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Es gibt eine schnell wachsende Menge an Literatur zu LITT; Sie beschränkt sich jedoch in erster Linie auf klinische Fallstudien oder Fallserien am Menschen. In der Tat wurden mehrere potenzielle Vorteile für LITT gezeigt, darunter niedrigere postoperative Komplikationsraten und -kosten bei gleichzeitigem Überleben ohne Progression 7,8,9,10,11. Es gibt auch eine Verringerung der Lokalrezidive mit dem höheren Erfolg der systemischen medikamentösen Behandlung, obwohl die Gründe dafür noch nicht gut verstanden sind12. Zu den vielversprechenden Ergebnissen für klinische Anwendungen außerhalb Großbritanniens gehören die Behandlung von Metastasen und anderen Tumorarten 3,12, Strahlennekrose13, refraktärer Epilepsie14, Gefäßfehlbildungen15 und sogar Zwangsstörungen16. Umgekehrt ist die Forschung mit einem Mausmodell bisher sehr begrenzt, mit wenigen nennenswerten Ausnahmen, und diese könnten schwer zu replizieren sein. In einer kürzlich durchgeführten Studie über Veränderungen der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke nach einer LITT-Behandlung wurde beispielsweise ein Lasergenerator verwendet, der in Europa für den klinischen Einsatz verkauft wurde, aber dieses Instrument ist in Nordamerika nicht zugelassen17. Während ein solches System für ihre Forschung gut geeignet zu sein scheint, ist die Beschaffung des Geräts für die meisten Forscher wahrscheinlich unerschwinglich, und proprietäre oder hochentwickelte Funktionen sind schwer zu replizieren. Daher wird ein detailliertes Protokoll eines zugänglichen und optimierten präklinischen Tiermodells wertvolle Forschungsmöglichkeiten bieten.
Zu den kritischen Schritten im Protokoll gehört die genaue Identifizierung von Bregma für ein reproduzierbares Targeting sowohl während der Allotransplantation als auch während der anschließenden LITT-Ablationsoperation. Darüber hinaus ist ein besonderes Augenmerk auf die Injektionsschritte in Bezug auf Verabreichungsgeschwindigkeit und Pausen für eine erfolgreiche Tumorzelltransplantation von größter Bedeutung, und wenn dies nicht geschieht, erhöht sich das Risiko eines extrakraniellen Tumorwachstums und einer höheren Tumorvariabilität erheblich. Es ist auch wichtig zu betonen, dass die LITT-Operation geplant werden sollte, solange der Tumor noch relativ klein ist (d. h. ~1,5-2,0 mm im Durchmesser). Unserer Erfahrung nach werden die CT2A-Tumoren bei großen Tumoren oft variabler in ihrer Form, und sehr große Tumoren erschweren auch die Extraktion des Gehirns, insbesondere wenn der Tumor durch die kortikale Oberfläche hindurch gewachsen ist. Es sollte auch beachtet werden, dass bereits 24 Stunden, wie z. B. zwischen der MRT vor der Behandlung und der LITT-Operation, ausreichend Zeit für ein erhebliches kontinuierliches Wachstum des CT2A-Glioms sind.
An diesem Protokoll können problemlos mehrere Modifikationen vorgenommen werden, um es an andere experimentelle Designs anzupassen. Dieses Protokoll konzentriert sich insbesondere auf die technischen Schritte, die für eine erfolgreiche orthotope Implantation und LITT-Operationen in einem syngenen CT2A-Mausmodell mit C57BL/6 erforderlich sind. Das beschriebene Modell kann jedoch leicht substituiert werden, um unterschiedliche experimentelle Ziele zu berücksichtigen. Weniger aggressive syngene Krebszelllinien wie K1491 können für Experimente verwendet werden, die längere Zeitpunkte erfordern, wie z. B. solche mit angeborenen und adaptiven Immunantworten. Für Experimente, die sich nicht auf adaptive Tumor-Wirt-Reaktionen konzentrieren, sind patienteneigene Zelllinien oder andere Xenotransplantatmodelle in immungeschwächten Mausmodellen eine weitere praktikable Option. Für den interessierten Leser bieten Haddad et al. (2021) einen umfassenden Überblick über die Stärken und Grenzen mehrerer gängiger Allotransplantat- und Xenotransplantat-Gliom-Mausmodelle4. Eine weitere einfache Modifikation, abhängig von der Verfügbarkeit der Einrichtung und den Richtlinien, ist die Substitution des Inhalationsanästhetikums durch injizierbare Alternativen wie eine Kombination aus Ketamin und Xylazin ± Acepromazin. Wenn jedoch Inhalationsmittel und die erforderliche Ausrüstung verfügbar sind (z. B. stereotaktische Nasenkonus), empfehlen wir deren Verwendung aus mehreren Gründen. Erstens glauben wir, dass Inhalationsanästhetika die sicherere Alternative sind, da sie keine intraperitoneale Injektion erfordern, keine wiederholte Dosierung für längere oder anspruchsvollere Operationen erfordern und mit einem großen Sicherheitsabstand leicht titriert werden können18. Darüber hinaus erfordert das Inhalationsanästhetikum keine kontrollierten Substanzen und sorgt für ein schnelles Aufwachen und eine schnelle Genesung nach der Operation.
Die Fehlerbehebung für dieses Protokoll sollte minimal sein, wobei die meisten Probleme auf eine schlechte Injektionstechnik zurückzuführen sind, die zu einer unregelmäßigen Tumorbildung oder extrakraniellem Wachstum führt. LITT-Targeting-Probleme können durch die richtige Identifizierung der Orientierungspunkte, eine geeignete Stabilisierung der Laserfaser und eine sorgfältige Beobachtung der Laserfaser während des Einführens behoben werden, um sicherzustellen, dass sie nicht auf die Seite des Bohrlochs aufprallt und vom Kurs abgebracht wird.
Zu den Einschränkungen der Methode gehören das mittlere bis fortgeschrittene Niveau der chirurgischen und technischen Fähigkeiten, die für die Durchführung der Eingriffe erforderlich sind, der Zugang zu Spezialgeräten wie einem Kleintier-MRT-Gerät und ein langwieriges orthotopes Implantationsprotokoll, das die Anzahl der Injektionen begrenzt, die an einem einzigen Tag durchgeführt werden können. Da dieses Protokoll als präklinisches Modell für hochgradige Gliome gedacht ist, gibt es auch inhärente Einschränkungen im Zusammenhang mit der aggressiveren Natur einiger Gliomzelllinien, wie z. B. CT2A. Inokulationen mit niedriger Zellzahl, eine tiefe Injektionsstelle innerhalb des Striatums, eine sorgfältige Injektionstechnik und eine frühzeitige Behandlung tragen dazu bei, diese Probleme zu mildern, aber gelegentliches extrakranielles oder unregelmäßiges Tumorwachstum kann dennoch auftreten, und kurze Versuchsdesigns sind gerechtfertigt. Wie bereits erwähnt, ist auch die Modifikation dieses Protokolls mit einer weniger aggressiven Zelllinie leicht zu bewerkstelligen.
Da dieses Protokoll unseres Wissens nach die einzige detaillierte Beschreibung eines präklinischen Mausmodells für LITT von GB ist, ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gut etablierten Modell für die zukünftige Grundlagenforschung.