenspitzen epT.I.P.S. Standard 2 - 200µ l | Th. Geyer GmbH & Co. KG | 0030 000.870 | |
| Pipettenspitzen epT.I.P.S. Standard 50 - 1000µ l blue | Th. Geyer GmbH & Co. KG | 0030 000.919 | |
| PMN (Neutrophile) Elastase Human ELISA Kit | Fisher Scientific | BMS269 | |
| Sondenständer ROTILABO combi | CARL ROTH | K082.1 | |
| Gestell für Rotationseinheit (12 Slots 3/8'' mit variabler Schlitzbreite) | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 011-20 | |
| RBC Lysis Buffer (10X) | BioLegend | 420301 | |
| Reagenzreservoire | VWR | 613-1184 | |
| Rotationseinheit | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 010-20 | |
| Safe-Lock Mikroreagenzgläser 0,5 ml | OMNILAB-LABORZENTRUM GmbH & Co. KG | 5409320 | |
| Safe-Lock Mikroreagenzgläser 1,5 ml | OMNILAB-LABORZENTRUM GmbH & Co. KG | 5409331 | |
| sc5b9 Human ELISA KIT | TECOmedicalGroup | A029 | |
| Skalpell Nr. 10 | Fisher Scientific | NC9999403 | |
| Rasterelektronenmikroskop XL30 ESEM-FEG | Philips | n.a.Schraubflasche | |
| ROTILABO Klarglas, 1000 ml, GL 45 | Carl Roth GmbH + Co. KG | X715.1 | |
| Schraubflasche ROTILABO Klarglas, 500 ml, GL 45 | Carl Roth GmbH + Co. KG | X714.1 | |
| Semi-Mikroküvette 1,6 ml | Sarstedt | 67.746 | |
| Serologische Pipette 10,0 ml | Corning BV | 4488 | |
| Serologische Pipette, 25,0 ml | Corning BV | 4489 | |
| Serologische Pipette, 5,0 ml | Corning BV | 4487 | |
| Silikonröhrchen, Innendurchmesser 8 mm, Außendurchmesser 12 mm | VWR | BURK8803-0812 | |
| Sprout Minizentrifuge | Biozym | 552034 | |
| Stop Lösung für TMB-Substrat | BioLegend | 77316 | |
| Tupfer, steril | Fuhrmann GmbH | 32055 | |
| Spritze, 10 ml | Becton Dickinson | 300296 | |
| Temperiertes Wasserbecken | ebo kunze industriedesign, Neuffen, Deutschland | CLS 020-20 | |
| tert-Butanol, 99,5%, extra rein, ACROS Organics | Fisher Scientific | 10000730 | |
| TMB Substrat Set | BioLegend | 421101 | |
| Trillium PVC Schlauch, 5 mm ID | Medtronic | 161100107100103 | Bezeichnet als PolyPVC Schlauch |
| Tween 20 | AppliChem | A4974,0250 | |
| UV-Vis Spektrometer Lambda 2 | Perkin Elmer | 33539 | |
| Vornado Mini Vortexer | Biozym | 55BV101-B-E | |
| XN-3000 Workstation Blutanalysator | Sysmex Europe | n.a. | |
| μ-CT Phoenix Nanotom S | GE Sensorik & Inspektion, Wunstorf, Deutschland | n.a. |