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26.7: Optimale Nahrungssuche
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26.7: Optimale Nahrungssuche

Man bezeichnet die Art und Weise, wie Tiere ihre Nahrung beziehen und fressen, als Futtersuchverhalten. Die Nahrungssuche kann die Suche nach Pflanzen und die Jagd auf Beute beinhalten und hängt von der Art und ihrer Umgebung ab.

Die Theorie der optimalen Nahrungssuche besagt, dass die natürliche Auslese Strategien zur Nahrungssuche begünstigt. Es werden die Vorteile eines bestimmten Futters, wie Energie und Nährstoffe, mit den Kosten für dessen Beschaffung, wie Energieaufwand und Raubtierrisiko, in Einklang gebracht. Die optimale Nahrungssuche maximiert den Nutzen bei gleichzeitiger Minimierung des Aufwands.

Für die Krähen

Die Theorie der optimalen Nahrungssuche wird durch mehrere Beispiele unterstützt. Ein konkretes Beispiel dafür ist die Strategie der Alaskakrähe zur Nahrungsaufnahme von Meeresschnecken. Um eine Meeresschnecken zu fressen, muss die Krähe ihr Gehäuse aufbrechen, was sie dadurch erreicht, indem sie mit der Meeresschnecke in die Höhe fliegt und sie dann auf einen Felsen fallen lässt. Die Krähen wiederholen das so lange bis das Gehäuse aufbricht.

Höher zu fliegen, würde die Schale früher aufbrechen, erfordert aber auch mehr Energie. Wissenschaftler errechneten durch das Fallenlassen der Meeresschnecken aus verschiedenen Höhen die die optimale Höhe, bei der die Schale mit dem geringsten Energieaufwand zerbricht. Die Krähen fliegen im Durchschnitt nahe auf diese Höhe, um Meeresschnecken zu zerbrechen was die Idee unterstützt, dass sich dieses Fütterungsverhalten optimal für die Energiebilanz entwickelt hat.

Größere Meeresschnecken brechen auch leichter als kleinere Meeresschnecken und enthalten zudem mehr kalorische Energie. Krähen optimieren ihre Strategie weiter, indem sie größere Meeresschnecken auswählen und viele Versuche unternehmen, um eine einzelne Meeresschnecken zu knacken, anstatt zusätzliche Energie für die Suche nach einer anderen Meeresschnecken aufzuwenden.

Maultierhirsche

Das Risiko, von Raubtieren angegriffen zu werden, kann ein zusätzlicher Kostenfaktor bei der Nahrungssuche sein. Forscher fanden heraus, dass Maultierhirsche mehr Zeit auf der Futtersuche in offenen Gebieten verbringen, obwohl dort weniger Nahrung zur Verfügung steht als am Waldrand. Das ist auf ein geringeres Risiko zurückzuführen in offenen Gebieten von Raubtieren wie den Berglöwen angegriffen zu werden.

Diese Beobachtung unterstützt die Idee, dass die Futtersuche ein Kompromiss zwischen Nutzen und Kosten ist und dass die Evolution Strategien bevorzugt, die soweit optimiert sind um beides in Einklang zu bringen.


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