Schlaganfälle sind nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen und langfristigen Behinderungen weltweit und stellen eine erhebliche klinische und sozioökonomische Belastung dar. Weltweit sind mehr als 30 Millionen Menschen von einem Schlaganfall und seinen Folgen betroffen, darunter Mobilitätsverlust, kognitive Beeinträchtigungen und ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen 1,2. Trotz Fortschritten in der Akutbehandlung wie Thrombolyse und endovaskulärer Thrombektomie haben viele Überlebende nach wie vor ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten eines Schlaganfalls, das mit einer verschlechterten Prognose, einer größeren Behinderung und einer erhöhten Sterblichkeitsrate verbunden ist. Rezidivierende Schlaganfälle treten bei etwa 10-20 % der Patienten innerhalb von 90 Tagen nach einem primären Ereignis auf, wobei das höchste Risiko während eines Zeitraums mit transitorischer ischämischer Attacke oder leichtem Schlaganfallbesteht 3. Noch wichtiger ist, dass ein rezidivierender Schlaganfall häufig vaskuläre Territorien betrifft und zu ausgedehnteren Infarkten und schweren Verletzungen führt, wie z. B. hämodynamische Beeinträchtigung des Gehirns4, akute und chronische Immundysregulation und subkortikale neuronale Nekrose5, was darauf hindeutet, dass das Gehirn nach einem anfänglichen ischämischen Insult anfälliger werden und mehr Komplikationen verursachen kann.
In einigen neueren Studien wurden ischämische oder hämorrhagische Schlaganfallmodelle an Versuchstieren durchgeführt und regionenspezifische Verletzungsmuster, gestörte neurovaskuläre Reaktionen und unterschiedliche endogene Reparaturmechanismen aufgedeckt, die an die klinischen Bedingungen beim Menschen angepasst sind 6,7. Die Forschungsmodelle des rezidivierenden Schlaganfalls sind jedoch aufgrund ihrer komplizierten Verfahren und der hohen Sterblichkeitsrate weniger etabliert. In einigen früheren Studien wurde ein photothrombotisches Mausmodell etabliert, das sich als wertvolles Werkzeug für die Untersuchung rezidivierender ischämischer Schlaganfälle erwies 8,9,10. Sie zeigten die verschlimmerte neuronale Schädigung, die anhaltende Entzündungsreaktion und den kognitiven Verfall bei Mäusen mit rezidivierendem Schlaganfall und untersuchten die zugrunde liegenden Mechanismen, einschließlich Multiinfarkt-Demenz und inflammatorischem Priming 8,9,10.
Eine andere Studie hat ein neuartiges gealtertes Mausmodell für rezidivierende intrazerebrale Blutungen im bilateralen Striatum gezeigt, das zweimal mit Kollagenase injiziert wurde, was zu einer verzögerten Wiederherstellung der Bewegungsfunktion führte und bei den rezidivierenden Mäusen kognitiven Verlust und neurologische Schädigungen verursachte11. Es ist erwähnenswert, dass die photothrombotischen und hämorrhagischen Schlaganfall-Mausmodelle während eines rezidivierenden Schlaganfalls häufig Läsionen in unterschiedlichen anatomischen Regionen induzieren, was inhärente methodische Unterschiede widerspiegelt. Solche Variationen erzeugen heterogene Muster neuronaler Verletzungen, stören die Dynamik der Mikrozirkulation und üben unterschiedliche Auswirkungen auf die periphere Immunantwort aus11,12. Im Gegensatz dazu bietet das MCAO-Modell, das weithin als das repräsentativste Nagetierparadigma des ischämischen Schlaganfalls gilt, den Vorteil der Verfahrensstabilität und ermöglicht eine präzise Kontrolle sowohl der Lokalisation als auch der Dauer des zerebralen Verschlusses. Nichtsdestotrotz haben MCAO und rezidivierende MCAO auch ein erheblich hohes Mortalitätsrisiko gezeigt13,14, was ihre breitere Anwendbarkeit in der experimentellen Forschung erheblich einschränkt. In dieser Studie haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein stabiles und reproduzierbares zweistufiges MCAO-Mausmodell zu etablieren, das rezidivierende Schlaganfälle nachahmt. Wir untersuchten die damit verbundenen neuronalen Verletzungen, Funktionsbeeinträchtigungen und histopathologischen Veränderungen. Dieses Modell zeigte auch eine stabile Überlebensrate, was darauf hindeutet, dass es für zukünftige Forschungen zur Pathophysiologie und neuroprotektiven Therapiestrategien bei wiederkehrenden Schlaganfällen anwendbar ist.