Das Verständnis, wie die Expression des G-Protein-gekoppelten Rezeptors (GPCR) die Zellpositionierung in verschiedenen Gewebemikroumgebungen beeinflusst, ist für die Aufklärung der Mechanismen des Immunzelltransports unerlässlich. Wir präsentieren einen kompetitiven Homing-Assay, der entwickelt wurde, um die GPCR-vermittelte T-Zell-Lokalisierung in Organen zu untersuchen, die ihre verwandten Chemoattraktant-Liganden exprimieren, und der sowohl für Kurzzeit- als auch für Langzeitstudien geeignet ist. Der Ansatz beinhaltet ein verbessertes Protokoll für die Transduktion von T-Zellen durch rekombinante murine Stammzellviren (MSCV), um das interessierende GPCR oder ein Kontrollkonstrukt zu exprimieren, gefolgt von kompetitivem Homing in Empfängermäusen. Die Zellverteilung in verschiedenen Organen wird mittels Durchflusszytometrie und/oder konfokaler Mikroskopie analysiert. In Kurzzeitexperimenten (10-12 h) zeigte die konfokale Mikroskopie deutliche Zelllokalisationsmuster, u.a. in den Lungenbläschen, den Bronchien submukosa, den venösen Stellen und dem Interstitium in der Lunge sowie im Epithel, das die Luftröhre, den Magen und das Uterushorn auskleidet. In Langzeitstudien (1-7 Wochen) lieferte die Durchflusszytometrie Einblicke in die bevorzugte Zellakkumulation und zeigte so dynamische Veränderungen und eine mögliche Reifung oder Neupositionierung innerhalb des Gewebes im Laufe der Zeit. Dieser kompetitive Homing-Assay ist ein robustes Werkzeug zur Untersuchung der GPCR-vermittelten Zellpositionierung und bietet wertvolle Einblicke in die gewebespezifische Verteilung und potenzielle Anwendungen in der Immunologie und therapeutischen Forschung.