Forschungsartikel

COPD-assoziierte PANoptose-Gene sagen Prognose und Chemotherapiesensitivität bei Lungenplattenepithelkarzinom voraus

DOI:

10.3791/71489

7. Juli 2026

* These authors contributed equally

In diesem Artikel

Zusammenfassung

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Diese Studie leitet ein COPD-assoziiertes PANoptosis-Genset aus öffentlichen transkriptomischen Daten ab und wendet es auf Kohorten von Lungenplattenepithelkarzinomen an, um eine prognostische Signatur zu entwickeln, die retrospektiv bewertet wird. Die Signatur war mit Immuninfiltration und computergestützter Arzneimittelsensitivität assoziiert und lieferte hypothesenbildende Kandidaten-Biomarker für zukünftige Risikostratifizierungsstudien.

Zusammenfassung

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Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine fortschreitende entzündliche Erkrankung, die das Risiko für ein Lungenplattenepithelkarzinom (LUSC) erhöht. PANoptosis integriert Pyroptose, Apoptose und Nekropotose, aber die Beziehung zwischen COPD-assoziierten PANoptose-Genen und der LUSC-Prognose bleibt unklar. In dieser Studie leiteten wir zunächst COPD-assoziierte, differenziell exprimierte Gene aus GSE57148 ab, indem wir COPD-Lungengewebe mit normalen Lungengeweben verglichen und diese Gene mit einer kuratierten PANoptose-assoziierten Genliste kreuzten. Der resultierende Gensatz wurde dann auf TCGA-LUSC, GSE30219 und GSE37745 angewendet, die als LUSC-Kohorten ohne bestätigte Patienten-Komorbiditätsannotation auf Patientenniveau analysiert wurden. Wir bewerteten die Genexpressionsmuster von PANoptosis, führten unüberwachtes Clustering durch, charakterisierten Unterschiede in der Immuninfiltration zwischen den Clustern und erstellten eine prognostische Signatur mit externer Validierung. Wir identifizierten 38 COPD-assoziierte PANoptosis-Gene mit unterschiedlicher Expression über Gewebetypen hinweg. Zwei molekulare Subtypen zeigten unterschiedliche Immunlandschaften, die Expression des Immunsystems und das allgemeine Überleben. Ein 12-Gen-Risikomodell, ausgewählt von der Univariaten Cox- und LASSO-Cox-Regression, schichtete Patienten in Hoch- und Niedrigrisikogruppen und zeigte in den TCGA-, LUSC-, GSE30219- und GSE37745 Kohorten eine moderate bis moderate prädiktive Leistung. Hochrisikopatienten zeigten zudem höhere rechnerisch vorhergesagte IC50-Werte für mehrere Medikamente, was auf eine geringere vorhergesagte Arzneimittelsensitivität und nicht auf experimentell bestätigte Chemotherapieresistenz hindeutet. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass COPD-assoziierte PANoptose-Gene mit der Prognose, der Umgestaltung der Immunmikroumgebung und der vorhergesagten Arzneimittelsensitivität in LUSC assoziiert sind und möglicherweise hypothesenbildende Biomarker für eine zukünftige Validierung liefern.

Einleitung

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Das Lungenplattenepithelkarzinom (LUSC), ein Subtyp des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses (NSCLC), ist durch die abnormale Proliferation von Plattenepithelzellen in der Lunge gekennzeichnet. Trotz Fortschritte in der Chirurgie, platinbasierter Chemotherapie, Immuntherapie, Strahlentherapie und ausgewählten molekular gesteuerten Strategien bleibt die Gesamtheilungsrate für LUSC niedrig, insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittenem Stadium 1,2. Die Optimierung der Wirksamkeit der Behandlung bleibt aufgrund ausgeprägter Tumorheterogenität und mehrerer Resistenzmechanismenweiterhin schwierig 3,4.

Programmierter Zelltod (PCD) ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Gewebehomöostase und die allgemeine Gesundheit. PANoptosis ist ein spezifisches, koordiniertes entzündliches Zelltodprogramm, das Merkmale von Pyroptose, Apoptose und Necroptose 5,6,7 integriert. Der PANoptosome-Komplex besteht aus vorstromaufwärts vorhandenen Sensor- und Signalmolekülen, wie etwa fehlend im Melanom 2 (AIM2), Z-DNA-Bindungsprotein 1 (ZBP1) und rezeptorinteragierendem Serin/Threonin-Protein-Kinase 1 (RIPK1), die spezifische Reize wahrnehmen, die PANoptosom-Assemblierung auslösen und mehrere PCD-Signalwegeaktivieren können.

Veränderte onkogene Signalwege, einschließlich der Aktivität des mitogenaktivierten Proteinkinases (MAPK), trägt zur Heterogenität und Behandlungsresistenzbei bei LUSC 9. Gezielte Behandlungsmöglichkeiten für LUSC bleiben jedoch begrenzter als die für Lungenadenokarzinom, und viele Patienten erhalten weiterhin Chemotherapie, Immuntherapie, Strahlentherapie oder Kombinationsregime10. Da die Vermeidung des regulierten Zelltods ein Mechanismus therapeutischer Resistenz ist, kann koordinierte Analyse von PANoptosis-bezogenen Signalwegen helfen, Hypothesen über die Behandlungsanfälligkeit in LUSC11 zu entwickeln.

Erworbene Resistenz ist eine Hauptursache für das Therapieversagen bei LUSC. Diese Resistenz kann mit Genmutationen, Wegaberrationen, veränderter Zelltods-Signalübertragung und Veränderungen im Tumormikroumfeld12 in Verbindung gebracht werden. Studien haben gezeigt, dass Apoptose zur Wirksamkeit vieler Krebsmedikamente beiträgt13. Gene, die an Apoptose, Pyroptose und Necroptose beteiligt sind, können daher regulatorische Zustände des Zelltods markieren, die mit der Behandlungsreaktion assoziiert sind. Die vorliegende Studie ist jedoch rechnergestützt und prüft nicht direkt, ob diese Gene eine Resistenz gegen PANoptose 14,15,16 verursachen.

In der vorliegenden Studie verwenden wir den operativen Begriff PANoptosis-assoziierte Gene, um Gene zu beschreiben, die aus Apoptose-, Pyroptose-, Nekrototose- und PANoptosis-bezogener Literatur 17,18,19,20,21 kuratiert wurden. Dieser Begriff bezeichnet eine Signalwegassoziation und nicht die experimentell nachgewiesene Resistenzfunktion im COPD-bezogenen LUSC. Durch die Integration von COPD-assoziierten transkriptomischen Veränderungen mit diesem PANoptose-Gensatz wollten wir Kandidatengene und Expressionsmuster identifizieren, die mit Prognose, Immunmerkmalen und der vorhergesagten Arzneimittelsensitivität in öffentlichen LUSC-Kohorten verbunden sind.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch Atemwegsverschluss und verminderte Lungenfunktion gekennzeichnet ist und einen bedeutenden Risikofaktor für LUSC22 darstellt. Das chronisch entzündliche Umfeld in der Lunge von COPD-Patienten kann günstige Bedingungen für die Krebsentwicklung bieten23,24. COPD kann auch die Behandlungswahl und die Verträglichkeit beeinflussen, da eine beeinträchtigte Atemfunktion die therapeutischen Optionenauf 25–27 einschränken kann.Darüber hinaus kann eine COPD-bedingte Entzündung das Immunsystemmikroumfeld des Tumors verändern und die Immuntherapie-Reaktion28–30 beeinflussen. Die vorliegende Studie analysierte nicht direkt klinisch bestätigte COPD-komorbide LUSC-Fälle; stattdessen leitete es eine COPD-assoziierte Gensignatur aus nicht-bösartigem COPD-Lungengewebe ab und bewertete dessen prognostische und immune Assoziationen in öffentlichen LUSC-Kohorten.

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Protokoll

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Diese Studie verwendete ausschließlich öffentlich zugängliche, de-identifizierte Datensätze und beinhaltete keine direkten Versuche am Menschen oder Tier; Daher waren keine zusätzliche Zustimmung des Ethikausschusses und eine informierte Zustimmung erforderlich.

Datendownload und -verarbeitung
RNA-Sequenzierungsdaten und entsprechende klinische Informationen zum Lungenplattenepithelkarzinom (LUSC) wurden aus der Cancer Genome Atlas (TCGA)-Datenbank über das Genomic Data Commons-Datenportal im Rahmen des TCGA-LUSC-Projekts bezogen. Die in dieser Studie verwendete TCGA-LUSC-Expressionsmatrix basierte auf FPKM-Werten. Die Genexpressionswerte wurden vor nachgelagerten Analysen transformiert und normalisiert. Klinische Variablen umfassten Alter, Geschlecht, Tumorstadium, pathologisches TNM-Stadium, Grade, Überlebenszeit und Überlebensstatus, sofern verfügbar. Insgesamt wurden zunächst 489 TCGA-LUSC-Fälle gefunden, und 381 Patienten mit vollständigen Expressionsprofilen und Gesamtüberlebensinformationen wurden in den prognostischen Modellaufbau und interne Evaluation einbezogen.

Unabhängige Validierungsdatensätze wurden am 3. Januar 2026 aus der Gene Expression Omnibus (GEO)-Datenbank heruntergeladen. GSE30219 basierte auf der GPL570-Plattform und umfasste 307 LUSC-Patienten mit verfügbaren Expressions- und Gesamtüberlebensinformationen. GSE37745 basierte außerdem auf der GPL570-Plattform und umfasste 196 LUSC-Patienten mit verfügbaren Informationen zur Expression und dem Gesamtüberleben. GSE57148 basierte auf der GPL11154-Plattform und umfasste 91 normale Lungengewebe und 98 Lungengewebe von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), insgesamt 189 Proben. GSE57148 wurde verwendet, um COPD-assoziiert differenziell exprimierte Gene zu identifizieren, während GSE30219 und GSE37745 als unabhängige externe Validierungskohorten verwendet wurden.

Für GEO-Datensätze wurde die Probe-Annotation mit dem entsprechenden R-Annotationspaket und den Plattformannotationsdateien durchgeführt. Sondenkennzeichen wurden in offizielle Gensymbole umgewandelt. Wenn mehrere Sonden auf dasselbe Gen abgebildet wurden, wurde die Sonde mit dem höchsten durchschnittlichen Expressionswert beibehalten, um dieses Gen darzustellen. Nach der Gen-Symbol-Übereinstimmung wurden in den Validierungsdatensätzen keine fehlenden Modellgene festgestellt. TCGA-LUSC, GSE30219 und GSE37745 wurden als allgemeine LUSC-Kohorten analysiert, da der Patientenniveau COPD-Komorbidität in den für diese Analyse verwendeten Annotationen nicht bestätigt wurde.

Da TCGA- und GEO-Datensätze mit unterschiedlichen Ausdrucksplattformen generiert wurden, wurden plattformübergreifende Normalisierung und Batch-Effektkorrektur mit Standard-R-basierten Vorverarbeitungsmethoden vor der Modellanwendung durchgeführt. Das Risikomodell wurde in der TCGA-LUSC-Kohorte trainiert und anschließend unabhängig in jeder externen GEO-Kohorte evaluiert, anstatt alle Kohorten direkt zusammenzuführen. Die differentielle Expressionsanalyse wurde mit dem Limma-R-Paket durchgeführt. COPD-assoziierte differenziell exprimierte Gene in GSE57148 wurden mit |log2FC| gescreent. > 0,263 und P < 0,05. Diese log2FC-Schwelle entspricht einer etwa 1,2-fachen Veränderung und wurde als exploratives Screening-Kriterium verwendet, um potenziell relevante PANoptos-assoziierte Gene zu erhalten. Insgesamt wurden 277 PANoptose-assoziierte Gene aus zuvor veröffentlichten Apoptose-, Pyroptose-, Nekropotose- und PANoptose-bezogenen Studien kuratiert und sind in ergänzender Tabelle 1 aufgeführt.

Analyse der funktionellen Anreicherung von Genen
Um die funktionellen Auswirkungen der ausgewählten COPD-assoziierten PANoptose-Gene zu klären, wurden Gene Ontology (GO) und die Kyoto Encyclopedia of Genes and Genomes (KEGG) Anreicherungsanalysen mit dem clusterProfiler R-Paket und der Organisation durchgeführt. Hs.eg.db Annotationspaket. Die Kategorien GO-biologische Prozesse, zelluläre Komponenten und molekulare Funktionen wurden bewertet. Die KEGG-Anreicherungsanalyse des Signalwegs wurde durchgeführt, um Signalwege zu identifizieren, die mit den ausgewählten Genen assoziiert sind. P-Werte wurden für mehrfache Tests mit der Benjamini-Hochberg-Falschentdeckungsrate-Methode angepasst, wo anwendbar. Anreicherungsterme mit P < 0,05 wurden in dieser explorativen Analyse als statistisch signifikant angesehen. Anreicherungsdiagramme wurden mit ggplot2 generiert.

Unüberwachte Clustering-Analyse von PANoptosis-assoziierten Genexpressionsmustern
Um die molekulare Heterogenität im Zusammenhang mit der PANoptosis-assoziierten Genexpression in LUSC zu erforschen, wurde ein Konsens-Clustering mit dem ConsensusClusterPlus R-Paket durchgeführt. LUSC-Proben wurden anhand der Expressionsprofile von überlebensassoziierten PANoptose-Genen gruppiert. Hierarchische Clusterung wurde mit Pearson-Korrelationsdistanz angewendet. Die maximale Anzahl der Cluster wurde auf sechs gesetzt, und es wurden 1.000 Wiederbeprobungsiterationen durchgeführt, um die Robustheit der Clustering zu bewerten. Die optimale Clusterzahl wurde durch die Bewertung der Konsensmatrix, der kumulativen Verteilungsfunktionskurve, des Delta-Flächendiagramms und der biologischen Interpretierbarkeit der resultierenden Gruppen bestimmt. Basierend auf diesen Kriterien wurde k = 2 für die nachgelagerte Analyse ausgewählt. Die Überlebensunterschiede zwischen den beiden molekularen Gruppen wurden mittels Kaplan-Meier-Analyse und dem Log-Rank-Test bewertet.

Analyse der Unterschiede in der Immunmikroumgebung zwischen Subtypen
Um die Merkmale der Immunmikroumgebung zwischen molekularen Subtypen zu vergleichen, wurde die Infiltration von Immunzellen mittels des CIBERSORT-Dekonvolutionsalgorithmus mit der LM22-Leukozytensignaturmatrix geschätzt. Die Analyse wurde in R mit den Paketen e1071 und preprocessCore durchgeführt. CIBERSORT-Permutationswerte P wurden aufgezeichnet, um die Zuverlässigkeit von Dekonvolutionsschätzungen zu bewerten. Da diese Studie explorativ war und auf retrospektiven transkriptomischen Daten basierte, wurden Immunzellunterschiede als rechnerisch abgeleitete Immuninfiltrationsmuster und nicht als direkte zelluläre Messungen interpretiert.

Der ESTIMATE-Algorithmus wurde verwendet, um Stromal-Score, Immun-Score, ESTIMATE-Score und Tumorreinheit für jede Tumorprobe zu berechnen. GSVA wurde angewandt, um die Anreicherungswerte auf Pfadebene anhand ausgewählter Gensätze zu schätzen. Gruppenweise Unterschiede in Immunzellfraktionen, Immun-Checkpoint-Genen, HLA-Familiengenen und ESTIMATE-abgeleiteten Scores wurden mittels nichtparametrischer Tests bewertet. Für mehrere immunbezogene Vergleiche wurde die Benjamini-Hochberg-Korrektur angewandt, wo es angebracht war; Analysen mit nominalen P-Werten wurden als explorativ interpretiert. Die Spearman-Rangkorrelationsanalyse wurde verwendet, um Assoziationen zwischen Genexpression und immunbezogenen Markern zu bewerten, wobei sowohl Korrelationskoeffizienten als auch P-Werte dort angegeben wurden. HLA-Transkriptunterschiede wurden als transskriptionelle Veränderungen im Zusammenhang mit Antigenpräsentation interpretiert und nicht als direkte funktionelle Belege für eine erhöhte Antigenpräsentationskapazität.

Etablierung einer prognostischen Signatur in Bezug auf PANoptosis-assoziierte Gene
Die TCGA-LUSC-Kohorte mit vollständigen Expressionsprofilen und allgemeinen Überlebensinformationen wurde für den prognostischen Modellaufbau verwendet. Unter den 489 zunächst gefundenen TCGA-LUSC-Fällen wurden 381 Patienten mit vollständigen Gesamtüberlebensdaten in die prognostische Analyse einbezogen. Diese Patienten wurden zufällig in eine Ausbildungskohorte und eine interne Testkohorte mit einem Verhältnis von 7:3 eingeteilt. Eine geschichtete Randomisierung wurde nach Überlebensstatus durchgeführt, um eine vergleichbare Verteilung der Überlebensereignisse zwischen den Trainings- und Testkohorten aufrechtzuerhalten.

In der Trainingskohorte wurde erstmals die univariate Cox-Proportional-Hazard-Regression eingesetzt, um die Assoziation zwischen jedem kandidaten PANoptosis-assoziierten Gen und dem Gesamtüberleben zu bewerten. Gene mit P < 0,05 galten als prognostische Kandidaten und wurden anschließend mit dem glmnet R-Paket in die LASSO-Cox-Regression aufgenommen. Zehnfache Kreuzvalidierung wurde verwendet, um den optimalen Strafparameter auszuwählen und Überanpassung zu reduzieren. Basierend auf den LASSO Cox-Regressionskoeffizienten und den entsprechenden normalisierten Genexpressionswerten wurde für jeden Patienten ein individualisierter Risikoscore mit der Formel berechnet:

Risiko-Score = Σ(coefi × Xi)

wobei Coefi den Regressionskoeffizienten jedes ausgewählten Gens und Xi den normalisierten Expressionswert des entsprechenden Gens darstellt. Das endgültige prognostische Modell enthielt 12 Gene: GSDMD, IL18, NFKBIA, PIK3CA, IL1B, BIRC3, MCL1, PSMB10, LMNA, CFLAR, IL1R1 und AKT3. Die vollständige koeffizientenbasierte Risiko-Score-Gleichung ist in ergänzender Tabelle 2 dargestellt.

Der mittlere Risikowert in der Ausbildungskohorte wurde als Grenzwert verwendet, um Patienten in Hochrisiko- und Niedrigrisikogruppen einzuteilen. Die gleiche Risiko-Score-Formel wurde auf die interne Testkohorte sowie auf die externen Validierungskohorten GSE30219 und GSE37745 angewendet. Kaplan-Meier-Überlebensanalyse, Log-Rang-Tests und zeitabhängige Empfänger-Funktionscharakteristik-Analyse wurden zur Bewertung der Modellleistung verwendet. Da die Validierungsdatensätze mit Mikroarray-Plattformen erstellt wurden und keine bestätigte COPD-Komorbiditätsannotation enthielten, wurde die externe Validierung als retrospektive Bewertung in unabhängigen LUSC-Kohorten interpretiert und nicht als Validierung bei klinisch bestätigten COPD-komorbiden LUSC-Patienten.

Analyse der Arzneimittelsensitivitätsvorhersage
Die Arzneimittelsensitivität wurde mit dem pRRophetic R-Paket geschätzt, das die Arzneimittelantwort aus Tumorgenexpressionsprofilen basierend auf pharmakogenomischen Referenzdaten aus der Datenbank Genomics of Drug Sensitivity in Cancer vorhersagt. Für jede Patientenprobe wurden vorhergesagte Werte der halbmaximalen inhibitorischen Konzentration (IC50) berechnet. Ausdrucksmatrizen wurden gemäß den pRRophetischen Eingabeanforderungen verarbeitet, und die Batch-Effektkorrektur erfolgte mit dem standardisierten pRRophetic-kompatiblen Workflow. Vorhergesagte IC50-Werte wurden auf der pRRophetischen Ausgangsskala angegeben.

Acht Kandidaten, darunter Sorafenib, Gefitinib, Bleomycin, Bosutinib, Etoposid, Lenalidomid, Camptothecin und Methotrexat, wurden als exploratives Medikamentensensibilitätspanel bewertet. Unterschiede in den vorhergesagten IC50-Werten zwischen Hoch- und Niedrigrisikogruppen wurden mit dem Wilcoxon-Rangsummentest verglichen. Diese Ergebnisse wurden als rechnergestützte Arzneimittelsensitivitätsschätzungen interpretiert und nicht als gemessene klinische Chemotherapie-Antwort oder experimentell bestätigte Arzneimittelresistenz.

Statistische Analyse
Alle statistischen Analysen wurden mit R-Software durchgeführt. Kontinuierliche Variablen zwischen zwei Gruppen wurden mit dem Wilcoxon-Rangsummentest verglichen, während Vergleiche zwischen mehr als zwei Gruppen bei Bedarf mit dem Kruskal-Wallis-Test durchgeführt wurden. Das Gesamtüberleben wurde als primärer Überlebensendpunkt definiert. Kaplan-Meier-Überlebenskurven wurden erstellt, um Überlebensunterschiede zwischen den Gruppen zu vergleichen, und die statistische Signifikanz wurde mit dem Log-Rank-Test bewertet. Univariat und multivariat

Cox-Proportional-Hazard-Regressionsanalysen wurden verwendet, um prognostische Zusammenhänge zwischen klinischen Variablen, Risikogruppe und Gesamtüberleben zu bewerten. Variablen mit klinischer Relevanz oder statistischer Signifikanz in der Univariaten Cox-Analyse wurden für die multivariate Cox-Regression berücksichtigt. Die Annahme der proportionalen Gefahren wurde anhand von Schoenfeld-Residuen bewertet. Fehlende klinische Variablen wurden mittels vollständiger Fallanalyse für Cox-Regression und Nomogrammkonstruktion behandelt. Die Kollinearität zwischen klinischen Variablen wurde vor der multivariaten Modellierung bewertet.

Zeitabhängige ROC-Kurven wurden verwendet, um die prädiktive Leistung des Risikomodells für das Gesamtüberleben von 1, 3 und 5 Jahren zu bewerten. Ein Nomogramm wurde mit Variablen konstruiert, die im multivariaten Modell beibehalten wurden, oder Variablen mit ausreichender klinischer Verfügbarkeit. Kalibrierungsdiagramme wurden verwendet, um vorhergesagte und beobachtete Überlebenswahrscheinlichkeiten zu vergleichen. Die Entscheidungskurvenanalyse wurde als explorative Bewertung des potenziellen Nettonutzens über ausgewählte Schwellenwahrscheinlichkeiten durchgeführt.

Die Spearman-Rangkorrelationsanalyse wurde verwendet, um Zusammenhänge zwischen Genexpression und immunbezogenen Merkmalen zu bewerten. Korrelationskoeffizienten und P-Werte wurden, wo anwendbar, angegeben. Für mehrere Vergleiche wurde die Korrektur der Benjamini-Hochberg-Falschentdeckungsrate angewandt, wo es angebracht war. Analysen, die mit nominalen P-Werten berichtet wurden, galten als explorativ. Ein zweiseitiger P-Wert < 0,05 wurde als statistisch signifikant angesehen.

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Ergebnisse

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Expressionsmuster und funktionelle Annotation von PANoptosis-assoziierten Genen in LUSC
Transkriptomische Daten aus GSE57148, darunter 91 normale Lungengewebe und 98 COPD-Lungengewebe, wurden analysiert, um COPD-assoziierte, differenziell exprimierte Gene zu identifizieren. Insgesamt wurden 2.182 COPD-assoziierte Gene identifiziert, und 38 Gene überlappten sich mit dem kuratierten PANoptosis-assoziierten Gensatz (Abbildung 1A und ...

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Diskussion

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COPD und LUSC sind klinisch und biologisch durch gemeinsame entzündliche, rauchbedingte und mit Atemwegsverletzungen assoziierte pathogene Prozesse verbunden. Obwohl Immuncheckpoint-Inhibitoren und andere systemische Therapien die Behandlungsmöglichkeiten für LUSC verbessert haben, bleibt der dauerhafte Nutzen für viele Patienten aufgrund von Tumorheterogenität, unvollständiger Biomarkerstratifizierung und Behandlungsresistenzbegrenzt 31,32,33

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Offenlegungen

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Die Autoren haben keine Interessenkonflikte zu erklären.

Danksagungen

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Die Autoren würdigen The Cancer Genome Atlas, den Gene Expression Omnibus und das Projekt Genomics of Drug Sensitivity in Cancer für die Bereitstellung der in dieser Studie verwendeten Open-Access-Datensätze. Diese Forschung erhielt keine externe Finanzierung.

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Materialien

Liste der in diesem Artikel verwendeten Materialien
NameUnternehmenKatalognummerKommentare
AnnotationDbi R-PaketBioconductorN/AWird für Gen-Annotation und Identifikatorenkonvertierung verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/AnnotationDbi/
caret R-PaketCRANN/AWird für reproduzierbare stratifizierte zufällige Aufteilung der TCGA-LUSC-Kohorte in Trainings- und Testuntergruppen verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=caret
CIBERSORT-AlgorithmusCIBERSORT-RessourceN/AWird für die Dekonvolution von Immunzellen mit der LM22-Signaturmatrix verwendet. Zugriff und Lizenzierung unterliegen dem ursprünglichen Ressourcenanbieter. Quelle: https://cibersortx.stanford.edu/
clusterProfiler R-PaketBioconductorN/AWird für GO- und KEGG-Anreicherungsanalysen verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/clusterProfiler/
ConsensusClusterPlus R-PaketBioconductorN/AWird für Konsensclusterung von PANoptose-assoziierten Genexpressionsmustern verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/ConsensusClusterPlus/
e1071 R-PaketCRANN/AWird als Abhängigkeit für CIBERSORT-basierte Dekonvolutionsanalyse verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=e1071
edgeR R-PaketBioconductorN/AWird für die Verarbeitung von RNA-Seq-Zählungen verwendet, wenn eine zählbasierte Normalisierung erforderlich war. Quelle: https://bioconductor.org/packages/edgeR/
ESTIMATE R-PaketMD Anderson Cancer Center / SourceForgeN/AWird zur Berechnung von Stromascore, Immunscore, ESTIMATE-Score und Tumorreinheit verwendet. Quelle: https://sourceforge.net/projects/estimateproject/
Genomic Data Commons Data PortalNational Cancer InstituteTCGA-LUSCQuelle der TCGA-LUSC-RNA-Sequenzierungsdaten und klinischen Annotationen. Quelle: https://portal.gdc.cancer.gov/
Genomics of Drug Sensitivity in Cancer DatenbankGDSC-ProjektN/ADrug-Response-Referenzdatensatz, der über die pRRophetic-kompatiblen Referenzdaten verwendet wird. Quelle: https://www.cancerrxgene.org/
GEOquery R-PaketBioconductorN/AWird zum Herunterladen und Parsen von GEO Series Matrix-Dateien verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/GEOquery/
ggplot2 R-PaketCRANN/AWird für Visualisierung und Figurenerstellung verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=ggplot2
ggpubr R-PaketCRANN/AWird für Publikationsstil-Plotting und Gruppenvergleiche verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=ggpubr
glmnet R-PaketCRANN/AWird für LASSO Cox-Regression und prognostische Modellkonstruktion verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=glmnet
GSE30219 DatensatzNCBI Gene Expression OmnibusGSE30219Externe LUSC-Validierungskohorte mit Expressions- und Überlebensinformationen. Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/geo/query/acc.cgi?acc=GSE30219
GSE37745 DatensatzNCBI Gene Expression OmnibusGSE37745Externe LUSC-Validierungskohorte mit Expressions- und Überlebensinformationen. Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/geo/query/acc.cgi?acc=GSE37745
GSE57148 DatensatzNCBI Gene Expression OmnibusGSE57148COPD gegenüber normalem Lungentranskriptom-Datensatz, der zur Ableitung von COPD-assoziierten differenziell exprimierten Genen verwendet wurde. Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/geo/query/acc.cgi?acc=GSE57148
limma R-PaketBioconductorN/AWird für Differentialexpressionsanalyse verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/limma/
org.Hs.eg.db Annotation PaketBioconductorN/AWird für menschliche Genannotation in Anreicherungsanalyse verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/org.Hs.eg.db/
preprocessCore R-PaketBioconductorN/AWird für Expressionsvorverarbeitung und CIBERSORT-kompatible Arbeitsabläufe verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/preprocessCore/
pRRophetic R-PaketCRANN/AWird für explorative Vorhersage von Arzneimittel-IC50-Werten aus Genexpressionsdaten verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=pRRophetic
R SoftwareR Foundation for Statistical ComputingVersion 4.1.0Wird für alle statistischen Analysen und Figurenerstellung verwendet. Quelle: https://www.r-project.org/
STRINGdb R-PaketBioconductorN/AWird für Protein-Protein-Interaktionsanalyse verwendet, wenn anwendbar. Quelle: https://bioconductor.org/packages/STRINGdb/
SummarizedExperiment R-PaketBioconductorN/AWird verwendet, um TCGA-Expressionsdatenobjekte zu verarbeiten, die über TCGAbiolinks heruntergeladen wurden. Quelle: https://bioconductor.org/packages/SummarizedExperiment/
survival R-PaketCRANN/AWird für Cox-Regression und Kaplan-Meier-Überlebensanalyse verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=survival
survminer R-PaketCRANN/AWird zum Visualisieren von Kaplan-Meier-Überlebenskurven und Risikotabellen verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=survminer
TCGAbiolinks R-PaketBioconductorN/AWird zum Herunterladen und Vorbereiten von TCGA-LUSC-Expressions- und klinischen Daten verwendet. Quelle: https://bioconductor.org/packages/TCGAbiolinks/
timeROC R-PaketCRANN/AWird für zeitabhängige ROC-Analyse des prognostischen Modells verwendet. Quelle: https://cran.r-project.org/package=timeROC

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Schlagwörter

KrebsforschungAusgabe 233Ausgabe 233Leerer WertAusgabeLungenerkrankungenchronisch obstruktivLungenneoplasmenBiomarkerTumorArzneimittelresistenzNeoplasmaTumormikroumgebungPyroptoseNekroptose

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