14. Juni 2024
Wir präsentieren Protokolle zur Bewertung der Kompetenz des Doppelstrangbruch-Reparaturwegs in Zellen unter Verwendung einer Reihe von lumineszenzbasierten extrachromosomalen Reportersubstraten.
Artios entwickelt neuartige Medikamente gegen Krebs, die auf die Reaktion auf DNA-Schäden abzielen. Um dies zu ermöglichen, haben wir eine Reihe neuartiger Assays entwickelt, um die zelluläre DNA-Reparaturaktivität zu messen. Diese Assays hatten einen großen Einfluss auf unsere Programme und führten dazu, dass Wirkstoffe in der klinischen Phase an Patienten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf getestet wurden.
Die genaue Messung der zellulären Aktivität am Ziel ist für die Entwicklung neuartiger zielgerichteter Therapeutika unerlässlich. Die Generierung von Assays für DNA-Reparaturfaktoren mit den erforderlichen Eigenschaften für eine effiziente Wirkstoffforschungskampagne war eine Herausforderung, unabhängig davon, ob ein hoher Durchsatz, ein robustes Signal-Rausch-Verhältnis, eine schnelle Abwicklung und idealerweise eine Portabilität auf verschiedene biologische Systeme erforderlich sind. Wir haben eine Reihe robuster, quantitativer und titrierbarer lumineszenzbasierter Reporter-Assays entwickelt, um die Leistungsfähigkeit von vier wichtigen Doppelstrangbruch-Reparaturwegen zu messen: homologe Rekombination, nicht-homologe Endverbindung, mikrohomologievermittelte Endverknüpfung und Einzelstrang-Annealing.
Diese Reporter-Assays sind als Auslesen der signalwegabhängigen Reparatur validiert, reagieren empfindlich auf pharmakologische Modulation und haben eine schnelle Durchlaufzeit. Die von uns entwickelten Reparatursubstrate sind extrachromosomal, so dass sie transient in interessante Modelle transfiziert und leicht in ein Hochdurchsatzformat skaliert werden können. Wir glauben, dass unsere Assay-Systeme eine wichtige Rolle bei der Ermöglichung der DDR-Wirkstoffforschung, aber auch bei der Erweiterung unseres Verständnisses der DDR-Biologie spielen.
In dieser Hinsicht hoffen wir, dass die Methoden dazu beitragen, die Identifizierung und Verfolgung neuer Wirkstoffziele zu beschleunigen und Medikamente für Krankheiten wie Krebs zu entwickeln, bei denen ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht.
In diesem Artikel werden Protokolle zur Beurteilung der Effizienz der Reparatur von Doppelstrangbrüchen in Zellen mithilfe lumineszenzbasierter extrachromosomaler Reportersubstrate vorgestellt. Die entwickelten Assays sind entscheidend für das Verständnis der DNA-Schadensantwort und unterstützen die Arzneimittelentwicklung in der Onkologie.
Quantitative, auf Lumineszenz basierende Reportergen-Assays für die Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen ermöglichen einen hochdurchsatzfähigen, wegspezifischen Nachweis der zellulären DNA-Reparaturaktivität und unterstützen damit direkt die Zielvalidierung und die mechanistische Risikominimierung in der onkologischen Wirkstoffforschung. Diese Assays liefern schnelle, reproduzierbare und skalierbare Ergebnisse, die für die Entwicklung von Therapeutika zur Antwort auf DNA-Schäden (DDR) unerlässlich sind. Ihre Integration in Entdeckungspipelines erhöht die Vorhersagesicherheit und verbessert die Portfolioauswahl für DDR-gerichtete Wirkstoffe.
Diese Assays sind in den Entdeckungsprozess von der frühen Target-Validierung über die Identifizierung von Leitstrukturen bis hin zur präklinischen Bewertung von auf DDR zielenden Therapeutika eingebettet.